Reference : The influence of achievement motives and adaptivity on practice quizzing
Diverse speeches and writings : Speeches/Talks
Social & behavioral sciences, psychology : Education & instruction
Educational Sciences
http://hdl.handle.net/10993/46484
The influence of achievement motives and adaptivity on practice quizzing
English
Heitmann, Svenja []
Grund, Axel mailto [University of Luxembourg > Faculty of Humanities, Education and Social Sciences (FHSE) > LUCET >]
Fries, Stefan []
Berthold, Kirsten []
Roelle, Julian []
Sep-2019
International
Gemeinsamen Tagung der Fachgruppen Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie (PaEpsy)
Gemeinsamen Tagung der Fachgruppen Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie (PaEpsy)
Leipzig
Germany
[en] achievement motives ; quizzing ; adaptation
[de] Quizzing ist eine äußerst effektive Methode zur Nachbereitung von Lernepisoden. So führt das Beantworten von Quiz-Fragen aus dem Gedächtnis zu höherem Lernerfolg als unspezifisches Nachbereiten, wie beispielsweise das erneute Durcharbeiten des Lernmaterials oder Note-Taking (sog. Testing Effect). Jedoch liegt die Vermutung nahe, dass der oftmals wahrgenommene Prüfungscharakter von Quizzing für Lernende mit einer stark ausgeprägten Furcht vor Misserfolg abträgliche Effekte haben könnte. Umgekehrt könnten Lernende mit einer stark ausgeprägten Hoffnung auf Erfolg umso stärker von Quizzing profitieren. Des Weiteren legt Forschung aus dem Bereich der Cognitive Load Theory nahe, dass sich eine Anpassung von Quizfragen an die subjektive kognitive Belastung der Lernenden förderlich auf den Lernerfolg auswirken könnte. Solchermaßen adaptives Quizzing könnte demnach effektiver sein als nicht-adaptives Quizzing. In dem vorliegenden Experiment mit N = 160 Studierenden wurde untersucht, (a) ob der förderliche Effekt von Quizzing gegenüber Note-Taking vom Leistungsmotiv (Furcht vor Misserfolg und Hoffnung auf Erfolg) der Lernenden moderiert wird und (b) ob das Verwenden von Quiz-Fragen, deren Schwierigkeit an die kognitive Belastung der Lernenden angepasst ist (adaptives Quizzing), die positiven Auswirkungen des Quizzing weiter steigert. Die Probanden wurden randomisiert einer von drei Bedingungen (adaptives Quizzing vs. non-adaptives Quizzing vs. Note-Taking) zugeteilt. Alle Probanden beantworteten zunächst Fragen zu ihrem Leistungsmotiv und arbeiteten anschließend an PCs in einer digitalen Lernumgebung, in der sie sich zunächst eine E-Lecture ansahen. Die Probanden der Quizzing Bedingungen beantworteten in der folgenden Nachbereitungsphase offene Quiz-Fragen. In der adaptiven Bedingung hing die Schwierigkeit der Fragen von der subjektiven kognitiven Belastung ab; in der nicht-adaptiven Bedingung nahm die Schwierigkeit der Fragen kontinuierlich zu. In der Kontrollbedingung Note-Taking machten sich die Probanden Notizen zur E-Lecture um die Lerninhalte nachzubereiten. Eine Woche später wurde ein Lernerfolgstest durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten, dass der Testing Effect vom Leistungsmotiv der Lernenden abhing: je höher die Hoffnung auf Erfolg, desto höher der Testing Effect. Außerdem fanden wir, dass adaptives Quizzing zu höherem Lernerfolg als nicht-adaptives Quizzing führte. Somit scheint eine an die kognitive Belastung der Lernenden angepasste Gabe von Quiz-Fragen die Effektivität von Quizzing weiter steigen zu können, insbesondere dann, wenn Lernende daran interessiert sind, ihr Wissen zu testen.
http://hdl.handle.net/10993/46484

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