Reference : Interozeptive Genauigkeit: Ein methodischer Vergleich von zwei Heartbeat Tracking Par...
Scientific congresses, symposiums and conference proceedings : Paper published in a book
Social & behavioral sciences, psychology : Neurosciences & behavior
http://hdl.handle.net/10993/40865
Interozeptive Genauigkeit: Ein methodischer Vergleich von zwei Heartbeat Tracking Paradigmen
English
Haciahmet, C. []
Opdensteinen, K. []
Schaan, L. []
Pohl, A. []
Schulz, André mailto [University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Integrative Research Unit: Social and Individual Development (INSIDE) >]
Hechler, T. []
2019
45. Jahrestagung Psychologie und Gehirn - Abstractband
Kirschbaum, C.
University of Dresden
66
Yes
International
Dresden
Germany
45. Jahrestagung Psychologie und Gehirn
20-06-2019 to 22-06-2019
Deutsche Gesellschaft für Psychophysiologie und deren Anwendung (DGPA) und Fachgruppe Biologische Psychologie und Neuropsychologie der DGPs
Dresden
Germany
[en] Diese Arbeit untersucht zwei Herzschlagwahrnehmungsaufgaben mit unterschiedlichen Verarbeitungsmodi - Heartbeat
Tracking Task (HTT; Schandry, 1981) und adaptierter Heartbeat Tracking Task (aHTT; adaptiert nach Melloni et al., 2013) -
welche Interozeptive Genauigkeit (IG) anhand des Vergleichs von objektiver und selbst-berichteter Herzrate erfassen (Garfinkel
et al., 2015). Die Paradigmen unterscheiden sich hinsichtlich des mentalen Zählens (HTT) und motorischen Tappings
(aHTT) von kardiovaskulären Empfindungen. Tapping wird in Biofeedback-Studien zur Verbesserung der IG angewendet
(Ring et al., 2015), bislang jedoch kaum mit mentalem Zählen verglichen.
74 gesunde Versuchspersonen (MAlter = 22.66, SDAlter = 2.74, 49 Frauen) bearbeiteten den HTT und den aHTT. Die IGScores
des HTT waren im Durchschnitt signifikant höher als im aHTT (t(73) = 2.73, p = .01, d = .28). Bei einem Cut-Off von
IG = 0.70 konnten 37 gute Herzschlagwahrnehmer/innen im HTT und 27 gute Herzschlagwahrnehmer/innen im aHTT
klassifiziert werden. Auch im Selbstbericht zur eigenen Herzschlagwahrnehmungsfähigkeit, zeigte sich bei den Probanden
ein höheres Konfidenzrating im HTT als im aHTT (MHTT = 5.00, SD = 2.04; MaHTT = 3.88, SD = 1.77; Z(74) = -5.24, p < .01,
d = .59).
Zusammenfassend weisen die Ergebnisse auf eine bessere Herzschlagwahrnehmung im HTT hin, sowohl bezüglich der
IG-Scores als auch im Selbstbericht. Eine Erklärung für die niedrigeren Interozeptionswerte im aHTT könnte sein, dass die
sensorische und motorische Interferenz der Tapping-Aufgaben mit der Detektion von afferenten Herzsensationen konkurrieren,
weshalb der salientere Tapping-Stimulus den Aufmerksamkeitsfokus von internalen Prozessen ablenkt (Pennebaker
& Hoover, 1984). Zukünftige Studien sollten prüfen, welche spezifischen Einsatzmöglichkeiten sich für HTT und aHTT
anbieten, hinsichtlich einer akkuraten und ökonomischen Erfassung von IG.
http://hdl.handle.net/10993/40865

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