Borderscapesin Fellner, Astrid; Nossem, Eva (Eds.) Glossary Border Studies (in press)
Der Beitrag arbeitet das in der Grenzforschung am weitesten verbreitete Verständnis von ‚borderscapes‘ heraus und gibt den Ansatz in seinen Grundzügen wieder. Dafür werden zu-nächst die Verwendungen des Begriffs und die damit implizierten Verständnisse dargelegt. Darauf aufbauend wird ‚borderscapes’ als relationale, diffundierte, episodische, perspektivi-sche und umkämpfte Formationen systematisiert, die mit nationalen Grenzen in Beziehung stehen. Darüber wird gezeigt, inwiefern ‚borderscapes‘ mit der ‚traditionellen‘ Idee von Grenze als (territoriale) Binarität bricht und einen alternativen Grenzbegriff stark macht: Grenze wird hier in eine Vielzahl gesellschaftlicher Prozesse eingelagert, die wandelbar und gestaltbar sind, sich transskalar und in umkämpfter Weise aufeinander beziehen und in ih-rem komplexen Zusammenspiel Effekte der Einsetzung oder (De-)Stabilisierung von natio-nalen Grenzen hervorbringen. ‚Borderscapes‘ überführt Grenzen also analytisch in die Land-schaften ihrer multiplen Wirksamkeiten und Aushandlungen, die durchaus an ‚territorialen Ränder‘ stattfinden können, aber nicht zwangsläufig. Damit macht der Ansatz ein analyti-sches Angebot, das der „territorial trap“ (Agnew 1994) entkommt, für die Komplexität von Grenzen sensibilisiert und diese außerdem als Ressourcen betrachtet. Trotz der Bemühung ‚borderscapes‘ näher zu umreißen, kann der Ansatz nur schwer auf den Begriff gebracht werden. Die dargelegten Grundzüge stecken vielmehr einen theoretisch-konzeptionellen Rahmen ab, der komplexitätssensible Grenzforscher*innen orientiert und Spielräume für spezifische Aneignungen lässt. Solche werden abschließend anhand von Beispielen der kul-turwissenschaftlichen Grenzforschung vorgestellt und die konzeptionelle Offenheit des An-satzes, die sich besonders in method(ologi)schen Mehrdeutigkeiten widerspiegelt, kritisch gewürdigt.
Zentrale Konzepte und Erkenntnisinteressen der kulturwissenschaftlichen Grenzforschung. Ein ÜberblickPresentation (2021, June 28)
Von der Grenzforschung werden nicht nur verstärkt Antworten auf drängende gesellschaftliche Fragen erwartet, das multidisziplinäre Arbeitsfeld hat sich auch in seinen Ansätzen und Erkenntnisinteressen erneuert. Daraus ist die kulturwissenschaftliche Grenzforschung hervorgegangen, die C. Wille in seinem Vortrag am 28. Juni vorstellt. In der Sommerschule “Grenzen und Migrationen in Europa” (Uni des Saarlandes) diskutieren Promovierende aus Deutschland und Frankreich.
Thinking Borders and Border ThinkingScientific Conference (2021, June 17)
Obwohl die Grenz- und Migrationsforschung große Überschneidungen aufweisen, unterscheiden sie sich z.B. hinsichtlich ihrer Erkenntnisinteressen und Theoretisierungen. Der Vortrag baut auf solchen Gemeinsamkeiten und Unterschieden auf und zeigt zunächst die Verbindungen zwischen Grenz- und Migrationsforschung. Im zweiten Schritt werden aus Sicht der Grenzforschung verschiedene analytische Trends – insbesondere die komplexitätsorientierte Perspektive – und die damit verbundenen Grenzkonzepte vorgestellt. Abschließend werden die analytischen Trends mit der Methode „border thinking“ (Mignolo) in Zusammenhang gebracht und gefragt, inwiefern sie für die Migrationsforschung nützlich sein können.
Grenzregionen zwischen Covidfencing und Debordering. Zur zivilgesellschaftlichen Anfechtung von Grenzen in Zeiten der PandemiePresentation (2021, June 11)
Proteste, Demonstrationen oder symbolische Aktionen gegen das Covid-Grenzregime sind neue Phänomene in europäischen Grenzregionen. Beispiele für die jüngsten zivilgesellschaftlichen Anfechtungen von Grenzen stellt C. Wille in seinem Vortrag am 11. Juni vor. Zu dem Workshop „Pandemisches Virus – nationales Handeln: Covid-19 und die europäische Idee” an der Uni des Saarlandes sind Kultur-, Raum- und Rechtswissenschaftler*innen eingeladen.
Vom processual shift zum complexity shift: aktuelle analytische Trends der Grenzforschungin Gerst, Dominik; Klessmann, Maria; Krämer, Hannes (Eds.) Grenzforschung. Handbuch für Wissenschaft und Studium (2021)
Die Auffassung, dass Grenzen aus sozialer Praxis hervorgehen und soziale Praxis hervorbringen, hat in den letzten Jahrzehnten für eine Reihe an Ansätzen und Begriffen gesorgt. Der Beitrag versucht diese zu systematisieren und stellt einen processual shift, multiplicity shift und complexitiy shift vor. Diese Trends beschreiben verschiedene analytische Schwerpunktsetzungen und eine zunehmend differenziertere Beschäftigung mit Grenzen. Abschließend wird auf die noch unzureichend bestimmte Kategorie der sozialen Praxis und auf das Potential der Praxistheorien für die Grenzforschung eingegangen.
The return of borders. Ein Kommentar zur Grenzraumforschung in Zeiten der Vergrenzungenin Weber, Florian; Theis, Roland; Terrollion, Karl (Eds.) Grenzerfahrungen | Expériences transfrontalières. COVID-19 und die deutsch-französischen Beziehungen | Les relations franco-allemandes à l’heure de la COVID-19 (2021)
Der Beitrag geht von einem angebrochenen Zeitalter der Vergrenzungen aus und skizziert, wie die interdisziplinäre Grenzforschung und europäische Grenzraumforschung mit der Renaissance von Grenzen umgehen. Dabei wird die enge Verflechtung der Grenzraumforschung mit dem politischen Projekt der europäischen Integration und ihr Fokus auf die Permeabilität von Grenzen deutlich. Allerdings wird zugleich erkennbar, dass die Leitidee eines Europa ohne Grenzen in den letzten Jahrzehnten erheblich an Strahlkraft eingebüßt hat, zuletzt durch die temporäre Verstärkung der Kontrollen im Schengen-Raum (2015/2016) und die temporären Schließungen der EU-Grenzen (2020). Die zunehmend um sich greifenden Vergrenzungsprozesse in Grenzregionen werden außerdem im Alltag ihrer Einwohner*innen nachgezeichnet. Der Beitrag schlägt abschließend eine Perspektivweitung der europäischen Grenzraumforschung vor, die die Durabilität von Grenzen berücksichtigt und somit Vergrenzungen an den EU-Binnengrenzen besser zu verstehen hilft.
European Border Region Studies in Times of BorderizationE-print/Working paper (2021)
The text originates from a time of borderization, at global level and at the EU’s internal borders. At the latest since covidfencing began in the spring of 2020, many Europeans have become familiar with border experiences and the practices of civic contestation of borders. With that in mind, the text argues that it is necessary to open European border region studies to the contestation of borders, for which it should enter into dialogue with international (and critical) border studies.
Identities and Methodologies of Border Studies: Recent Empirical and Conceptual Approachesin Borders in Perspective (2021), (6), 126
In recent decades, Border Studies have gained importance and have seen a noticeable increase in development. This manifests itself in an increased institutionalization, a differentiation of the areas of research interest and a conceptual reorientation that is interested in examining processes. So far, however, little attention has been paid to questions about (inter)disciplinary self-perception and methodological foundations of Border Studies and the associated consequences for research activities. This thematic issue addresses these desiderata and brings together articles that deal with their (inter)disciplinary foundations as well as method(olog)ical and practical research questions. The authors also provide sound insights into a disparate field of work, disclose practical research strategies, and present methodologically sophisticated systematizations.
B/Ordering-Prozesse als BordertexturenScientific Conference (2020, October)
Angesichts jüngster Re-B/Ordering-Tendenzen (Grenzkontrollen an EU-Binnengrenzen, Euroskeptizismus, Nationalismen, Populismus, komplexe Migrationsdynamiken) ist die Grenzforschung zunehmend stärker herausgefordert, was sich auch oder vor allem in einer bewegten theoretisch-konzeptionellen Debatte widerspiegelt. Sie hat in den letzten Jahrzehnten eine kaum überschaubare Reihe an Ansätzen und Begriffen hervorgebracht, die inspiriert vom practice turn die Grenze als soziale Praxis in den Mittelpunkt stellen. Der in das Panel einführende Beitrag zeichnet diese Entwicklung nach und stellt darauf aufbauend den Ansatz der Bordertexturen näher vor. Dafür werden im ersten Teil drei analytische Trends der aktuellen Grenzforschung idealtypisch unterschieden. Sie stehen dabei für spezifische Schwerpunktsetzungen in der Beschreibung und Analyse von Grenzen: (1) Zunächst wird die Hinwendung zu Grenzen als soziale Produktionen vorgestellt, die sich an Prozessen ihrer (De-)Stabilisierung festmachen lässt und in (diskursiven) Praktiken manifest wird. Daran anschließend wird (2) eine geweitete Auffassung solcher Prozesse herausgearbeitet, die für die Vielheit der daran beteiligten Aspekte sensibilisiert und einen multiplen Zugriff auf Grenz(de)stabilisierungen einfordert. Schließlich wird (3) die Tendenz zu komplexeren Betrachtungen ausgeführt, die Grenz(de)stabilisierungen als Effekte von dynamischen Formationen verstehen. Im zweiten Teil des Vortrags wird der kulturwissenschaftlich orientierte Ansatz der Bordertexturen vorgestellt, der die für B/Ordering-Prozesse wirksamen Formationen von Wissen, Diskursen, Tätigkeiten, Objekten und Körpern als Texturen fasst. Der Texturbegriff soll die komplexe Verflochtenheit der genannten Konstituenten betonen, eine ‚dichte Beschreibung‘ von Grenz(de)stabilisierungen befördern und in der Grenzforschung für die symbolisch-ästhetische Dimension sensibilisieren. Bordertexturen stehen dabei für komplexe Formationen der Grenz(de)stabilisierung, die rhizomartig strukturiert sind, auf ein multiskalares und azentrisches Geflecht verweisen und ästhetische Verarbeitungen ebenso einschließen wie alltagskulturelle Praktiken. Die Einführung des Ansatzes soll zu den Panelvorträgen hinführen, welche die theoretisch-konzeptionellen Überlegungen an unterschiedliche Gegenstandsbereiche anlegen und diskutieren.
Borders in Times of Covid-19 / Grenzen in Zeiten von Covid-19Article for general public (2020)
Territoriale Grenzen und soziale Grenzziehungsprozesse gewinnen im Zuge der Covid-19-Pandemie eine zum Teil dramatische Relevanz. Zugleich sind aber auch – und insbesondere in Grenzregionen – neue (grenzüberschreitende) Allianzen und Solidaritäten zu beobachten. Dieser Beitrag legt keine elaborierte Analyse vor, sondern versteht sich als eine kritische Kommentierung von Grenz(raum)dynamiken in Zeiten der globalen Corona-Pandemie.
Espaces de frontière: penser et analyser la frontière en tant qu’espacein Dziub, Nikol (Ed.) Le Transfrontalier, pratiques et représentations (2020)
This paper examines how practice-theoretical considerations can be linked with those of a spatial-theoretical nature and translated into a heuristic of spatial analysis from a cultural studies perspec-tive. This question focus results from the understanding that space should be regarded as an emer-gent aspect of the social and that it is still largely insufficiently defined in Border Studies. Drawing on a number of different spatial concepts, the paper first presents an action-theoretical notion of space and reformulates it in a practice-theoretical framework. It constitutes the point of departure for the development of the spaces of the border model with its analytical categories of social practices, practical knowledge as well as physical-material and social-structural aspects. The diversity of con-nections between these analytical categories have proven to be heuristically particularly useful.
Räumliche Identifikationen und Identifizierungen in Grenzregionen. Das Beispiel der Großregion SaarLorLuxin Weber, Florian; Wille, Christian; Caesar, Beate; Hollstegge, Julian (Eds.) Geographien der Grenze. Räume – Ordnungen – Verflechtungen (2020)
In diesem Beitrag wird die Bedeutung von nationalen Grenzen für räumliche Identitäten in Grenzregionen analysiert. Dafür wird ein mehrdimensionales Analysemodell entwickelt und am Beispiel der Großregion SaarLorLux gefragt, wie die Einwohner den Raum repräsentieren und wie sie ihre alltagskulturellen Praktiken räumlich organisieren. Außerdem werden räumliche Projektionen im politischen Diskurs aufgedeckt und rekonstruiert, inwiefern diese in Identifizierungsprozessen wirksam sind. Die Betrachtungen stützen sich auf eine Repräsentativbefragung der Einwohner Luxemburgs und der an das Großherzogtum angrenzenden Gebiete in Frankreich, Belgien und Deutschland. Der Beitrag zeigt, dass nationale Grenzen in den Identifikations- und Identifizierungsvorgängen der Einwohner der Großregion SaarLorLux trotz grenzüberschreitender Verflechtungen und Alltagsgeographien eine wichtige Rolle spielen, aber nicht zwangsläufig als stabile Ordnungskategorien.
