Reference : Sprachliche Mittel in Fake News: Eine textlinguistische Perspektive
Parts of books : Contribution to collective works
Arts & humanities : Languages & linguistics
http://hdl.handle.net/10993/50849
Sprachliche Mittel in Fake News: Eine textlinguistische Perspektive
German
Huemer, Birgit mailto [University of Luxembourg > Faculty of Humanities, Education and Social Sciences (FHSE) > Department of Humanities (DHUM) >]
In press
Fake News. Von Fakten und Fiktionen in Literatur und Medien
Bendheim, Amelie mailto
Pavlik, Jennifer
Transcript
Yes
[en] Fake News ; Linguistik ; Textlinguistik
[de] Linguistische Studien zum Thema Fake News nähern sich diesem Phänomen hauptsächlich aus zwei verschiedenen Richtungen. Mit Methoden der kritischen Diskursanalyse wird untersucht wie der Begriff Fake News im öffentlichen Diskurs verwendet wird, welche Vorstellungen geschaffen, welche Identitäten konstruiert werden und welche Machtverhältnisse erzeugt, verteidigt oder herausgefordert werden. Computerlinguistische Ansätze beschäftigen sich mit der Charakterisierung und automatisierten Erkennung von Fake News, um diese von sogenanntem „rechtmäßigen“ Nachrichten (legitimate news ) zu unterscheiden. Textlinguistische Untersuchungen zum Thema Fake News gibt es bisher kaum. In diesem Beitrag wird zuerst den wenig vorhandenen linguistischen Definitionsansätzen von Fake News auf den Grund gegangen, mit dem Ziel diese durch die textlinguistische Analyse zu ergänzen. Danach werden die beiden sprachwissenschaftlichen Zugänge zum Phänomen Fake News vorgestellt und einige Untersuchungen zum Corona-Diskurs skizziert, die für die Beispielanalyse relevant sind. Exemplarisch werden in der vorliegenden Untersuchung redaktionelle Beiträge und Fake News zum Corona-Diskurs qualitative analysiert und miteinander verglichen. Damit wird der Versuch unternommen Fake News als Textsorte einzuordnen und die sprachlichen Strategien herauszuarbeiten, die für dieses Phänomen typisch sind. Die zuvor erwähnten linguistischen Zugänge liefern dabei wertvolle Ergebnisse, die als Ausgangsbasis für diese Untersuchung dienen. Die Analyse zeigt, dass sich Fake News zwar an journalistischen Nachrichtenformaten orientieren, jedoch sprachliche Muster aufweisen, die sie von diesen unterscheiden. Unter anderem benutzen sie sprachliche Strategien wie Polarisierung, starke Wertungen und direkte Leseradressierung, die für redaktionelle Berichterstattung unüblich ist. Diese Strategien sind nicht nur für Fake News typisch, sondern weisen eine gewisse Parallele zu sprachlichen Mustern in Verschwörungstheorien und Propaganda auf.
Researchers ; Professionals ; Students ; General public
http://hdl.handle.net/10993/50849

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