Reference : Inklusives Klassenklima. Zur Bedeutung der sozialen Dimension des Klassenklimas unter...
Parts of books : Contribution to collective works
Social & behavioral sciences, psychology : Education & instruction
Educational Sciences
http://hdl.handle.net/10993/47174
Inklusives Klassenklima. Zur Bedeutung der sozialen Dimension des Klassenklimas unter Berücksichtigung von Heterogenität
German
Knickenberg, Margarita []
Stöcker, Anne mailto [University of Luxembourg > Faculty of Humanities, Education and Social Sciences (FHSE) > Department of Social Sciences (DSOC) >]
Zurbriggen, Carmen []
2021
Schule und Inklusive Schulentwicklung. Theoretische Grundlagen, empirische Befunde und Praxisbeispiele aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
Resch, Katharina
Lindner, Katharina-Theresa
Streese, Bettina
Proyer, Michelle
Schwab, Susanne
Waxmann
No
978-3-8309-4354-9
[en] Dem Klassenklima wird eine bedeutsame Rolle sowohl in Bezug auf die soziale Entwicklung als auch auf die Lern- und Leistungsentwicklung von Schülerinnen und Schülern zugesprochen. Dabei wird das Klassenklima unter anderem durch das Ausmaß an unterstützenden, lernförderlichen, schätzenden oder anerkennenden Maßnahmen, an denen im Wesentlichen die Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen der Klasse beteiligt sind, sowie deren erzieherisch bedeutsamen kollektiven Einstellungen und Bereitschaften im Klassenraum charakterisiert (u.a. Eder 1996; Grewe, 2017). Vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit erhielten bisher soziale Aspekte des Klassenklimas, wie etwa die normative Peerkultur (z.B. Zurbriggen, 2016). Insbesondere im Zuge zunehmender Inklusion jedoch stellt der soziale Aspekt des Klassenklimas einen wesentlichen und aktuellen Indikator für die Qualität inklusiver Beschulung dar, deren zentrales Merkmal eine in Bezug auf verschiedene Dimensionen heterogene Schülerschaft bildet (Wansing, 2015). In Anlehnung an die Theorie der sozialen Vergleichsprozesse von Festinger (1954) kann angenommen werden, dass eine zunehmend heterogenere Schülerschaft zu einer größeren Vielfalt, einer höheren Toleranz und Akzeptanz in der Klasse führt und dementsprechend der Anpassungsdruck und das Risiko der sozialen Ausgrenzung abnimmt (Grewe, 2017). Demgegenüber ist normalismustheoretisch betrachtet selbst bei zunehmend flexiblen Normalitätsgrenzen stets die Möglichkeit einer Rückbindung in starre protonormalistische Grenzen und geringere Akzeptanz von Abweichungen gegeben (Waldschmidt, 2003). In dem Beitrag wird die Bedeutsamkeit des sozialen Aspekts als wesentliche Facette eines inklusiven Klassenklimas theoretisch hergeleitet und verortet, um anschließend die derzeitige Befundlage zum sozialen Klassenklima generell und zur subjektiv wahrgenommenen Qualität sozialer Beziehungen innerhalb einer inklusiven Klassengemeinschaft unter Berücksichtigung verschiedener Heterogenitätsdimensionen (u.a. Behinderung, Leistung, Verhalten) aufzuarbeiten.
http://hdl.handle.net/10993/47174

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