Border(ing)s in Times of COVID-19in Borders in Perspective (2020), 4
Territorial borders and social demarcation processes are becoming dramatically more important during the coronavirus pandemic. A concise example is the 25th anniversary of the Schengen Agreement that coincides with border control tightening and the closure of internal EU borders. At the same time, there is a certain degree of solidarity between the EU countries, which, at the end of March, slowly seems to be picking up speed. This includes not only the increasingly articulated concern to act in a coordinated manner both with the containment matters and the exit strategy. It is also shown in the increasing admission of critically ill patients from neighboring countries and the dispatch of medical supplies to particularly affected areas in other countries.
Frontières et identités spatiales dans / de la Grande Région SaarLorLux. Approches analytiques et résultats empiriquesin Hamez, Grégory; Defays, Jean-Marc (Eds.) Réalités, perceptions et représentations des frontières. L’espace transfrontalier de la Grande Région Sarre-Lor-Lux (2020)
Cette contribution a pour objet d'analyser l'importance des frontières nationales pour les identités spatiales dans des régions transfrontalières. À cet effet, elle élaborera un modèle d'analyse pluridimensionnel permettant d'étudier les identités et, à l'exemple de la Grande Région SaarLorLux, posera la question de savoir comment les habitants se représentent l'espace et organisent leurs pratiques de vie quotidienne sur le plan spatial. Par ailleurs, l'analyse révèlera des projections spatiales dans le discours politique et montrera dans quelle mesure celles-ci constituent une base de processus identitaires. La contribution démontre que, malgré des imbrications transfrontalières, les frontières nationales jouent un rôle important dans les processus de projection et d'appropriation identitaires des habitants de la Grande Région SaarLorLux, mais pas nécessairement en tant que catégories rigides.
La coopération transfrontalière comme formation de pratiques: perspectives pour une approche de recherche alternativein Dziub (Ed.) Le Transfrontalier. Pratiques et représentations (2020)
In order to achieve our objective, we will first provide an overview of the development of cooperation research, its characterizing orientations and establish a link to the topic of this contribution (chapter 2). The following presentation of practice theories introduces praxeo-logical thinking and provides a condensed outline of the state of the art of this cultural soci-ological theory (chapter 3). Building on this, we will develop our idea of a cross-border practice formation that breaks with the premises of traditional cooperation research, and we provide an alternative perspectivation by outlining four challenges of CBC (chapter 4). In consideration of some research-practical particularities which are linked to the suggested analytical perspective, we eventually offer (chapter 5) an outlook on the development of an alternative research approach which is compatible within a multidisciplinary context.
Borders and border experiencesin Wille, Christian; Nienaber, Birte (Eds.) Border Experiences in Europe. Everyday Life - Working Life - Communication - Languages (2020)
The idea of a “Europe without borders” has been contested for the last decade and is increasingly overshadowed by rebordering phenomena. This development has sparked debates within border studies on how borders should be thought of and investigated. The introductory article deals with this and reconstructs the formation and differentiation of the bordering approach. Furthermore, the concept of border experiences is determined as an investigative perspective that is interested in everyday cultural arenas of bordering processes. It puts the agency of ‘border(lands) residents’ in the center and provides insights into everyday cultural border (re)productions.With this in mind, we will present the book articles in the final section.
Cross-Border Cooperation in Europe: A relational perspectivein European Planning Studies (2020), 28(1), 1-7
Cross-border cooperation, border regions, soft spaces? This special issue approaches cross-border informal planning processes in cross-border regions by analysing them from a perspective that combines networks, governance and territorialization. Such a relational perspective will be developed by papers which deal with a variety of European cross-border regions and empirical evidence related to the nexus of networks, governance and territorialization.
Cross-border cooperation in Europe: Networks, Governance, Territorialisationin European Planning Studies (2020), 28(1), 119
Cross-border cooperation, border regions, soft spaces? This special issue approaches cross-border informal planning processes in cross-border regions by analysing them from a perspective that combines networks, governance and territorialization. Such a relational perspective will be developed by papers which deal with a variety of European cross-border regions and empirical evidence related to the nexus of networks, governance and territorialization.
Border Experiences in Europe. Everyday Life - Working Life - Communication - LanguagesBook published by Nomos (2020)
For a decade now, borders in Europe have been back on the political agenda. Border research has responded and is breaking new ground in thinking about and exploring borders. This book follows this development and strengthens a perspective that is interested in life realities and that focuses on everyday cultural experiences of borders. The authors reconstruct such experiences in the context of different forms of migration and mobility as well as language contact situations and are sensitive to the freedom of the participants. In this way, they empirically identify everyday cultural usage or appropriation strategies of borders as vastly different experiences of borders. The readers of this volume will gain insights into current developments in border research and life realities in Europe where borders are (made) relevant. With contributions by Christian Wille, Birte Nienaber, Carsten Yndigegn, Isabelle Pigeron-Piroth, Rachid Belkacem, Ursula Roos, Elisabeth Boesen, Ariela House, Ignacy Jóźwiak, Corinne Martin, Erika Kalocsányiová, Xosé-Afonso Álvarez, Konstanze Jungbluth, Florian Dost, Nicole Richter, Dominik Gerst.
Migration and Urbanity in Rural Areas. Developments in the German-Luxembourg Border Regionin Weber, Florian; Wille, Christian; Caesar, Beate; Hollstegge, Julian (Eds.) Geographien der Grenzen. Räume – Ordnungen – Verflechtungen (2020)
Studies on the connection between migration and urbanity are usually concerned with conditions and developments in cities. The presence of ‘urbanity’ in rural space is the topic of the present contribution. It will be discussed using the example of residential migration in the Greater Region SaarLorLux. The massive influx of residential migrants from Luxembourg into the border regions of the neighbouring countries is a relatively recent phenomenon, the main cause of which lies in the developments in the real-estate market in the Grand Duchy of Luxembourg. This phenomenon is of special interest for the topic of migration in rural areas in two regards: because of the important demographic changes produced by the residential migrants in individual border villages and because of the complex composition of the group of residential migrants, which is extremely differentiated regarding the dimension rural – urban. Central to the article is the question, whether urban attitudes and practices become visible in German border villages, and, if so, how the migratory movement from Luxembourg influences this ‘rural urbanity’. Furthermore, taking the everyday practices of the residential migrants as starting point, it asks in how far the dichotomy urbanity - rurality presents a conceptual approach for the examination of individual and structural integration processes.
Grenzgeographien der COVID-19-Pandemiein Weber, Florian; Wille, Christian; Caesar, Beate; Hollstegge, Julian (Eds.) Geographien der Grenze. Räume – Ordnungen – Verflechtungen (2020)
Als im Dezember 2019 erstmalig von einem neuartigen Coronavirus in China berichtet wurde, war noch nicht absehbar, in welch kurzer Zeit und wie rasant ,COVID-19‘ globale Auswirkungen entfalten würde. Im Januar 2020 wurde Wuhan, die Hauptstadt von Hubei, unter Quarantäne gestellt und nur zwei Monate später hatte sich das Virus in Mitteleuropa ausgebreitet, gefolgt von einer steigenden Infektionswelle unter anderem in den USA. Damit verbunden erodierten vermeintliche Gewissheiten: Bewegungsfreiheiten wurden eingeschränkt, Einreisebeschränkungen verhängt und paradoxerweise genau 25 Jahre nach dem Inkrafttreten des Schengener Abkommens auch viele EU-Binnengrenzen geschlossen. Der Beitrag fokussiert diese Grenzschließungen, beschäftigt sich aber auch mit sozialen Grenzziehungen im Zuge der Pandemie. Die betrachteten ,Grenzgeographien‘ reichen damit von der Subjektebene bis zur globalen Ebene und werden mit den eingeführten Sicherheitsmaßnahmen, eingesetzten (Ver-)Ordnungen, politischen Renationalisierungsreflexen und zivilgesellschaftlichen Widerständen in Zusammenhang gebracht. Der Beitrag endet mit einem Ausblick auf einige weiterführende Themen- und Fragestellungen aus Sicht der Border Studies mit und nach der COVID-19-Pandemie.
Flucht – Grenze – Integration / Fuga – Confine – Integrazione. Beiträge zum Phänomen der Deplatzierung / Contributi al fenomeno dello spostamentoBook published by transcript (2020)
Wo und wie ereignen sich Grenzen? Inwiefern werden Migrant*innen zu Teilnehmer*innen von Regulierungspraktiken instrumentalisiert und in welcher Form werden damit auch Fragen der Integration berührt? Unter diesen Aspekten setzen sich die Beiträger*innen dieses italienisch- und deutschsprachigen Bandes mit dem Verhältnis von Flucht, Grenze und Integration in literatur- und kulturwissenschaftlicher sowie räumlich-geographischer Perspektive auseinander. Ziel ist es, die Momente von Flucht, Grenze und Integration in ein produktives Spannungsverhältnis zu bringen und als eine von Phänomenen der Deplatzierung zusammengehaltene Trias zu diskutieren.
Bordering in Pandemic Times. Insights into the COVID-19 Lockdownin Borders in Perspective (2020), 4
In the course of the COVID-19 pandemic, borders have become relevant (again) in political action and in people's everyday lives within a very short time. This was especially true for the inhabitants of border regions, whose cross-border life worlds were suddenly irritated by closed borders and police controls. However, the COVID-19 pandemic also led to an increased evidence of social, cultural, eco-nomic, health and mobility boundaries beyond national borders. The authors of this new issue of “UniGR-CBS Borders in Perspective” shed light on these dynamics from the perspective of territorial borders, social boundaries and (dis)continuities in border regions through a variety of thematic and spatial approaches. Their critical observations and scientific comments were made during the lockdown in April and May 2020 and provide insights into the events during the global pandemic.
Cross-border everyday lives on the Luxembourg border? An empirical approach: the example of cross-border commuters and residential migrantsin Wille, Christian; Nienaber, Birte (Eds.) Border Experiences in Europe. Everyday Life - Working Life - Communication - Languages (2020)
Luxembourg is characterized by phenomena of mobility that includecross-border commuters and residential migrants. While both groups havebeen mainly examined from a socioeconomic perspective, this paperadopts a sociocultural approach. We will focus on the question of the ex-tent to which cross-border mobility in everyday life promotes cross-borderlifeworlds. This will involve examining people’s social contacts at theirplace of work and/or place of residence as well as the spatial organizationof practices of the everyday life of both groups. The paper gives insights in-to everyday lives at the EU’s internal borders, whose organization into na-tion states is subordinate and at the same time constitutive.
Analysing border geographies in times of COVID-19in Mein, Georg; Pause, Johannes (Eds.) Self and Society in the Corona Crisis. Perspectives from the Humanities and Social Sciences (2020)
When a new type of coronavirus was first reported in China in December 2019, it was not yet clear how rapidly and in what a short time frame COVID-19 would affect the entire world. In January 2020, Wuhan, the capital of Hubei, was quarantined and just two months later, the virus had spread to Central Europe; a subsequent wave of infections followed in many places, including the United States. As a result, presumed certainties began to erode: freedom of movement was restricted, entry restrictions were imposed and, paradoxically, precisely 25 years after the Schengen Agreement came into force, many EU internal borders were closed. This article focuses on these border closings, but also deals with drawing social boundaries in the wake of the pandemic. Thus, the border geographies examined range from the subject level to the global level and will be put into context with the security measures that have been introduced, the orderings and ordinances used, political re-nationalization reflexes and civil society resistance. The article ends with an outlook of some additional topics and questions from the perspective of Border Studies with and after the COVID-19 pandemic.
Vorwort / Prefazionin Heimböckel, Dieter; Roelens; Wille, Christian (Eds.) Flucht – Grenze – Integration / Fuga – Confine – Integrazione. Beiträge zum Phänomen der Deplatzierung / Contributi al fenomeno dello spostamento (2020)
Entwicklungslinien der Border Studies und Zugänge zu Geographien der Grenzenin Weber, Florian; Wille, Christian; Caesar, Beate; Hollstegge, Julian (Eds.) Geographien der Grenzen. Räume – Ordnungen – Verflechtungen (2020)
Die Border Studies haben seit den 1990er Jahren einen tiefgreifenden Wandel durchlaufen, der die Beschäftigung mit Grenz(ziehung)en als unhinterfragte Gegebenheiten relativiert hat. Die Neuorientierung stützt sich auf konstruktivistische Zugänge und fragt nach den Prozessen der Einsetzung, Relativierung, Verschiebung oder Überwindung von Grenzen. Diesem Verständnis von Grenzen als politische, soziale, kulturelle, mentale Produktionen folgt dieser Sammelband und diskutiert den Zusammenhang von Räumen, Ordnungen und Verflechtungen. Die Herausgeber*innen führen in diesem Beitrag grundlegend in das Themenfeld ein und geben einen Überblick über die Beiträge des Bandes. Die Autor*innen aus den Raum-, Sozial- und Kulturwissenschaften wählen unterschiedliche Zugänge zu Grenzen und analysieren ihre (Re-)Produktionsprozesse als ‚Geographien der Grenzen‘. Dabei rücken sie auch andere als nationalstaatliche Grenzen in den Blick, wie zum Beispiel stadtlandhybride Differenzierungen. So wird in diesem Band aus verschiedenen theoretischen und thematischen Blickwinkeln der Frage nachgegangen, wie und welche ,Geographien der Grenzen‘ sich im Zusammenspiel von unterschiedlichen Destabilisierungen und (Re-)Stabilisierungen von Grenzen (re)konstruieren lassen.
