Reference : Zur Validität zweier Herzschlagwahrnehmungsaufgaben: Höheres zentrales Blutvolumen du...
Scientific congresses, symposiums and conference proceedings : Paper published in a book
Social & behavioral sciences, psychology : Neurosciences & behavior
http://hdl.handle.net/10993/40867
Zur Validität zweier Herzschlagwahrnehmungsaufgaben: Höheres zentrales Blutvolumen durch Kipptischmanipulation verbessert interozeptive Genauigkeit, aber nicht die Genauigkeit zur Schätzung von Zeitintervallen
English
Back, S. []
Schaan, V. K. []
Vögele, Claus mailto [University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Integrative Research Unit: Social and Individual Development (INSIDE) >]
Schulz, André mailto [University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Integrative Research Unit: Social and Individual Development (INSIDE) >]
2019
45. Jahrestagung Psychologie und Gehirn - Abstractband
Kirschbaum, C.
University of Dresden
66
Yes
International
Dresden
Germany
45. Jahrestagung Psychologie und Gehirn
20-06-2019 to 22-06-2019
Deutsche Gesellschaft für Psychophysiologie und deren Anwendung (DGPA) und Fachgruppe Biologische Psychologie und Neuropsychologie der DGPs
Dresden
Germany
[en] Kardiale Interozeption wird typischerweise mittels Herzschlagzählaufgaben (Schandry, 1981) oder Herzschlagdiskriminationsaufgaben
(Whitehead et al., 1977) erfasst. Jedoch sind die Determinanten der Herzschlagwahrnehmung hinsichtlich
Aktivitätsindizes des kardiovaskulären Systems bisher ungeklärt. Die vorliegende Studie untersucht, ob die experimentelle
Manipulation kardiovaskulärer Aktivität durch die Variation der Körperposition mittels Kipptisch einen Einfluss auf
interozeptive Genauigkeit in Herzschlagzählaufgaben und Herzschlagdiskriminierungsaufgaben hat. Studierende (N=43)
führten beide Herzschlagwahrnehmungsaufgaben in drei Körperpositionen (-10°,0° und 10°) durch. Zusätzlich wurde die
Fähigkeit zur Einschätzung von Zeitintervallen geprüft (Kontrollaufgabe), da oft kritisiert wurde, dass interozeptive Genauigkeit
basierend auf der Herzschlagzählaufgabe mit dieser Fähigkeit konfundiert ist. Die interozeptive Genauigkeit in
der Herzschlagzählaufgabe war signifikant höher bei einem Neigungswinkel von -10° (über Kopf), sowie geringer bei 10°
(Kopf aufrecht), jeweils im Vergleich zu 0° (horizontale Position). Deskriptiv ist das gleiche Muster bei der Herzschlagdiskriminationssaufgabe
zu erkennen, jedoch statistisch nicht signifikant. Die Einschätzungsgenauigkeit von Zeitintervallen
bleibt unabhängig von der Körperposition konstant. Regressionsanalysen zeigen, dass die Fähigkeit zur Diskriminierung
von Herzschlägen signifikant die Herzschlagzählgenauigkeit vorhersagt und 32% der Gesamtvarianz aufklärt. Herzrate
sowie die Einschätzungsgenauigkeit von Zeitintervallen tragen nicht signifikant als Prädiktoren in der Aufklärung der Zählgenauigkeit
bei. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass kardiodynamische Parameter, wie z.B. Schlagvolumen, die durch
die Variation der Körperposition manipuliert wurden, unabhängig von Variationen der Herzrate, eine Determinante interozeptiver
Genauigkeit in Herzschlagzählaufgaben darstellen. Die Einschätzung von Zeitintervallen hat keinen Einfluss auf
die Zähl- und Diskriminationsgenauigkeit von Herzschlägen und wird außerdem nicht von der Körperposition beeinflusst.
Die Ergebnisse weisen auf gute konvergente und diskriminante Validität der Herzschlagwahrnehmungsaufgaben zur Erfassung
kardialer Interozeption hin.
http://hdl.handle.net/10993/40867

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