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Zusammenhänge zwischen Essverhalten und Interozeption: Der Einfluss von kurzzeitiger Nahrungsdeprivation auf die Herzschlagdetektion
Van Dyck, Zoé; Schulz, André; Vögele, Claus
2014In Verleger, R.; Krämer, U.; Beyer, F. et al. (Eds.) Abstractband 40. Tagung "Psychologie und Gehirn"
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[en] Einleitung: Eine reduzierte interozeptive Wahrnehmung ist ein wichtiges Kernmerkmal von Essverhalten, das mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Essstörungen und Adipositas einhergeht. Die Wahrnehmung körperinterner Signale von Hunger und Sättigung ist beeinträchtigt und das Essverhalten ist von kognitiver Kontrolle, äußeren Reizen oder auch Affektzuständen gesteuert. Auf der anderen Seite wurde gezeigt, dass die experimentelle Manipulation von Essverhalten durch kurzzeitiges Fasten, die Genauigkeit der Wahrnehmung interozeptiver Signale erhöht. Ziel: Die vorliegende Studie hatte zum Ziel, den Ein-fluss von Nahrungsentzug auf die verschiedenen Dimen-sionen der Interozeption bei Individuen mit angemesse-nem und unangemessenem Essverhalten zu untersuchen. Methode: Insgesamt nahmen 46 gesunde Frauen an zwei unterschiedlichen Tagen an der Studie teil. In randomisierter Reihenfolge wurden sie nach 16-stündigem Fasten und nach einem standardisierten Frühstück getestet. Die Genauigkeit der Wahrnehmung interozeptiver Signale wurde mit Hilfe eines Herzschlagdetektionstests (Schandry) erfasst. Zusätzlich wurde die subjektive Einschätzung der interozeptiven Wahrnehmungsgenauigkeit, sowie intuitives und unangemessenes Essverhalten per Fragebogen erfasst. Ergebnisse: Die Genauigkeit im Herzschlagdetektions-test war nach kurzzeitigem Fasten erhöht. Außerdem konnte eine verringerte Herzfrequenz festgestellt werden. Emotionale Esser zeigten eine verringerte Herz-schlagdetekionsgenauigkeit und intuitives Essverhalten korrelierte positiv mit interozeptiver Genauigkeit. Es ließ sich kein Zusammenhang zwischen selbstberichteter interozeptiver Wahrnehmung und kardialer interozepti-ver Genauigkeit aufzeigen.Diskussion: Unsere Ergebnisse stehen im Einklang mit vorhergehenden Studien die zeigten, dass kurzzeitiges Fasten die Genauigkeit in Herzwahrnehmungsaufgaben erhöht. Allerdings scheint dieser Anstieg unabhängig zu sein von sympathischer Aktivierung. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass durch Essverhalten die Wahrnehmung von Körpersignalen verändert werden kann. Dies impliziert weitere Untersuchungen dieses Zusammen-hangs bei Essstörungen.
Disciplines :
Neurosciences & behavior
Author, co-author :
Van Dyck, Zoé ;  University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Integrative Research Unit: Social and Individual Development (INSIDE)
Schulz, André  ;  University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Integrative Research Unit: Social and Individual Development (INSIDE)
Vögele, Claus ;  University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Integrative Research Unit: Social and Individual Development (INSIDE)
Language :
German
Title :
Zusammenhänge zwischen Essverhalten und Interozeption: Der Einfluss von kurzzeitiger Nahrungsdeprivation auf die Herzschlagdetektion
Publication date :
2014
Event name :
40. Tagung "Psychologie und Gehirn"
Event place :
Lübeck, Germany
Event date :
19-06-2014 to 21-06-2014
Main work title :
Abstractband 40. Tagung "Psychologie und Gehirn"
Editor :
Verleger, R.
Krämer, U.
Beyer, F.
Schildmann, M.
Tzvi, E.
Wilhoeft, A.
Publisher :
University Press, Lübeck, Germany
Pages :
29-30
Peer reviewed :
Peer reviewed
Available on ORBilu :
since 04 July 2014

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