Geographien der Grenzen. Räume – Ordnungen – VerflechtungenBook published by VS Verlag (2020)
Border research has undergone profound changes in the last few decades, which has changed the study of national borders as unchallenged phenomena. This reorientation is based on constructivist approaches and queries the processes of establishing, relativising, shifting or overcoming borders. It was based on this conception of borders as social constructions that in 2019 Florian Weber (Saarland University), Christian Wille (University of Luxembourg), Beate Caesar (TU Kaiserslautern) and Julian Hollstegge (University of Bayreuth) launched their book project "Geographien der Grenzen" (Geographies of Borders). The anthology, which was published in 2020 discusses the connection between spaces, orders and interdependencies. The authors from the spatial, social sciences and cultural studies choose different approaches to borders and analyze their (re)production processes as “geographies of borders”. By doing so, they also focus on borders other than nation-state borders, such as city-country hybrid differentiations. The volume therefore examines from various theoretical and thematic perspectives the question of how and which “geographies of border” can be (re)constructed in the interplay of various destabilizations and (re)stabilizations of borders. Contents • Entwicklungslinien der Border Studies und Zugänge zu Geographien der Grenzen (Weber, Florian / Wille, Christian / Caesar, Beate / Hollstegge, Julian) • Räumliche Identifikationen und Identifizierungen in Grenzregionen. Das Beispiel der Großregion SaarLorLux (Wille, Christian) • Zur Rolle von Strukturen und Kontingenz – das Beispiel des grenzüberschreitenden Pendelns im Alpenraum (Heugel, Anna / Chilla, Tobias) • Energy Borderlands – eine Analyse medialer Aushandlungsprozesse um das Kernkraftwerk Cattenom in der Großregion SaarLorLux (Biemann, Juli / Weber, Florian) • Planungskulturelle Vielfalt in Grenzräumen – Theoretische und methodische Ansätze zur grenzüberschreitenden Raumplanung (Caesar, Beate / Evrard, Estelle) • Die Entwicklung grenzüberschreitender Berufsausbildung im Spannungsfeld unterschiedlicher Dimensionen von Distanz – das Beispiel der Großregion (Dörrenbächer, H. Peter) • Zur Konstitution multipler Borderlands im Zuge der Frankreichstrategie des Saarlandes (Crossey, Nora / Weber, Florian) • Re-Figuration von Grenzen und Ordnungen im sozialen Raum. Konzeptualisierung eines Analysemodells partizipativer Governance in EU-Grenzregionen (Ulrich, Peter) • Grenzgeographien der COVID-19-Pandemie (Weber, Florian / Wille, Christian) • (Un-)Ordnungen der Kontrolle. Politische Auseinandersetzungen um das Asylsystem der Europäischen Union nach der Krise des Grenzregimes 2015 (Niebauer, David) • Mehr-als-menschliche Grenzen: Die Neuverhandlung des europäischen Grenzregimes im Kontext der Afrikanischen Schweinepest (Fleischmann, Larissa) • In Beton gegossene Grenzen: Wie Mauern als Instrumente der Macht die Realität des Raums verändern (Engelhardt, Marc) • Counter-Mapping Corporeal Borderlands: Border Imaginaries in the Americas (Fellner, Astrid M.) • Sehnsuchtsräume und Beheimatungsstrategien jamaikanischer Frauen in Montreal (Johnson, Lisa Katharina) • Migration and Urbanity in Rural Areas. Developments in the German-Luxembourg Border Region (Boesen, Elisabeth / Schnuer, Gregor / Wille, Christian) • The city’s internal boundaries in the light of socio-territorial realities (Stébé, Jean-Marc / Marchal, Hervé) • Hybrid Urban Borderlands (Roßmeier, Albert) • Postmoderne Siedlungsentwicklungen in Baton Rouge, Louisiana: Stadtlandhybridität und Raumpastiches zwischen Begrenzungen und Entgrenzungen (Kühne, Olaf / Jenal, Corrina / Koegst, Lara)
Bordertextures – vers une approche transdisciplinaire des frontières. Un rapport d’atelierin Hamez, Grégory; Defays, Jean-Marc (Eds.) Réalités, perceptions et représentations des frontières. L’espace transfrontalier de la Grande Région Sarre-Lor-Lux (2020)
La présente contribution est conçue sous forme d'un rapport d'atelier et donne un premier aperçu concernant le développement d'une approche des phénomènes de frontières et d'espaces frontaliers sur la base des études culturelles. Cette approche tente d'être plus large que celle correspondant aux perspectives jusqu'à présent préconisées par les sciences sociales et appréhende les phénomènes des frontières et des espaces frontaliers en tant qu'entités composées de différentes pratiques et différents discours faisant référence aux frontières et aux différences. Ces entités comprises au sens de bordertextures sont exemplairement illustrées à travers des phénomènes concernant la frontière entre les États-Unis et le Mexique, la frontière franco-allemande et l'Irlande du Nord et elles sont déclinées en différentes dimensions d'analyse. Parmi ces dernières, la corporéalité, la spatialité et la matérialité figurent parmi les approches heuristiques des bordertextures que la présente contribution aborde à titre d'exemples. L'approche relativise la perspective largement répandue correspondant à une conception territoriale de la frontière pour élargir la palette des perspectives analytiques et celles des domaines analysés au sein des Border Studies.
Grenzraum versus Raum der Grenze. Eine theoretisch-konzeptionelle PerspektivweitungPresentation (2019, September)
Les travailleurs frontaliers au Luxembourg et en Suisse : Emploi, Quotidien et Perceptionsin Borders in Perspective (2019), 2
Petits pays ayant d’importants besoins de main-d’œuvre, le Luxembourg et la Suisse attirent tous deux un grand nombre de travailleurs frontaliers. C’est dans une perspective comparative que les 19 auteurs impliqués dans ce Cahier Thématique analysent la situation des travailleurs frontaliers dans les principaux pôles d’emploi transfrontaliers (Luxembourg, Bâle, Genève), mais également au Tessin. En tenant compte des éléments contextuels et méthodologiques, géographes, économistes, sociologues et politologues se focalisent sur les questions d’emploi, le quotidien transfrontalier et les perceptions des frontaliers par la société. Cette approche collective et pluridisciplinaire est résumée par les éditeurs en identifiant des enjeux communs pour le Luxembourg et la Suisse.
Déchiffrer le phénomène des travailleurs transfrontaliers en SuisseE-print/Working paper (2019)
Cross-border workers form a little-known but numerous population in Switzerland. Beyond clichés, this contribution brings together the main characteristics of this population based on official statistics and the latest research. The introduction of the Freedom of Movement Agreement did not change the growth trend of the population that remains to live and work in proximity of the border, mostly in France and near-Switzerland agglomerations. Conversely, the occupational areas and levels have diversified. Generally, cross-border workers have no negative influence on the labour market, except on salary level in some economic sectors in Ticino. The initiation of the “priority to Swiss residents” will not change the situation, which relates above all to the economic evolution.
Doing Border Research: Entwicklungen und Herausforderungen der Grenz(raum)forschungPresentation (2019, January)
Beyond the bordering perspective: Rezente Entwicklungen in den Border StudiesPresentation (2019, January)
Die Border Studies sind ein aufstrebendes Arbeitsfeld und erfassen zunehmend mehr Disziplinen. Dabei hat sich eine Untersuchungsperspektive durchgesetzt, die sich an den Akten der Hervorbringung von Grenzen und Grenzräumen orientiert und als practice shift bezeichnet werden kann. Sie ist allerdings in die Kritik geraten und erfährt in jüngster Zeit eine dynamische Weiterentwicklung. Sie gründet auf dem Anliegen border(ing) practices weitgreifender zu erfassen und ihrer Vielschichtigkeit gerecht zu werden. Der Vortrag greift diese Entwicklung auf, beleuchtet zentrale Prämissen und Ansätze und skizziert die Umrisse eines sich vollziehenden complexity shift in den Border Studies. Vor diesem Hintergrund wird abschließend die Rolle der disziplinenübergreifenden Zusammenarbeit in der zukünftigen Grenz(raum)forschung thematisiert.
Les pratiques du quotidien transfrontalières dans la Grande Région SaarLorLuxE-print/Working paper (2019)
This paper analyses everyday practices carried out by the residents of the Saarland, Lorraine, Luxembourg, Rhineland-Palatinate and Wallonia in the neighbouring regions abroad. The key assumption is the consider-ation that the inhabitants of the Greater Region SaarLorLux define the transborder reality of life of this region through their cross-border performance of everyday practices. Such a socio-constructivist perspective is not interested in what the Greater Region SaarLorLux actually is, but in what ways it is constituted or how it manifests itself in the daily lives of its inhabitants. Therefor the most common cross-border everyday prac-tices, such as shopping for everyday needs, leisure-time shopping, outdoor recreation / tourism, cultural events, as well as visiting friends and family are looked at in greater detail. These observations are based on selected findings from three recent empirical studies of the study region, which have been linked to each other as well as socio-culturally and socioeconomically mapped in order to carve out the spatial organiza-tion, the motives and other contextual factors of cross-border everyday practices in the Greater Region SaarLorLux. This approach allows reconstructing mobility flows and spatial emphases in the context of everyday practices and gives insights into the nature of cross-border living realities in the Greater Region SaarLorLux.
Le travail frontalier dans une optique comparative : Contextes et enjeuxin Borders in Perspective (2019), (2), 9-11
Le travail frontalier au Luxembourg et en Suisse : Similitudes, différences et défis communsin Borders in Perspective (2019), (2), 163-165
Cross-border cooperation as practice formation. Perspectives for an alternative research approachin Beck, Joachim (Ed.) Transdisciplinary discourses on cross-border cooperation in Europe (2019)
The paper presents a practice-sociological approach to the description and analysis of cross-border cooperation. For this purpose, the development of cooperation research, its characteristic orientations as well as the fundamentals of practical theoretical thinking will be outlined. Based on this, the heuristic figure of thought of cross-border practice formation is developed, which breaks with the premises of conventional cooperation research. It will be further differentiated on the basis of four challenges of cross-border cooperation, in order to arrive at an alternative perspective on cross-border cooperation. The following is an outlook, which deals with the research-specific features of the approach presented, with a view to a future practice-sociological and multidisciplinary cooperation research.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit als Praxisformation. Perspektiven für eine alternative KooperationsforschungE-print/Working paper (2019)
The paper presents a practice-sociological approach to the description and analysis of cross-border cooperation. For this purpose, the development of cooperation research, its characteristic orientations as well as the fundamentals of practical theoretical thinking will be outlined. Based on this, the heuristic figure of thought of cross-border practice formation is developed, which breaks with the premises of conventional cooperation research. It will be further differentiated on the basis of four challenges of cross-border cooperation, in order to arrive at an alternative perspective on cross-border cooperation. The following is an outlook, which deals with the research-specific features of the approach presented, with a view to a future practice-sociological and multidisciplinary cooperation research.
Bordertexturen. Eine multidisziplinäre Annäherung an Border ComplexitiesPresentation (2018, November 30)
Studying BordersArticle for general public (2018)
Die Border Studies durchlaufen auch in der Großregion eine spürbare Institutionalisierung. Allerdings hier mit der Besonderheit, dass Fragen der Grenze und die damit verbundenen Phänomene nicht nur untersucht und gelehrt werden, sondern dass dies selbst grenzüberschreitend stattfindet. Hier haben sich Grenzforscher_innen der Universitäten des Saarlandes, Kaiserslautern, Trier, Lothringen, Luxemburg und Lüttich im Jahr 2014 unter dem Dach der Universität Großregion (UniGR) zusammengeschlossen. Mit dem grenzüberschreitenden Netzwerk „UniGR-Center for Border Studies“ haben sie sich eine Plattform gegeben, um Grenzforschungen enger abzustimmen, an die internationale Fachdebatte besser anzuschließen und Erkenntnisse der Grenzforschung in die universitäre Lehre zu tragen. Grenzforschung, wie sie sich aktuell in der Großregion formiert und künftig entwickeln wird, ist hier an die Erfahrung der Grenze geknüpft und bleibt ein kollektives Unterfangen der UniGR-Grenzforscher_innen.
Situative Interdisciplinarity: Empirical Reflections on Ten Years of Cross-Disciplinary Researchin Academic Journal of Interdisciplinary Studies (2018), 7(3), 9-34
Given the current call for interdisciplinarity, we reflect on pragmatic methodological implementations of collaborative research – by drawing on empirical evidence from two large-scale cross-disciplinary research projects and by theoretically framing them in trilingual contexts (German, French, and English). These are two major innovations compared to the existing body of literature in this domain. Our empirical analysis shows that multi-, inter- or trans-disciplinary collaboration is an oscillating process along a spectrum of cross-disciplinarity – spanning additive, converging and synthesizing work patterns, i.e. multi-, inter-, and transdisciplinarity. Such an umbrella-term avoids the common amalgamation of ‘interdisciplinarity’ as the overarching category (cross-disciplinarity of whatever form) and one of the relevant subcategories (the specific work form that a research team chooses). Concretely, if the majority of methods are developed through communal negotiation processes, then a truly interdisciplinary analysis of research results can only be guaranteed through recursive self-reflexive loops. Initial research questions may still be additive and interactions can oscillate during the project process between addition und tentative convergence. We label this process situative interdisciplinarity. Multi-, inter- and transdisciplinarity are thus subsumed as a processual entity: flexible, possibly hybrid subforms of cross-disciplinarity. It needs constant reactivation, framing, timing and mediation by project managers. The major challenge lies in the collaborative transfer of concepts, theories, methods and research subjects. This transfer requires translation, explication and transposition of the various disciplinary ‘languages’ and can only be converged in an open-minded, team-oriented and reflexive work environment.
