Reference : Methodische Herausforderungen bei der Erfassung der interozeptiven Genauigkeit im Vor...
Scientific congresses, symposiums and conference proceedings : Paper published in a book
Social & behavioral sciences, psychology : Neurosciences & behavior
http://hdl.handle.net/10993/40870
Methodische Herausforderungen bei der Erfassung der interozeptiven Genauigkeit im Vorschulalter
English
Opdensteinen, K. []
Schaan, L. []
Pohl, A. []
Schulz, André mailto [University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Integrative Research Unit: Social and Individual Development (INSIDE) >]
Hechler, T. []
2019
45. Jahrestagung Psychologie und Gehirn - Abstractband
Kirschbaum, C.
University of Dresden
166
Yes
International
Dresden
Germany
45. Jahrestagung Psychologie und Gehirn
20-06-2019 to 22-06-2019
Deutsche Gesellschaft für Psychophysiologie und deren Anwendung (DGPA) und Fachgruppe Biologische Psychologie und Neuropsychologie der DGPs
Dresden
Germany
[en] Im Vorschulalter entwickeln sich zentrale Fähigkeiten in Kognition, Sprache und Emotion. Dennoch ist wenig über das
bewusste Erleben innerer Körperempfindungen bei Vorschulkindern bekannt, da es an altersangepassten Paradigmen zu
Erfassung der interozeptiven Genauigkeit (IG) mangelt. Das Jumping Jack Paradigma (JJP) (Schaan et al., 2019) ist das erste
explizite IG-Paradigma für Vorschulkinder, das eine Veränderung des Herzschlages durch eine körperliche Übung in die
Erfassung integriert.
Aufgrund methodischer Herausforderungen wurde das JJP modifiziert und an einer Stichprobe von 40 Kindern (22 Jungen,
4–6 Jahre) erprobt. Die Wahrnehmung des Herzschlags wurde zu sechs Zeitpunkten (3 Ratings in Ruhephasen und 3 nach
Hampelmannsprüngen mit aufsteigender Sprungdauer je 15, 20 und 25s) auf einer 5-stufigen Ratingskala erfasst. Die
Berechnung des IG-Wertes erfolgte durch Korrelationen zwischen der selbstberichteten und der objektiv-aufgezeichneten
Herzrate.
Die objektiv-gemessene Herzrate erhöhte sich in Abhängigkeit der Sprungdauer (F(2;78)=9.19, p<.001; pη²=0.19), während
die selbstberichtete Herzrate nach dem zweiten Durchgang am höchsten eingeschätzt wurde (F(2;78)=9.37, p<.001;
pη²=.19). Vorschulkinder variierten in ihrer IG (M=0.07, SD=0.37, Range:-0.74–0.88). Es zeigten sich keine signifikanten
Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen hinsichtlich der IG. Ältere Jungen zeigten eine höhere IG, verglichen mit jüngeren
Jungen (χ²(2)=5.61, p=.05), während bei Mädchen kein Alterseffekt auftrat.
Anhand des modifizierten JJP konnte gezeigt werden, dass einige Kinder bereits im Vorschulalter in der Lage sind, Veränderungen
körpereigener Empfindungen wahrzunehmen. Die Induktion körperlichen Arousals scheint die Wahrnehmung des
Herzschlages mit zunehmendem Alter vor allem bei Jungen zu erleichtern, da ältere Jungen sensitiver waren. Die Ergebnisse
lassen vermuten, dass es im Vorschulalter Geschlechtsunterschiede bei der Körperwahrnehmung geben könnte.
http://hdl.handle.net/10993/40870

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