KI; AI; wissenschaftliches Schreiben; Deutsch als Zweitsprache; Germanistik; Reflexive Schreibpraxis
Abstract :
[de] Für Studierende, die in einer fremden Wissenschaftssprache schreiben, stellt der Einsatz textgenerierender KI-Tools insbesondere im Kontext von Prüfungstexten eine besondere Versuchung dar (Huemer 2024a). Der Beitrag beleuchtet, wie Hochschulen am Beispiel der mehrsprachigen Universität Luxemburg auf diese technologischen Entwicklungen reagieren können, und stellt ein didaktisches Konzept zur Integration von KI-Literacy in eine universitäre Schreibwerkstatt für Studierende mit Deutsch als Zweitsprache vor (Huemer 2024b). Im Zentrum steht die Annahme, dass reflektierte Schreibpraxis den bewussten Wechsel zwischen KI-gestützten und analogen Schreibphasen erfordert. Ziel ist es, einerseits einem möglichen Deskilling (Reinmann 2023) vorzubeugen und andererseits den kritischen, reflektierten Umgang mit KI-Tools zu fördern. Konkret wurden in der Schreibwerkstatt der Germanistik im „Bachelor Cultures Européennes“ in zwei aufeinanderfolgenden Jahren (2024 und 2025) Übungen für verschiedene Schreibphasen mit und ohne Hilfe von KI-Tools erprobt, verglichen, gemeinsam mit Studierenden reflektiert und anhand von Studierendenfeedback sowie der Kompetenzentwicklung im Bereich wissenschaftliches Schreiben und DaZ-Schreibkompetenz evaluiert. Ergebnisse und Best-Practice-Beispiele aus diesen beiden Fallstudien möchte ich in diesem Beitrag vorstellen.
Disciplines :
Languages & linguistics
Author, co-author :
HUEMER, Birgit ; University of Luxembourg > Faculty of Humanities, Education and Social Sciences (FHSE) > Department of Humanities (DHUM) > German Studies
External co-authors :
no
Language :
German
Title :
Reflexive Schreibpraxis mit und ohne KI-Tools Eine didaktische Perspektive für Studierende mit Deutsch als Zweitsprache