Für ein ‘anderes’ Verständnis von Grenze: Erfordernisse und Entwicklungen in den Border Studies. EinführungsvortragPresentation (2018, October)
Die Tagungsreihe zum Phänomen der Deplatzierung (2017-2019) fokussiert auf aktuelle Entwicklungen im Schnittfeld von Flucht, Grenze und Integration. Im Jahr 2018 stehen der Begriff der Grenze und seine Bezüge zu Migrationsphänomenen im Zentrum. Dafür leitend ist das Verhältnis von Grenze und Flucht und vor diesem Hintergrund die Frage, wie Grenzen im Spiegel von aktuellen Entwicklungen gedacht werden können und müssen. Damit ist es Ziel der Tagung, das Konzept der Grenze sowie Migrationsphänomene in Verbindung zu bringen und ein zeitgemäßes Verständnis von ‚Grenze‘ zu entwickeln. Dafür leitend ist die Auffassung, dass Migration konstitutiv ist für Grenzen, die wiederum als Praktiken der Regulierung – und damit als Prozesse – gedacht werden und mit Phänomenen der Flucht in Beziehung stehen. Das bedeutet, ein ‚anderes’ Verständnis von Grenze muss es leisten, diese jenseits territorialer Markierungen zu denken und als Regulierungspraxis an unterschiedlichen Orten sichtbar zu machen. Dies führt zu der Frage, wo und wie sich Grenzen ‚ereignen‘ und zu der Einsicht, dass Grenze nicht resultieren aus dem vereinfacht gedachten Zusammenspiel von staatlicher Regulierungspraxis einerseits und migrancy andererseits. Vielmehr geht es darum, solche performativen Prozesse in ihrer Vielschichtigkeit in den analytischen Blick zu bekommen und kritisch zu untersuchen. Der Einführungsvortrag greift diese Erfordernisse auf und versucht theoretisch-konzeptuelle Antworten in den Border Studies zu finden. Dieses aufstrebende Arbeitsfeld der Sozial- und Kulturwissenschaften ist spätestens seit der Jahrtausendwende von einem Zuwachs der beteiligten Disziplinen, einer Gleichzeitigkeit der praktizierten Paradigmen und von einer fortschreitenden Binnendifferenzierung gekennzeichnet. Daran knüpft der Vortrag an und macht rezente Entwicklungen der kulturwissenschaftlichen Border Studies (Cultural Border Studies) für das Thema der Tagung produktiv.
Complexity Shift: Der Ansatz der BordertexturenPresentation (2018)
Die Border Studies sind ein aufstrebendes Arbeitsfeld und erfassen zunehmend mehr Disziplinen der Sozial- und Kulturwissenschaften. Dabei hat sich zunächst die Einsicht durchgesetzt, dass Grenz(raum)phänomene über ihre Produktionsprozesse, also über die Akte ihrer Hervorbringung, erschließbar werden. Diese als practice shift markierte Wende erfährt in jüngster Zeit eine dynamische Weiterentwicklung, die als complexity shift bezeichnet werden kann. Sie besteht in dem Versuch border(ing) practices weitgreifender zu erfassen und damit ihrer Vielschichtigkeit gerecht zu werden. Der konzeptionell orientierte Vortrag knüpft daran an und entwickelt den noch jungen Ansatz der Bordertextur. Als Heuristik bezeichnet er Komplexe aus Praktiken und Diskursen, die sich auf Grenzen und Differenzen beziehen und/oder diese hervorbringen. Der Ansatz baut auf dem Texturbegriff auf und will a) das ‚soziale Gewebe‘ (von Diskursen und Praktiken) mit seinen kulturellen Webmustern, b) die ‚soziomaterielle Beschaffenheit‘ (von Grenzen und Differenzen) mit den dafür verwebten Fäden im Sinne gesellschaftlicher Bezugspunkte sowie c) die ‚Elastizität‘ als Veränderbarkeit (von Grenzen und Differenzen) der kulturwissenschaftlichen Analyse zugänglich machen. Diese Auffächerung und zugleich umfassende Annäherung lässt sich auf verschiedene Grenz(raum)phänomene beziehen und kann aus unterschiedlichen disziplinären Blickwinkeln realisiert werden. Der Vortrag verzichtet auf ein empirisches Fallbeispiel und zeigt exemplarisch, wie Grenz(raum)phänomene analytisch als Bordertexturen gefasst und im multidisziplinären Zugriff untersucht werden können.
Grenzüberschreitende Lebenswelten an der luxemburgischen Grenze? Eine empirische Annäherung am Beispiel von Grenzpendlern und Wohnmigrantenin Pallagst, Karina; Hartz, Eva; Caesar (Eds.) Border Futures – Zukunft Grenze – Avenir Frontière. Zukunftsfähigkeit grenzüberschreitender Zusammenarbeit (2018)
Luxembourg is characterized in a remarkable manner by mobility phenomena, com-posed by cross-border workers as well as residential migrants. While the predominant analyses of both these groups take mainly into consideration socio-economical as-pects, this article takes a socio-cultural perspective. Therefore, we will concentrate on the following question: to what extent does cross-border mobility in everyday life promote the development of cross-border lifeworlds at the Luxembourgish border? Thus, the development of social contacts at the workplace and/or place of residence as well as the spatial organisation of practices of everyday life of cross-border workers and residential migrants will be examined. Based on quantitative and qualitative find-ings from different studies, both aspects referring to the analysed groups will be dis-cussed and related to each other. This paper gives insights into lifeworlds at European internal frontiers, for which national state formations are subordinate and at the same time constitutive.
La coopération comme « formation transfrontalière de pratiques ». Une perspective d’analyse praxéologiquePresentation (2018)
Les développements sociétaux récents ont remis la question de la frontière sur l'agenda scientifique. Dans un contexte de montée du populisme, de BREXIT ou de mouvements migratoires, différentes disciplines activent des concepts nouveaux ou déjà éprouvés pour saisir les réalités contemporaines et pour repenser le projet européen, respectivement les frontières nationales. A cet effet, de plus en plus d’approches constructivistes prévalent, décentralisant le regard analytique de la frontière nationale en tant qu'objet ontologique aux processus de démarcation et de différenciation. Le décentrement méthodologique de la frontière en faveur des réalités sociétales de frontiérisation (bordering) a été reçu de manière productive au sein des border studies et s’est établi comme tournant praxéologique (practice turn). Ce développement n’a pas encore trouvé d’écho significatif au sein de la recherche sur la coopération transfrontalière. C’est pourquoi la présente communication propose d’analyser la coopération transfrontalière dans une perspective praxéologique. Celle-ci ne se limite pas à des systèmes ou structures, des frontières territoriales ou des normativités d’action en tant que facteurs explicatifs des dynamiques de la coopération transfrontalière ; au contraire, elle est centrée sur les réalités immédiates et contingentes de la coopération. La coopération sera donc conçue comme une « formation transfrontalière de pratiques », c.-à-d. comme un ensemble complexe de pratiques politiques et administratives interdépendantes dépassant une frontière nationale. De telles formations ne représentent pas des entités uniquement formées ; elles sont plutôt dynamiques et à caractère relationnel puisqu’elles sont constamment actualisées et en conséquence re/produites. Ces processus sociaux de mise à jour constituent les réalités de la coopération sur lesquelles porte l'intérêt d’une analyse praxéologique. Cette dernière ne construit donc pas la coopération transfrontalière comme un « objet entre-deux » situé entre différents systèmes politiques et administratifs. Il s’agit plutôt de développer une approche centrée sur les pratiques qui attribue à la coopération une identité propre. Pour ce faire, la présente communication, axée sur des questions théoriques, (1) donne un aperçu des hypothèses praxéologiques ; (2) présente ensuite la notion de « formation transfrontalière de pratiques » et (3) développe sur base de l'exemple des défis de coopération une perspective praxéologique sur la coopération transfrontalière. Enfin, (4) cette communication présentera quelques-unes des particularités méthodologiques liées à la perspective d’analyse proposée. La présente communication propose de sensibiliser à de nouvelles modalités d’analyse et de questionner les prémisses implicites de la recherche traditionnelle sur la coopération. En outre, la présente communication veut soumettre au débat une approche de connexions multidisciplinaires qui s’inscrit dans les développements récents au sein des border studies.
Bordertexturen als transdisziplinärer Ansatz zur Untersuchung von Grenzen. Ein Werkstattberichtin Berliner Debatte Initial (2018), (1), 73-83
Der Beitrag versteht sich als Werkstattbericht und gibt erste Einblicke in die Entwicklung eines kulturwissenschaftlich orientierten Ansatz‘ zur Untersuchung von Grenz(raum)phänomenen. Dieser versucht weitgreifender zu sein als etablierte sozialwissenschaftliche Perspektiven und fasst Grenz(raum)phänomene als auf Grenzen und Differenzen bezogene Gefüge aus unterschiedlichen Praktiken und Diskursen. Die als Bordertexturen verstandenen Gefüge werden anhand von Fallbeispielen an der U.S.-Mexikanischen Grenze, der deutsch-französischen Grenze und in Nordirland illustriert und in verschiedene Analysedimensionen aufgeschlüsselt. Dazu zählen Korporealität, Räumlichkeit und Materialität als in diesem Beitrag exemplarisch aufgezeigte heuristische Zugänge zu Bordertexturen. Der Ansatz relativiert die verbreitete territoriale Perspektive auf Grenze und erweitert das Spektrum der Analyseperspektiven und Gegenstandsbereiche in den Border Studies.
Gesellschaftlicher Wandel als Re-Formierung sozialer Praxis: Analytische ZugängeScientific Conference (2017, October)
In Abgrenzung zu herkömmlichen Beschreibungen von gesellschaftlichen Verhältnissen entwerfen Praxistheorien eine Vision von Sozietät, die performativ angelegt ist, Materialität und Körperlichkeit betont und Formen des Wandels integriert. Allerdings geben die Praxistheorien (zunächst) keine modellhaften Erklärungen für gesellschaftliche Verhältnisse oder verweisen (offenkundig) auf Stellschrauben für die Steuerung des Sozialen. Im Sinne einer dynamischen Heuristik bieten sie vielmehr vielfältige und miteinander verknüpfte Beschreibungs- und Analysekategorien, treffen Aussagen über (angenommene) Zusammenhänge und versuchen die Heterogenität und Widersprüchlichkeit des Sozialen als Vollzugswirklichkeiten zu greifen. Der Vortrag setzt an dieser Stelle an und will die Chancen und Grenzen einer praxistheoretischen Reformulierung und Untersuchung von gesellschaftlichen Verhältnissen unter dem Aspekt von Wandel umreißen. Dafür wird besonders auf den flexiven Charakter von sozialen Praktiken eingegangen (In/Stabilität), das Moment der Praxislogik entwickelt (Wissen) und gefragt, inwiefern Praxistheorien eine diachrone Perspektive vorsehen (Rekonfiguration). Letztere erscheint unverzichtbar für die Thematisierung von Wandel und soll helfen praxistheoretisch orientierte Ansatzpunkte seiner Untersuchung zu identifizieren. Der Vortrag verzichtet auf empirische Beispiele, überträgt die Überlegungen allerdings auf Fragen des Forschungsprozesses.
Grenzüberschreitende Alltagspraktikenin Pauly, Michel; Helfer, Malte (Eds.) GR-Atlas. Digitaler und multidisziplinärer Atlas für Luxemburg und die Großregion (2017)
In diesem Beitrag werden Alltagspraktiken untersucht, die von den Einwohnern des Saarlandes, Lothringens, Luxemburgs, von Rheinland-Pfalz und Wallonien in angrenzenden Regionen im Ausland ausgeführt werden. Dafür leitend ist die Überlegung, dass sich die Großregion SaarLorLux anhand der grenzüberschreitenden Ausführungen von Alltagspraktiken ihrer Bewohner als grenzüberschreitende Lebenswirklichkeit bestimmen lässt. In einer solchen sozialkonstruktivistischen Perspektive wird nicht danach gefragt, was die Großregion SaarLorLux ist, sondern auf welche Weisen sie konstituiert wird bzw. wie sie sich im Alltag ihrer Bewohner manifestiert. Dafür werden die am häufigsten grenzüberschreitend ausgeführten Alltagspraktiken näher betrachtet, zu denen das Einkaufen für den täglichen Bedarf, das freizeitorientierte Shoppen, das Erholen im Grünen/Tourismus, das Besuchen von kulturellen Veranstaltungen sowie das Besuchen von Freunden und Familienmitgliedern zählen. Die Betrachtungen basieren auf drei rezenten empirischen Studien im Untersuchungsraum und daraus ausgewählten Befunden, die zueinander in Beziehung gesetzt sowie soziokulturell und sozioökonomisch eingeordnet werden mit dem Ziel, die räumliche Organisation, die Motive und andere Kontextfaktoren von grenzüberschreitenden Alltagspraktiken in der Großregion SaarLorLux herauszuarbeiten. Über dieses Vorgehen werden Mobilitätsströme und räumliche Schwerpunkte im Kontext von Alltagspraktiken rekonstruiert und Einblicke gegeben in die Beschaffenheit von grenzüberschreitenden Lebenswirklichkeiten in der Großregion SaarLorLux.
