[de] Der Beitrag erläutert die grundlegende These des Sammelbandes, der zufolge die Frage nach der medialen und ästhetischen Spezifik des filmischen Wissens eng mit der Frage nach dem filmischen Raum verknüpft ist. In Auseinandersetzung mit medientheoretischen, kulturwissenschaftlichen und filmwissenschaftlichen Ansätzen zu den Schlüsselbegriffen Raum und Wissen wird zunächst das Konzept einer filmischen Topologie stark gemacht, das sich geeignet zeigt, spatiale und epistemische Dimensionen des Films zusammenzudenken. Ferner werden die Austauschprozesse zwischen filmischem und außerfilmischem Wissen sowie die selbstreflexiven Potenziale des Mediums thematisiert, wobei eine heuristische Differenzierung in die drei Bereiche ‚Wissen im Film‘, ‚Wissen durch Film‘ und ‚Wissen über Film‘ vorgeschlagen wird. Abschließend wird am Beispiel des Spielfilms Holy Motors (F 2012, R: Leos Carax) vorgeführt, inwiefern auch der Film selbst die epistemischen Dimensionen seiner Bilder zu reflektieren vermag.
Disciplines :
Arts & humanities: Multidisciplinary, general & others
Author, co-author :
PAUSE, Johannes ; University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE)