No document available.
Abstract :
[de] Blaise Pascal konfrontiert seinen Leser mit einem Begriff der Demut, dessen paradoxes Versprechen darin besteht, den Menschen im Erkennen seines Elends neuer Größe zuzuführen. Der Artikel skizziert die christologischen Aspekte dieser Demut sowie ihre Ursprünge in der Französischen Schule der Spiritualität. Er kennzeichnet sie als Element einer Anthropologie, die den Menschen im Spannungsfeld von Elend und Größe verortet, und führt am Theorem der Erbsünde exemplarisch vor, was eine Unterwerfung der Vernunft bedeutet. Abschließend wird gezeigt, inwiefern die Aussicht auf Gnade diese Demut motiviert, ohne einen Anspruch auf göttliche Zuwendung begründen zu können.