Les pratiques du quotidien transfrontalièresin Pauly, Michel; Helfer, Malte (Eds.) GR-Atlas – Digitaler und multidisziplinärer Atlas für Luxemburg und die Großregion (2017)
Cette contribution a pour objet les pratiques du quotidien transfrontalières qu'exercent les habitants de Sarre, de Lorraine, du Luxembourg, de Rhénanie-Palatinat et de Wallonie. La réflexion sur la possibilité de déterminer la Grande Région SaarLorLux comme réalité de vie quotidienne transfrontalière à l'aide des réalisations transfrontalières de pratiques quotidiennes, sera notre fil conducteur. Cela signifie que l'organisation spatiale de pratiques du quotidien qu'il s'agira de reconstruire dans ce qui suit et les flux migratoires en résultant entre les régions reflètent les réalités de vie quotidienne transfrontalières au sein de la Grande Région SaarLorLux. Dans ce but les pratiques transfrontalières exercées le plus fréquemment dans l'espace étudié sont considérées, notamment d'activités telles que faire les courses pour assurer les besoins quotidiens, faire du shopping lié aux loisirs, se détendre dans la nature/faire du tourisme, fréquenter des manifestations culturelles et rendre visite à des amis et à des membres de la famille. La collecte des résultats issus de trois analyses empiriques qui étudient les questions de culture au quotidien des habitants de la Grande Région SaarLorLux dans une approche transfrontalière permettra de réaliser le programme esquissé. Ces analyses extrairont des résultats partiels qui seront mis en relation entre eux et avec des chiffres clés socioéconomiques pour mettre en évidence l'organisation spatiale, les motifs et autres facteurs contextuels de pratiques du quotidien transfrontalières dans la Grande Région SaarLorLux. Il s'agit donc d'un vaste bilan de résultats d'analyses récentes qui donnent un aperçu sur l'existence et la constitution de réalités de vie quotidienne transfrontalières dans la Grande Région SaarLorLux.
Étudier les identités spatiales pour étudier la frontière. Une analyse pluridimensionnellein Perrin, Thomas; Considère, Sylvie (Eds.) Frontières et représentations sociales. Questions et perspectives méthodologiques (2017)
Cette contribution a pour objet d'analyser l'importance des frontières nationales pour les identités spatiales dans des régions transfrontalières. À cet effet, elle élaborera un modèle d'analyse pluridimensionnel permettant d'étudier les identités au sens de Doing Identiy et, à l'exemple de la Grande Région SaarLorLux, posera la question de savoir comment les habitants se représentent l'espace et organisent leur pratiques de vie quotidienne sur le plan spatial. Par ailleurs, l'analyse révèlera des projections spatiales dans le discours politique et montrera dans quelle mesure celles-ci constituent une base de processus identitaires. Cette contribution démontre que, malgré des imbrications transfrontalières, les frontières nationales jouent un rôle important dans les processus de projection et d'appropriation identitaires des habitants de la Grande Région SaarLorLux, mais pas nécessairement en tant que catégories rigides.
Die Figur des Grenzgängers. Vermeintliche Ordnungen in Frage gestelltArticle for general public (2017)
Das Thema der Grenzgänger ist populär – nicht nur in der Schweiz und in Luxemburg, wo zusammen fast eine halbe Millionen Menschen aus dem angrenzenden Ausland arbeiten. Auch andernorts sind sie sichtbar, denn als Grenzgänger gelten nicht nur grenzüberschreitende Arbeitnehmer. Als Denkfigur für Gegenwartsphänomene fungieren sie in den Kulturwissenschaften schon seit langer Zeit. Was aber macht einen Grenzgänger aus und welche Facetten hat der Begriff?
Räumliche Identifikationen und Identifizierungen in Grenzregionen. Das Beispiel der Großregion SaarLorLuxE-print/Working paper (2017)
In diesem Beitrag wird die Bedeutung von nationalen Grenzen für räumliche Identitäten in Grenzregionen analysiert. Dafür wird ein mehrdimensionales Analysemodell entwickelt und am Beispiel der Großregion SaarLorLux gefragt, wie die Einwohner den Raum repräsentieren und wie sie ihre alltagskulturellen Praktiken räumlich organisieren. Außerdem werden räumliche Projektionen im politischen Diskurs aufgedeckt und rekonstruiert, inwiefern diese eine Grundlage bilden für Identifizierungsprozesse. Der Beitrag zeigt, dass nationale Grenzen in den Identifikations- und Identifizierungsvorgängen der Einwohner der Großregion SaarLorLux trotz grenzüberschreitender Verflechtungen eine wichtige Rolle spielen, aber nicht zwangsläufig als starre Ordnungskategorien.
Integration und Zusammenhalt? Territoriale und soziale Dimensionen der Grenzgängerbeschäftigung in Luxemburg | Intégration et cohésion ? Dimensions territoriales et sociales de l‘emploi frontalier au LuxembourgPresentation (2017)
Steigende grenzüberschreitende Arbeitnehmermobilität wird häufig als fortschreitende Integration von benachbarten Grenzregionen und wachsenden sozialen Zusammenhalt über Grenzen hinweg bewertet. Der Vortrag hingegen vertritt die These, dass steigende Grenzgängermobilität vor allem auf regionalen Unterschieden und divergenten Entwicklungen beruht und soziale Kategorisierungen des Wir/die Anderen befördert. Dies wird am Beispiel der 160.000 Grenzgänger aus Frankreich, Belgien und Deutschland mit Arbeitsplatz in Luxemburg rekonstruiert, die dort knapp die Hälfte (44%) der Arbeitskräfte stellen. Die Betrachtungen erfolgen entlang von territorialen Unterschieden zwischen den Grenzregionen (z.B. rechtlicher, infrastruktureller, beschäftigungs- oder vergütungsbezogener Art) sowie der Wahrnehmung der Grenzgänger am Arbeitsort und stützen sich auf Analysen der amtlichen Statistik sowie einer eigenen empirischen Untersuchung. Der Vortrag zeigt, dass die Nicht-Integration von Grenzregionen als Voraussetzung für grenzüberschreitende Arbeitnehmermobilität und in diesem Zusammenhang soziale Abgrenzungsprozesse als Ergebnisse von grenzüberschreitender Arbeitnehmermobilität thematisiert werden können.
Grenzüberschreitende Alltagspraktiken in der Großregion SaarLorLuxE-print/Working paper (2017)
This paper examines everyday practices carried out by the inhabitants of Saarland, Lorraine, Luxembourg, Rhineland-Palatinate and Wallonia in neighbouring regions abroad. The key consideration here is that the Greater Region SaarLorLux can be defined as a cross-border reality of life based on the cross-border implementation of everyday practices of its inhabitants. In such a socio-constructivist perspective, it is not asked what the Greater Region SaarLorLux is, but in what ways it is constituted or how it manifests itself in the everyday life of its inhabitants.
Cross-border regional policy cooperation as cross-border practice formation: a topic outlineScientific Conference (2016, November 09)
Grenze als soziale Praxis. Überlegungen zum Potential der Praxistheorien für die kulturwissenschaftlichen Border StudiesPresentation (2016, November 03)
Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Grenzen hat Konjunktur. Dies hat nicht nur zahllose empirische Fallstudien zur Folge, ebenso eine dynamische Entwicklung von Konzepten und Denkmodellen, die Grenz(raum)phänomene umfassend erfassen sollen. Dabei zu beobachten ist, dass bewährte Prinzipien der kulturwissenschaftlich orientierten Border Studies oft lediglich neu benannt werden und tatsächliche Innovationen noch ausstehen. In dem Vortrag wird daher der Versuch unternommen, die Praxistheorien aus einer Border-Perspektive zu erschließen und ihr Potential für die kulturwissenschaftliche Grenz(raum)forschung zu diskutieren. Die Praxistheorien, wie sie seit über einem Jahrzehnt in der Kultursoziologie intensiv debattiert werden, erlauben Grenzen in ihren sozialen (Re-)Produktionsprozessen in unterschiedlichen Dimensionen zu untersuchen. Als heuristische Werkzeuge berücksichtigen sie die körperlich-materiale Dimension menschlicher Aktivität und setzen keinen kollektiv geteilten oder territorial determinierten Konsens der Sinndeutung voraus. Vielmehr sehen sie die Unberechenbarkeit des Sozialen vor und interessieren sich für Praxislogiken, d.h. für die in (grenzüberschreitenden) Aktivitäten wirksamen und zugleich hervorgebrachten Wissensordnungen. Weiter bietet die Verdichtung von sozialen Praktiken zu (grenzüberschreitenden) Praxisformationen einen vielversprechenden Ansatzpunkt, um Konzepte wie ‚Grenzlandgesellschaft’ oder ‚Diaspora’ sowohl konzeptionell als auch empirisch ‚anders’ zu fassen. Die im Vortrag vorgestellten Überlegungen bilden die erste Annäherung an eine mögliche praxistheoretische Reformulierung der kulturwissenschaftlich orientierten Border Studies.
Exploring Constructions of Space and Identity in Border Regions.in Wille, Christian; Reckinger, Rachel; Kmec, Sonja; Hesse, Markus (Eds.) Spaces and Identities in Border Regions. Politics – Media – Subjects, Bielefeld, transcript (p. (2016)
Mobilität und Raum. Vorder- und rückseitige Regionalisierungsprozesse in der Großregion SaarLorLuxin Cicotti, Claudio; Coughi, Sibilla (Eds.) La rencontre avec l'autre. Phénoménologie interculturelles dans l'Europe contemporaine (2016)
In der Großregion SaarLorLux arbeitet ein Viertel der Grenzgänger in der EU 27. In diesem Beitrag werden die Ströme zwischen den Teilgebieten der Großregion SaarLorLux vorgestellt und alltägliche Regionalisierungsprozesse von Grenzgängern rekonstruiert. Dabei stehen die räumliche Organisation von Alltagspraktiken und räumliche Identitäten von typischen und atypischen Grenzgängern im Zentrum. Die Gegenüberstellung der Ergebnisse aus einer eigenen Untersuchung und weiterer Studien deckt unterschiedliche Regionalisierungsmuster auf: Während atypische Grenzgänger ihre Alltagsaktivitäten – nach der grenzüberschreitenden Wohnsitzverlagerung – überwiegend in der Arbeitsregion erledigen, führen typische Grenzgänger ihre Alltagsaktivitäten vorzugsweise in der Wohnregion aus. Weitere Überlegungen führen zur Denkfigur der vorder- bzw. rückseitigen Region als ein Ergebnis alltäglicher Praktiken im Zuge grenzüberschreitender Arbeitnehmer- und Wohnmobilität.
Grenzüberschreitender Arbeitsmarkt in der Großregion SaarLorLux: Politische Visionen und empirische Wirklichkeitenin Lorig, Wolfgang H.; Regolot, Sascha; Henn, Stefan (Eds.) Die Großregion SaarLorLux. Anspruch, Wirklichkeiten, Perspektiven (2016)
In der Großregion SaarLorLux pendeln die meisten Grenzgänger in der Europäischen Union. Dies wird im öffentlichen Diskurs unermüdlich thematisiert, um für den Kooperationsraum eine Vorreiterrolle im europäischen Integrationsprozess zu reklamieren. Zwar lässt sich die grenzüberschreitende Arbeitnehmermobilität in der Großregion SaarLorLux mühelos bis 1900 zurückverfolgen, zu hinterfragen ist aber, ob das vergangene und heutige Grenzgängeraufkommen tatsächlich eine fortgeschrittene Integration im Kooperationsraum anzeigt oder ob die intensiven Pendelbewegungen als Indiz für (fortdauernde) sozioökonomische Ungleichgewichte zwischen den Teilgebieten zu deuten sind. Vor diesem Hintergrund werden in diesem Beitrag das Grenzgängerwesen bzw. der grenzüberschreitende Arbeitsmarkt in der Großregion SaarLorLux näher beleuchtet und zentrale Entwicklungen der letzten Jahrzehnte sowie die mit ihnen im Zusammenhang stehenden politischen Visionen rekonstruiert. Dabei soll es weniger um eine Bewertung von politischen Maßnahmen gehen bzw. um die Frage, inwiefern Visionen ‚Wirklichkeit geworden’ sind, sondern um eine Ausarbeitung von Anspruch und Wirklichkeit des grenzüberschreitenden Arbeitsmarkts in der Großregion SaarLorLux. Dafür werden die Ergebnisse einer Inhaltsanalyse von Dokumenten (1995-2013), die von politisch-institutionellen Akteuren des grenzüberschreitenden Arbeitsmarkts veröffentlicht wurden, herangezogen sowie einer quantitativen Analyse der Grenzgängerströme (1980-2008) an fünf nationalen Grenzen in der Großregion SaarLorLux.
Etudier les identités spatiales pour étudier la frontière. Une analyse pluridimensionnellePresentation (2016)
Cette contribution a pour objet d'analyser l'importance des frontières nationales pour les identités spatiales dans des régions transfrontalières. À cet effet, elle élaborera un modèle d'analyse pluridimensionnel permettant d'étudier les identités et, à l'exemple de la Grande Région SaarLorLux, posera la question de savoir comment les habitants se représentent l'espace et organisent leur pratiques de vie quotidienne sur le plan spatial. Par ailleurs, l'analyse révèlera des projections spatiales dans le discours politique et montrera dans quelle mesure celles-ci constituent une base de processus identitaires. La contribution démontre que, malgré des imbrications transfrontalières, les frontières nationales jouent un rôle important dans les processus de projection et d'appropriation identitaires des habitants de la Grande Région SaarLorLux, mais pas nécessairement en tant que catégories rigides.
