Reference : Erhöhte Reaktivität Herzschlag-evozierter Potenziale während der Aufmerksamkeits- fok...
Scientific congresses, symposiums and conference proceedings : Paper published in a book
Social & behavioral sciences, psychology : Neurosciences & behavior
http://hdl.handle.net/10993/40864
Erhöhte Reaktivität Herzschlag-evozierter Potenziale während der Aufmerksamkeits- fokussierung auf den eigenen Herzschlag und erhöhte kardiovaskuläre Aktivität bei Personen mit hoher somatoformer Symptombelastung
English
Schulz, André mailto [University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Integrative Research Unit: Social and Individual Development (INSIDE) >]
Rost, S. []
Dierolf, Angelika mailto [University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Integrative Research Unit: Social and Individual Development (INSIDE) >]
Lutz, Annika mailto [University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Integrative Research Unit: Social and Individual Development (INSIDE) >]
Flasinski, T. []
Münch, E. E. []
Witthöft, M. []
Vögele, Claus mailto [University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Integrative Research Unit: Social and Individual Development (INSIDE) >]
2019
45. Jahrestagung Psychologie und Gehirn - Abstractband
Kirschbaum, C.
University of Dresden
57
Yes
International
Dresden
Germany
45. Jahrestagung Psychologie und Gehirn
20-06-2019 to 22-06-2019
Deutsche Gesellschaft für Psychophysiologie und deren Anwendung (DGPA) und Fachgruppe Biologische Psychologie und Neuropsychologie der DGPs
Dresden
Germany
[en] Die psychobiologischen Mechanismen der Entstehung körperlicher Symptome bei somatoformen Störungen sind weitgehend
unklar. Im Perception-Filter-Modell wird postuliert, dass (1.) verstärkte Signalübermittlung von Körperorganen
und (2.) verringerte Filterfunktion im ZNS zu (3.) verstärkter Wahrnehmung von Symptomen führt. Bislang existiert jedoch
keine Evidenz, die diesen Zusammenhang an einer von somatoformen Symptomen belasteten Population unterstützt.
Um diesen Sachverhalt aufzudecken, wurden zunächst 486 Personen aus der Allgemeinbevölkerung anhand einer Online-
Version des Screenings für Somatoforme Störungen (SOMS-2) anhand des oberen und unteren Centils in Personen mit
hoher (HSB) und niedriger somatoformer Symptombelastung (NSB) geteilt. Jeweils 29 NSB- (21 Frauen; 26,0 J.) und HSBPersonen
(27 Frauen; 28,4 J.) wurden im Labor anhand (1.) verstärkter Körpersignale hinsichtlich kardiovaskulärer Aktivität
und Cortisol-Aufwachreaktion, sowie (2.) Filterfunktionen im ZNS hinsichtlich Herzschlag-evozierter Potentiale (HEPs)
während der Durchführung eines Herzschlagwahrnehmungstests und während Ruhe untersucht. HEPs reflektieren die
Repräsentation kardio-afferenter Signale im ZNS. Die HSB-Gruppe zeigte eine höhere Ruhe-Herzrate (72,7 vs. 66,8 bpm)
und eine geringere Herzratenvariabilität (RMSSD: 36,8 vs. 52,5 ms) als die LSB-Gruppe. Außerdem zeigten die HSB-Personen
bei der Aufmerksamkeitsfokussierung auf den eigenen Herzschlag eine höhere Reaktivität der HEP-Amplitude als
die LSB-Personen. Es gab keine Gruppenunterschiede hinsichtlich der Cortisol-Aufwachreaktion. Die Ergebnisse belegen
sowohl (1.) die verstärkte Signalübermittlung von Körperorganen, als auch (2.) verringerte Filterfunktionen bei Personen
mit hoher somatoformer Symptombelastung. Dies spricht für die Gültigkeit des Perception-Filter-Modells. Die erhöhte
HEP-Reaktivität bezüglich der Aufmerksamkeitsfokussierung auf Körperprozesse könnte einen Biomarker für Personen
mit hohem Risiko für die Entwicklung von somatoformen Störungen darstellen.
http://hdl.handle.net/10993/40864

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