UniGR-Center for Border Studies: Profil und PerspektivenConference given outside the academic context (2016)
Methodology and Situative Interdisciplinarityin Wille, Christian; Reckinger, Rachel; Kmec, Sonja; Hesse, Markus (Eds.) Spaces and Identities in Border Regions. Politics – Media – Subjects (2016)
Spaces: Approaches and Perspectives of Investigationin Wille, Christian; Reckinger, Rachel; Kmec, Sonja; Hesse, Markus (Eds.) Spaces and Identities in Border Regions. Politics – Media – Subjects (2016)
Beyond Luxembourg. Spaces and Identity Constructions in the Context of Cross-Border Residential Migrationin Wille, Christian; Reckinger, Rachel; Kmec, Sonja; Hesse, Markus (Eds.) Spaces and Identities in Border Regions. Politics – Media – Subjects (2016)
Spaces and Identities in Border Regions. Politics – Media – SubjectsBook published by transcript (2016)
Spatial and identity research operates with differentiations and relations. These are particularly useful heuristic tools when examining border regions where social and geopolitical demarcations diverge. Applying this approach, the authors of this volume investigate spatial and identity constructions in cross-border contexts as they appear in everyday, institutional and media practices. The results are discussed with a keen eye for obliquely aligned spaces and identities and relinked to governmental issues of normalization and subjectivation. The studies base upon empirical surveys conducted in Germany, France, Belgium and Luxembourg.
Subjectifications and Subjectivationsin Wille, Christian; Reckinger, Rachel; Kmec, Sonja; Hesse, Markus (Eds.) Spaces and Identities in Border Regions. Politics – Media – Subjects (2016)
Grenzüberschreitende Lebenswirklichkeiten und mediale Informationsflüsse in der Großregion SaarLorLuxScientific Conference (2015, December)
Grenzüberschreitende Alltagspraktiken in der Großregion SaarLorLuxConference given outside the academic context (2015)
Pratiques quotidiennes transfrontalières au sein de la Grande Région SaarLorLuxConference given outside the academic context (2015)
Wo kämen wir denn da hin? Leben in Grenzregionen & GrenzgängerScientific Conference (2015, October)
Leben jenseits der Mosel. Die neue Auswanderung aus Luxemburg?Conference given outside the academic context (2015)
Espaces de frontière. Penser et analyser la frontière en tant qu’espaceE-print/Working paper (2015)
Les frontières se différencient non seulement en fonction des domaines d'étude où elles sont opérantes ou dans lesquels elles se constituent, mais également en termes de modes de (re)production et de formes. Cette communication traitera en premier lieu de la forme de la frontière, sachant que ce n’est pas la frontière territoriale en tant que ligne qui importera, mais plutôt son caractère zonal et la question de savoir comment il est possible de l'aborder dans une perspective théorico-conceptuelle aux fins de l’étude empirique. Il est plus judicieux de considérer les frontières territoriales comme zones ou espaces, la métaphore de la ligne s'avérant une pure fiction. Jusqu’au XVIIIe siècle, les frontières étaient conçues comme des espaces de contact et des zones de transition (convoitées), ce n’est qu’avec l’avènement d’États nationaux modernes que s’établit le concept de frontière comme ligne – sans qu’elle n’ait perdu empiriquement son caractère zonal. C’est ce qu’on peut notamment constater dans les régions transfrontalières où les frontières territoriales ne peuvent se réduire à leur fonction de différenciation ou de passerelle, mais au contraire s’élargissent – comme le montre la mobilité transfrontalière des travailleurs, des consommateurs ainsi que la mobilité résidentielle – se transformant ainsi en zones de l'entre-deux. Ces zones ne peuvent pas être concédées aux espaces situés en deçà et au-delà d’une frontière territoriale, elles représentent en revanche des espaces autonomes, lesdits « espaces de frontière » qui revêtent une identité liminale. L'objet de cette communication est de savoir comment il est possible de décrire et d'étudier de tels espaces que l'on peut observer comme productions quotidiennes. Il s’agit (1) de percevoir de manière conceptuelle le caractère zonal de la frontière, donc la dimension spatiale, (2) le potentiel innovateur et imprévisible de la liminalité et ainsi la contingence sociale. La géographie sociale et la sociologie de la culture en livrent des points de départ pertinents. La mise en relation d’approches concernant l’espace et la pratique sociale issues de ces deux disciplines représente la base du modèle « espaces de frontière » qui permet de penser les frontières en tant qu’espaces et met en place une heuristique destinée à l’étude de constitutions spatiales centrées sur le sujet comme (re)productions des frontières. Les pratiques sociales, la connaissance pratique ainsi que les aspects physico-matériels et socio-structurels tels qu'ils sont appropriés et engendrés par les « frontaliers » dans des références transfrontalières, font partie des catégories d'analyse.
Spaces of the Border - a Practice-theoretical Cultural Studies Perspective in Border Studiesin Europa Regional (2015), 21(1-2), 60-71
This paper examines how practice-theoretical considerations can be linked with those of a spatial-theoretical nature and translated into a heuristic of spatial analysis from a cultural studies perspective. This question focus results from the understanding that space should be regarded as an emergent aspect of the social and that it is still largely insufficiently defined in Border Studies. Drawing on a number of different spatial concepts, the paper first presents an action-theoretical notion of space and reformulates it in a practice-theoretical framework. It constitutes the point of departure for the development of the spaces of the border model with its analytical categories of social practices, practical knowledge as well as physical-material and social-structural aspects. The diversity of connections between these analytical categories have proven to be heuristically particularly useful.
Grenzüberschreitende Alltagspraktiken in der Großregion SaarLorLux: eine Bestandsaufnahmein Wille, Christian (Ed.) Lebenswirklichkeiten und politische Konstruktionen in Grenzregionen. Das Beispiel der Großregion SaarLorLux. Wirtschaft – Politik – Alltag – Kultur (2015)
In diesem Beitrag werden Alltagspraktiken untersucht, die von den Einwohnern des Saarlandes, Lothringens, Luxemburgs, von Rheinland-Pfalz und Wallonien in angrenzenden Regionen im Ausland ausgeführt werden. Dafür leitend ist die Überlegung, dass sich die Großregion SaarLorLux anhand der grenzüberschreitenden Ausführungen von Alltagspraktiken ihrer Bewohner als grenzüberschreitende Lebenswirklichkeit bestimmen lässt. In einer solchen sozialkonstruktivistischen Perspektive wird nicht danach gefragt, was die Großregion SaarLorLux ist, sondern auf welche Weisen sie konstituiert wird bzw. wie sie sich im Alltag ihrer Bewohner manifestiert. Dafür werden die am häufigsten grenzüberschreitend ausgeführten Alltagspraktiken näher betrachtet, zu denen das Einkaufen für den täglichen Bedarf, das freizeitorientierte Shoppen, das Erholen im Grünen/Tourismus, das Besuchen von kulturellen Veranstaltungen sowie das Besuchen von Freunden und Familienmitgliedern zählen. Die Betrachtungen basieren auf drei rezenten empirischen Studien im Untersuchungsraum und daraus ausgewählten Befunden, die zueinander in Beziehung gesetzt sowie soziokulturell und sozioökonomisch eingeordnet werden mit dem Ziel, die räumliche Organisation, die Motive und andere Kontextfaktoren von grenzüberschreitenden Alltagspraktiken in der Großregion SaarLorLux herauszuarbeiten. Über dieses Vorgehen werden Mobilitätsströme und räumliche Schwerpunkte im Kontext von Alltagspraktiken rekonstruiert und Einblicke gegeben in die Beschaffenheit von grenzüberschreitenden Lebenswirklichkeiten in der Großregion SaarLorLux.
Lebenswirklichkeiten und politische Konstruktionen in Grenzregionen. Das Beispiel der Großregion SaarLorLux. Wirtschaft – Politik – Alltag – KulturBook published by transcript Verlag (2015)
Wie entstehen grenzüberschreitende Regionen und was charakterisiert sie? Am Beispiel der Großregion SaarLorLux untersuchen die aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg stammenden Beiträger dieses Bandes die gesellschaftliche Praxis an EU-Binnengrenzen. Sie diskutieren die Praktiken von institutionellen Akteuren und von Grenzraumbewohnern in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, politische Kooperation sowie Alltag, Medien und Kultur. Die sozial- und kulturwissenschaftlichen Beiträge situieren die Großregion SaarLorLux zwischen grenzüberschreitenden Lebenswirklichkeiten und politischen Konstruktionen.
Zur Einleitung: Lebenswirklichkeiten und politische Konstruktionen in Grenzregionenin Wille, Christian (Ed.) Lebenswirklichkeiten und politische Konstruktionen in Grenzregionen. Das Beispiel der Großregion SaarLorLux. Wirtschaft – Politik – Alltag – Kultur (2015)
Intercultural work environments in Luxembourg. Multilingualism and cultural diversity among cross-border workers at the workplaceE-print/Working paper (2015)
The trilingual country of Luxembourg accounts for the highest percentage of cross-border workers in the European Union. These workers commute daily from France, Belgium and Germany to Luxembourg. Their presence in the national labour market results in increasing linguistic and cultural diversity at Luxembourgish workplaces. Drawing upon interview and interactional data, the present contribution is the first to investigate how cross-border workers in Luxembourg perceive and deal with multilingualism and interculturality, and presents a range of related linguistic and intercultural practices.
Urbanität im ländlichen Raum. Wohnmigration in der deutsch-luxemburgischen Grenzregionin Garstenauer, Rita; Unterwurzacher, Anne (Eds.) Aufbrechen, Arbeiten, Ankommen. Mobilität und Migration im ländlichen Raum seit 1945 (2015)
Studies on the connection of migration and urbanity are usually concerned with conditions and developments in cities. The possible presence of ‘urbanity’ also in rural space is the topic of the present contribution and will be discussed through the example of residential migration in the ‘Greater Region Saar-Lor-Lux’. The massive influx of residential migrants from Luxembourg into the border regions of the neighbouring countries is a relatively recent phenomenon, the main cause of which lies in the developments in the real-estate market in the Grand Duchy of Luxembourg. This phenomenon is of special interest for the topic of migration in rural areas in two regards: on the one hand, because of the complex composition of the group of residential migrants, which is extremely differentiated regarding the dimension rural - urban; and on the other hand, because of the serious demographic changes, which the residential migrants have produced in individual border villages. Central to our study is the question, whether urban attitudes and practices become visible in German border villages, and, if so, how the migratory movement from Luxembourg influences this ‘rural urbanity’. Furthermore, taking the everyday practices of the residential migrants as starting point, this contribution considers the question, in how far the dichotomy urbanity - rurality presents a conceptual approach for the examination of individual and structural integration processes.
Phantomgrenzen im Kontext grenzüberschreitender Wohnmigration. Das Beispiel des deutsch-luxemburgischen Grenzraumsin Europa Regional (2015), 22(3-4), 114-128
The Schengen Agreement have opened many European borders and allowed border controls to virtually disappear. The effect of this opening can be illustrated especially well with the example of the German-Luxembourgish border region. Here, national borders have largely lost their dividing effect, which is reflected, amongst other things, in the very intensive daily mobility and residential mobility. This article shows that the diversity of the cross-border practices has relativised the national borders, which, however, persist in the form of new demarcations. This relationship of dissolvement and simultaneous continuity, as it is concisely described with the figure of thought “phantom borders”, will be examined by using example of cross-border residential migration. The number of Luxembourgers who recolate their residence to the German federal states of Saarland and Rhineland-Palatinate has risen significantly in recent years. This article is based on data from four different empirical studies, which, using a variety of methods, were concerned with the developments of residential mobility in the border regions of Saarland and Rhineland-Palatinate. The results are fundamentally in agreement that the massive residential migration has brought with it spatial differentiations and social demarcations on a local as well as on a regional level. These materialise and manifest themselves in different ways: easily accessible by public or private transport vs. not easily accessible; new residential developments vs. town and village centres, autochthonous vs. allochthonous, Luxembourgers vs. non-Luxembourgers. In all of these demarcation processes, the persistence of national categories is expressed, and they thus refer to the phantom-like continuity of territorial borders in general, as well as a clear incongruity of territorial borders and social demarcations in the context of residential migration in particular.
International vergleichende Analyse von Einrichtungen und Arbeitszusammenhängen der InterkulturalitätsforschungE-print/Working paper (2015)
Die vorliegende vergleichende Analyse von Einrichtungen und Arbeitszusammenhängen der Interkulturalitätsforschung wurde im Zuge der Einrichtungen des fakultären Schwerpunktbereichs MIS – Mehrsprachigkeit und Interkulturelle Studien durchgeführt. Ziel war es zentrale Orientierungspunkte für eine strategische Positionierung und für zukünftige Entwicklungslinien des Schwerpunktbereichs zu gewinnen. Dafür wurden die Internetseiten von 64 vergleichbaren Einrichtungen bzw. Arbeitszusammenhängen der Interkulturalitätsforschung inhaltsanalytisch untersucht. Zur Stichprobe zählen in erster Linie eigenständige Zentren und Institute/Abteilungen aus dem universitären Kontext mit international breit gestreuten Standorten; Arbeitszusammenhänge bzw. Einrichtungen aus dem deutschsprachigen Raum sind besonders gut vertreten.
Espaces de frontière. Penser et analyser la frontière en tant qu’espace - Räume der Grenze. Grenzen als Räume denken und untersuchenScientific Conference (2014, November)
Les frontières se différencient non seulement en fonction des domaines où elles sont opérantes ou dans lesquels elles se constituent, mais également en termes de fonctionnalité et de forme. Cette communication tentera de traiter la forme de la frontière, sachant que ce n’est pas la frontière nationale en tant que ligne qui importera, mais plutôt son caractère zonal et la ques-tion de savoir comment il est possible de la concevoir dans une perspective théorico-conceptuelle aux fins de l’étude empirique. Il est plus judicieux de considérer les frontières nationales comme zones ou entre-deux, la métaphore de la ligne étant en fait une pure fiction. Jusqu’au XVIIIème siècle, les frontières étaient conçues comme des espaces de contact et des zones de transition (convoitées), ce n’est qu’avec l’avènement d’États nationaux modernes que s’établit le concept de frontière comme ligne – sans qu’elle n’ait perdu empiriquement son caractère zonal. C’est ce qu’on peut notamment constater dans les régions transfrontalières où les frontières nationales ne peuvent se restreindre à leur fonction de différenciation, mais au contraire s’élargissent – comme le montre la mobilité transfrontalière des travailleurs, des résidents ou des consommateurs – et se transforment ainsi en zones de contact. Ces zones ne peuvent pas être concédées aux espaces situés en deçà et au-delà d’une frontière, elles représentent en revanche des « espaces de frontière » revêtant une identité d’« entre-deux ». L’étude des « espaces de frontière » tels qu’ils s’organisent à l’échelon du sujet dans le cadre de pratiques quotidiennes pose un double défi aux instruments conceptuels : il s’agit de répondre, d’une part, au caractère zonal, donc à la dimension spatiale, et d’autre part au caractère innovateur et imprévisible de l’« entre-deux », donc à la contingence sociale. La géographie (culturelle et sociale) ainsi que la sociologie (de l’espace) axée sur la théorie culturelle disposent de réponses d’ordre théorico-conceptuel quant à ce sujet. La mise en relation d’approches correspondantes concernant l’espace et concernant la pratique sociale issues des deux disciplines représente la base du modèle « Espaces de frontière » à présenter qui permet de penser les frontières en tant qu’espaces et met en avant une heuristique destinée à l’étude de constitutions spatiales centrées sur le sujet dans les références transfrontalières. Ce modèle tente de saisir les rapports sans cesse changeants au niveau des pratiques quotidiennes entre les interprétations, les artéfacts, les corps et les ordres spatiaux de leurs manifestations, sans occulter les frontières nationales et les différenciations en émanant.
Eine Besprechung zu Monika Sonntag: Grenzen überwinden durch Kultur? Identitätskonstruktionen von Kulturakteuren in europäischen Grenzräumen.in Hemecht : Zeitschrift für Luxemburger Geschichte = Revue d'Histoire Luxembourgeoise (2014), 66(2), 261-263
University of the Greater Region: Project experiencesConference given outside the academic context (2014)
Mobilität und Raum. Vorder- und rückseitige Regionalisierungsprozesse in der Großregion SaarLorLuxin Potvin-Solis, Laurence; Meyer, Vincent (Eds.) Mobilité et valeurs européennes dans la Grande Région (2014)
In der Großregion SaarLorLux arbeitet ein Viertel der Grenzgänger in der EU 27. In diesem Beitrag werden die Ströme zwischen den Teilgebieten der Großregion SaarLorLux vorgestellt und alltägliche Regionalisierungsprozesse von Grenzgängern rekonstruiert. Dabei stehen die räumliche Organisation von Alltagspraktiken und räumliche Identitäten von typischen und atypischen Grenzgängern im Zentrum. Die Gegenüberstellung der Ergebnisse aus einer eige-nen Untersuchung und weiterer Studien deckt unterschiedliche Regionalisierungsmuster auf: Während atypische Grenzgänger ihre Alltagsaktivitäten – nach der grenzüberschreitenden Wohnsitzverlagerung – überwiegend in der Arbeitsregion erledigen, führen typische Grenz-gänger ihre Alltagsaktivitäten vorzugsweise in der Wohnregion aus. Weitere Überlegungen führen zur Denkfigur der vorder- bzw. rückseitigen Region als ein Ergebnis alltäglicher Prak-tiken im Zuge grenzüberschreitender Arbeitnehmer- und Wohnmobilität.
B/Ordering in der Großregion. Mobilitäten – Grenzen – Identitätenin Goulet, Vincent; Vatter, Christoph (Eds.) Mediale Felder und Grenzen in der Großregion SaarLorLux und in Europa (2014)
Die Akteure der regionalpolitischen Zusammenarbeit in der Großregion bemühen oft die Vor-stellung einer grenzüberschreitenden Identität, um Kooperationsfortschritte zu bilanzieren. Die (Un-)Möglichkeit einer solchen Identität wird in diesem Beitrag anhand von empirischen Ergebnissen diskutiert. Dafür werden Grenzgänger betrachtet, stehen sie doch besonders im Verdacht eine grenzüberschreitende Identität zu entwickeln. Daneben werden die Bewohner Luxemburgs in den Blick genommen, die aufgrund der geringen Größe und der massiven Prä-senz von Grenzgängern im Großherzogtum vermutlich einen identitären Bezug zur Großregion und ihren Bewohnern aufweisen. Die theoretische Rückbindung der Ergebnisse zeigt, dass Grenzen konstitutiv sind für Identitätskonstruktionen, womit sich grenzüberschreitende Identitäten nur in Prozessen des B/Ordering herauskristallisieren können. Ihre empirische Erschließung erfordert eine separate Betrachtung von politisch-administrativen Grenzen und alltagskulturellen Differenzmarkierungen.
« B/Ordering » : Voisinage et arrangement socioterritorial en Grande Régionin Goulet, Vincent; Vatter, Christoph (Eds.) Champs médiatiques et frontières dans la « Grande Région » SaarLorLux et en Europe (2014)
Les acteurs chargés de la coopération politique régionale en Grande Région ont tendance à vouloir faire ressortir l’idée d’une identité transfrontalière assez marquée et souvent plus présente qu’elle ne l’est dans les faits afin de tirer à tout prix un bilan positif des efforts effectués en matière de coopération. Cette contribution se propose de traiter avec résultats empiriques à l’appui la possibilité (ou l’impossibilité) d’une telle identité. Nous regarderons en particulier les frontaliers et nous pencherons sur la question de savoir si l’on peut en effet déceler chez eux le développement d’une identité transfrontalière. Le profil des habitants du Luxembourg sera également étudié dans la mesure où ces habitants paraissent les plus enclins à avoir un rapport identitaire avec la Grande Région, compte tenu de la taille modeste de ce pays et la présence massive de frontaliers au Grand-Duché. Si l’on cherche à exploiter ces résultats, on peut s’apercevoir que les frontières sont vecteurs de constructions identitaires par le biais desquelles les identités transfrontalières sont susceptibles de se fixer grâce aux processus de B/Ordering. L’exploitation empirique de ses résultats oblige à observer de manière dissociée les frontières politico-administratives d’une part et les marquages de différences dans la vie quotidienne d’autre part.
Räume der Grenze. Eine praxistheoretische Perspektive in den kulturwissenschaftlichen Border Studiesin Elias, Friedericke; Franz, Albrecht; Murmann, Henning; Weiser, Ulrich Wilhelm (Eds.) Praxeologie. Beiträge zur interdisziplinären Reichweite praxistheoretischer Ansätze in den Geistes- und Sozialwissenschaften (2014)
In diesem Beitrag wird untersucht, wie praxistheoretische mit raumtheoretischen Überlegungen verknüpft und in eine Heuristik der kulturwissenschaftlichen Raumanalyse überführt werden können. Diese Fragestellung resultiert aus der Einsicht, dass Raum als ein emergenter Aspekt des Sozialen zu betrachten ist und dass er in den Border Studies noch weitgehend unterbestimmt ist. Unter Rückgriff auf verschiedene Raumkonzepte wird zunächst ein handlungstheoretisches Verständnis von Raum vorgestellt und praxistheoretisch reformuliert. Es bildet den Ausgangspunkt für die Entwicklung des Modells Räume der Grenze mit seinen Analysekategorien soziale Praktiken, praktisches Wissen sowie physisch-materiale und sozial-strukturelle Aspekte. Von besonderem heuristischen Nutzen erweisen sich die vielfältigen Verbindungen zwischen diesen Analysekategorien.
Grenzgänger in Luxemburg-Stadtin Jungblut, Marie-Paule; Pauly, Michel; Reif, Heinz (Eds.) Luxemburg, eine Stadt in Europa. Schlaglichter auf mehr als 1000 Jahre europäische Stadtgeschichte (2014)
Methodik und situative Interdisziplinaritätin Wille, Christian; Reckinger, Rachel; Kmec, Sonja; Hesse, Markus (Eds.) Räume und Identitäten in Grenzregionen. Politiken – Medien – Subjekte (2014)
Räume: Zugänge und Untersuchungsperspektivenin Wille, Christian; Reckinger, Rachel; Kmec, Sonja; Hesse, Markus (Eds.) Räume und Identitäten in Grenzregionen. Politiken – Medien – Subjekte (2014)
Zur Untersuchung von Raum- und Identitätskonstruktionen in Grenzregionenin Wille, Christian; Reckinger, Rachel; Kmec, Sonja; Hesse, Markus (Eds.) Räume und Identitäten in Grenzregionen. Politiken – Medien – Subjekte (2014)
Beyond Luxembourg. Raum- und Identitätskonstruktionen im Kontext grenzüberschreitender Wohnmigrationin Wille, Christian; Reckinger, Rachel; Kmec, Sonja; Hesse, Markus (Eds.) Räume und Identitäten in Grenzregionen. Politiken – Medien – Subjekte (2014)
Subjektivationen und Subjektivierungenin Wille, Christian; Reckinger, Rachel; Kmec, Sonja; Hesse, Markus (Eds.) Räume und Identitäten in Grenzräumen. Politiken – Medien – Subjekte (2014)
Räume und Identitäten in Grenzregionen. Politiken – Medien – SubjekteBook published by transcript (2014)
Die Raum- und Identitätsforschung arbeitet mit Unterscheidungen und Relationen. Diese sind als heuristische Instrumente besonders in Grenzregionen gewinnbringend, wenn soziale und geopolitische Markierungen auseinanderfallen. Die Beiträge des Bandes setzen hier an. Anhand empirischer Erhebungen in Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg untersuchen sie Raum- und Identitätskonstruktionen in grenzüberschreitenden Bezügen, wie sie sich in alltäglichen, institutionellen und medialen Praktiken manifestieren. Die Ergebnisse werden mit sensiblem Blick für quer liegende Räume und Identitäten diskutiert und an gouvernementale Fragen der Normierung und Subjektivierung rückgebunden.
We, you, the others. Constructions of difference and identity in the Greater RegionPresentation (2013, October)
Raumfahrt. Die Standorte der Universitätin Margue, Michel (Ed.) Université du Luxembourg 2003-2013 (2013)
Die Universität Luxemburg als Raum zu thematisieren ist kein einfaches, aber ein lohnenswertes Unterfangen. Es zwingt zur Auseinandersetzung mit ‚dem Raum’, was wiederum produktive Perspektiven auf die Universität eröffnet. Denn die Besonderheit, dass neben der Universität keine weitere in Luxemburg existiert, lädt zunächst zu einem selbstbestätigenden Diskurs darüber ein, was der universitäre Raum sei und wofür er diene. Um dieser wenig erhellenden Einladung zu entgehen, wird die Universität hier nicht von außen beobachtend beleuchtet, sondern ‚von innen’ heraus aufgerollt. Mit dieser Technik wird die Universität als ein performativer Raum gefasst, der aus dem Zusammenspiel von Tätigkeiten, Zuschreibungen und Materialitäten hervorgeht. Zu fragen ist dann, was den Raum ‚Universität’ ausmacht bzw. wie er sich über die Zeit konstituiert(e). Bei diesem Vorhaben können Raumtheoretiker helfen, die das soziale Moment von Raum betonen, ohne aber seine Materialität auszublenden.
Zur Persistenz und Informalität von Räumen der Grenze. Theoretisch-konzeptionelle Überlegungen und empirische Befundein Itinera – Schweizerische Zeitschrift für Geschichte (2013), 34(34), 99-112
Mobilität und Internationalisierung haben die Arbeitswelt tiefgreifend verändert. In diesem Zuge haben sich hinsichtlich der räumlichen Dimension des Sozialen zwei Positionen etabliert: die Enträumlichungsthese, die von einem Verschwinden des Raums ausgeht und die Verräumlichungsthese, die eine Wiederkehr des Raums proklamiert. Dieser Beitrag greift die Internationalisierungstendenz in der Arbeitswelt auf und bringt sie mit den genannten Positionen in Verbindung. Eine grenzüberschreitende Verräumlichung wird dort nachgezeichnet, wo Grenzgänger über die Praxis des täglichen Pendelns Räume der Grenze aufspannen. Dabei wird aufgezeigt, wie diese mit Hilfe sozialgeographischer und kultursoziologischer Rückbindungen theoretisch gefasst werden können. In einem weiteren Schritt wird auf Grundlage einer eigenen Untersuchung die empirische Beschaffenheit von Räumen der Grenze bestimmt. Die herausgearbeiteten Merkmale werden mit Blick auf ihre empirische Reichweite abschließend kritisch diskutiert.
La Grande Région: Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Kooperation und Identitäten in einer grenzüberschreitenden RegionPresentation (2013, September)
Räume der Grenze – eine praxistheoretische Perspektive in den kulturwissenschaftlichen Border StudiesE-print/Working paper (2013)
In diesem Beitrag wird untersucht, wie praxistheoretische mit raumtheoretischen Überlegungen verknüpft und in eine Heuristik der kulturwissenschaftlichen Raumanalyse überführt werden können. Diese Fragestellung resultiert aus der Einsicht, dass Raum als ein emergenter Aspekt des Sozialen zu betrachten ist und dass er in den Border Studies noch weitgehend unterbestimmt ist. Unter Rückgriff auf verschiedene Raumkonzepte wird zunächst ein handlungstheoretisches Verständnis von Raum vorgestellt und praxistheoretisch reformuliert. Es bildet den Ausgangspunkt zur Entwicklung des Modells Räume der Grenze mit seinen Analysekategorien soziale Praktiken, praktisches Wissen sowie physisch-materiale und sozial-strukturelle Aspekte. Von besonderem heuristischen Nutzen erweisen sich die vielfältigen Verbindungen zwischen diesen Analysekategorien.
Urbanität im ländlichen Raum am Beispiel von Wohnmigration im deutsch-luxemburgischen GrenzraumScientific Conference (2013, June)
Raumdeutungen / espaces revisitésin Mendgen, Eva (Ed.) Au Centre de l’Europe – Im Reich der Mitte 2. Des liens et des lieux / Kulturgemeinschaft Großregion – Grande Région (2013)
Subjektivationen und Subjektivierungenin Räume und Identitäten in Grenzregionen. Politiken – Medien – Subjekte (2013)
Regionalisation processes as practices of borderisation.Scientific Conference (2012, September 06)
Transnationale Lebenswelten als Räume der Grenze. Ein praxeologischer Zugang am Beispiel von GrenzgängernPresentation (2012, September)
Projektpräsentation IDENT2 – Regionalisierungen als Identitätskonstruktionen in GrenzräumenPresentation (2012, July)
Die Grenzgänger. Eine kulturwissenschaftliche Betrachtungin Forum für Politik, Gesellschaft und Kultur in Luxemburg (2012), (315), 16-18
Grenzgänger sind ein populäres Thema in Luxemburg und in der Großregion. Dabei handelt es sich jedoch nicht ausschließlich um grenzüberschreitende Arbeitnehmer, sondern Grenzgänger werden zunehmend auch als Denkfigur in den modernen Kulturwissenschaften entdeckt. Der Beitrag deckt auf, was einen Grenzgänger ausmacht und weshalb sich der Begriff in seinem Facettenreichtum immer größerer Beliebtheit erfreut.
Nous et les autres. La perception des frontaliers au Luxembourgin Belkacem, Rachid; Pigeron-Piroth, Isabelle (Eds.) Le travail frontalier au sein de la Grande Région Saar?Lor?Lux. Pratiques, enjeux et Perspectives (2012)
Les travailleurs frontaliers sont devenus au Luxembourg une ressource incontournable en termes de main-d’œuvre. Dans les discours quotidiens, ils sont abordés selon des angles différents. Dans cette étude, nous examinons les représentations que la population résidant au Luxembourg porte sur ceux-ci. En s’appuyant sur l’heuristique Familier (+/-) / Étranger, nous montrons que le statut attribué aux travailleurs frontaliers relève de représentations ambivalentes, renvoyant aux rapports d’altérité et aux constructions identitaires au sein des sociétés postmodernes.
Grenzgänger und Räume der Grenze. Raumkonstruktionen in der Großregion SaarLorLuxBook published by Peter Lang Verlag (2012)
Über 200.000 Menschen pendeln in der Großregion SaarLorLux über eine nationale Grenze an ihren Arbeitsplatz. Sie sind Gegenstand dieser Studie, die das Grenzgängerwesen erstmalig kulturwissenschaftlich untersucht. Im Zentrum stehen subjektzentrierte Raumkonstruktionen in transnationalen Bezügen, die über ein interdisziplinäres Modell erschlossen werden. Es basiert auf sozialgeographischen und kultursoziologischen Ansätzen und wird mit unterschiedlichen Erhebungstechniken umgesetzt. Die Untersuchungsergebnisse decken die Bedingungen und Merkmale von Räumen der Grenze im Vierländereck auf. Damit dokumentiert der Autor eine kaum erforschte Mobilitätsform und legt ein innovatives Werkzeug zur empirischen Rückbindung postmoderner Denkfiguren vor.
Interkulturelle Arbeitswelten in Luxemburg. Mehrsprachigkeit und kulturelle Vielfalt am Arbeitsplatz von Grenzgängernin Interculture Journal (2012), 11(17), 73-91
Luxemburg zählt die meisten Grenzgänger in der EU. Sie pendeln täglich aus Deutschland, Frankreich oder Belgien in das dreisprachige Land ein, womit sich vielfältige sprachliche und kulturelle Konstellationen der Zusammenarbeit ergeben. Der Beitrag untersucht erstmals derart facettenreich, wie Mehrsprachigkeit und Interkulturalität von Grenzgängern in Luxemburg erlebt und bewältigt werden. Die vorgestellten Sprachpraktiken und Interkulturalitätsstrategien basieren auf Interviews, Interaktionsanalysen und Befragungen.
Räume und Identitäten als soziale Praxis. Theorien – Konzepte – Methoden. TagungsberichtE-print/Working paper (2012)
Raum und Identität sind zentrale Kategorien der modernen Sozial- und Kulturwissenschaften. Ihre Prominenz spiegelt sich in den vielfältigen und teilweise auch widersprüchlichen Konzepten der beiden Forschungsfelder wider, ebenso wie in diversen wissenschaftstheoretischen Wenden. Dabei haben sich disziplinenübergreifend konstruktivistische und kontingenzorientierte Auffassungen von Räumen und Identitäten durchgesetzt, die in der sozialen Praxis ihren Kristallisationspunkt finden.
Leben auf der Grenze: Identitäten und Wahrnehmungen von GrenzgängernScientific Conference (2011, March)
Die grenzüberschreitende Wohnmobilität zwischen Luxemburg und seinen Nachbarregionenin Hemecht : Zeitschrift für Luxemburger Geschichte = Revue d'Histoire Luxembourgeoise (2011), 63(3), 393-396
Luxemburg macht nicht immer eine gute Figur. Kurze statistische Information aus der Großregionin Forum für Politik, Gesellschaft und Kultur in Luxemburg (2011)
Anlässlich des 12. Gipfels der Großregion haben die Statistischen Ämter der Großregion die handliche Broschüre "Statistiques en bref – Statistische Kurzinformationen" aktualisiert. Die vor zehn Jahren erstmalig erschienene und etwa alle zwei Jahre neu aufgelegte Publikation präsentiert zentrale Sozial- und Strukturdaten der Teilgebiete der Großregion.1 Das weite Spektrum der Informationen der Informationen reicht von Gebiet und Bevölkerung, Beschäftigung und Arbeitslosigkeit über Gesellschaft, Wirtschaft, Verdienste und Preise bis hin zu Umwelt – aufgeschlüsselt nach Teilregionen und stets bemüht um eine Ausweisung der Daten, die regionale Vergleiche zulässt.
Flexive Zonen. Zur Konstruktion und Repräsentation von ‚Räumen der Grenze’in Johler, Reinhard; Matter, Max; Zinn-Thomas, Sabine (Eds.) Mobilitäten – Europa in Bewegung als Herausforderung kulturanalytischer Forschung. Akten des 37. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (2011)
Flexive Zonen. Zur Konstruktion und Repräsentation von ‚Räumen der Grenze’in Johler, Reinhard / Matter, Max / Zinn-Thomas, Sabine (Ed.) Mobilitäten – Europa in Bewegung als Herausforderung kulturanalytischer Forschung (2011)
Die Beschreibung der sozialen Wirklichkeit ist angesichts wachsender grenzüberschreitender Mobilität von Menschen, Artefakten und Sinnwelten schwieriger geworden. Denn das vertraute dialektische Denken, welches die Wirklichkeit ‚ordnet’, wird zunehmend von Phänomenen unterlaufen, die oftmals mit Bindestrichkonstruktionen auf den Begriff gebracht werden müssen. Reuter und Wiesner bezeichnen diese Entwicklung als „Konjunktur des Grenzgängers“ und verweisen damit auf die Entdeckung desselben als Gegenwartsphänomen. Im vorliegenden Beitrag sollen am empirischen Typ des Grenzgängers raumtheoretische Implikationen dieses Gegenwartsphänomens nachgezeichnet werden, wobei Grenzgänger hier als Arbeitnehmer und Selbständige verstanden werden, die in einem europäischen Mitgliedstaat arbeiten und in einem anderen wohnen, in den sie in der Regel täglich – mindestens aber einmal wöchentlich – zurückkehren.
Vertraute Fremde. Repräsentationen und Status von Grenzgängern in Luxemburgin Interculture Journal (2011), 10(13), 101-114
Grenzgänger sind in Luxemburg zu einer unverzichtbaren Arbeitskraftressource geworden. Im Alltagsdiskurs werden sie oft unter verschiedenen Vorzeichen thematisiert, woraus sich bestimmte Repräsentationen hinsichtlich der Grenzgänger ableiten lassen. In diesem Beitrag werden auf Grundlage empirischer Ergebnisse solche Diskurspraktiken der Luxemburger Wohnbevölkerung im Hinblick auf Grenzgänger herausgearbeitet. Hieran anknüpfend sowie aufbauend auf der Heuristik Vertrauter (+/-) / Fremder wird der den Grenzgängern zugeschriebene Status bestimmt. Deutlich wird dabei, dass innerhalb der Luxemburger Gesellschaft ambivalente Repräsentationen des Grenzgängerwesens vorherrschen, die auf Alteritätsverhältnisse und Identitätskonstruktionen unter spätmodernen Bedingungen verweisen.
Etrangers familiers. Représentations et statut des frontaliers au Luxembourgin Questions de Communication (2011), (12), 189-200
Les travailleurs frontaliers sont devenus au Luxembourg une ressource incontournable en termes de main d’oeuvre. Dans cette étude, nous examinons les représentations de la population résidant au Luxembourg à l’insu de ceux-ci. En s’appuyant sur l’heuristique Familier (+/-) / Étranger, nous montrons que le statut attribué aux travailleurs frontaliers relève de représentations ambivalentes, renvoyant aux rapports d’altérité et aux constructions identitaires au sein des sociétés postmodernes.
Entwicklungen und Strukturen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der GroßregionE-print/Working paper (2011)
In diesem Beitrag werden die über Jahrzehnte hinweg gewachsenen Strukturen der internationalen, interregionalen und grenznachbarschaftlichen Kooperation in der Großregion vorgestellt. Die Betrachtung erfolgt ab den späten 1960er Jahren über die 1990er Jahre, in denen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit an allen EU-Binnengrenzen einen deutlichen Entwicklungsschub erfuhr; bis in die 2000er Jahre, in denen eine spürbare Verfestigung der grenzüberschreitenden Kooperation einsetzt. Die jeweiligen Entwicklungen werden an die entsprechenden Rahmenbedingungen, die unter anderem von Brüssel gesetzt werden, rückgebunden und nach Akteursebenen differenziert.
Cross-border workers as familiar strangersin Reckinger, Rachel; Schulz, André; Wille, Christian (Eds.) Doing Identity in Luxembourg. Subjective Appropriations – Institutional Attributions – Socio-Cultural Milieus (2011)
A la recherche des constructions d'identitéin IPSE – Identités, Politiques, Sociétés (Ed.) Construire des identités au Lxembourg. Appropriations subjectives – Projections institutionnelles – Milieux socio-culturels (2011)
Le Luxembourg – un centre financier international, un centre administratif européen, une terre d’immigration ? Cette étude empirique propose quelques approches d’une société jusqu’à présent en grande partie éludée par la recherche scientifique et observe les processus de construction identitaire dans des conditions de globalisation. L’équipe interdisciplinaire des auteurs expose les processus d’appropriation subjective et de projection institutionnelle à l’œuvre dans le domaine des langues, des espaces, des perceptions de soi-même et des autres, mais également dans les cultures du quotidien. Elle identifie pour la première fois des milieux socioculturels du Grand-Duché. Les découvertes faites à l’issue de ce projet de recherche d’une durée de trois ans mettent au jour les ambivalences et les dynamiques d’une société multiculturelle et plurilingue. Dans l’Unité de Recherche IPSE (Identités. Politiques, Sociétés, Espaces) à l’Université du Luxembourg, les chercheurs s’intéressent à des thèmes qui ont une pertinence sociale. L’accent est mis plus particulièrement sur l’analyse de processus de construction d’identités sociales et culturelles.
Sozio-kulturelle Milieus in Luxemburg-Stadt. Eine sozialräumliche Kartierungin Forum für Politik, Gesellschaft und Kultur in Luxemburg (2011), (311), 26-27
Researching Identity Constructionsin IPSE – Identités, Politiques, Sociétés, Espaces (Ed.) Doing Identity in Luxembourg. Subjective Appropriations – Institutional Attributions – Socio-Cultural Milieus (2011)
Luxembourg – international financial center, European administrative center, destination country for immigration? This empirical study provides insights about a society that has hitherto largely eluded scientific investigation and observes the processes of identity construction in globalised conditions. The interdisciplinary team of authors exposes the processes of subjective appropriations and institutional attributions at work in the fields of languages, spaces, perceptions of self and others as well as everyday cultures, and identifies for the first time socio-cultural milieus in the Grand Duchy. The findings of the three-year research project uncover the ambivalences and dynamics of a multicultural and multilingual society.
Constructions d'identités au Luxemborugin IPSE – Identités, Politiques, Sociétés, Espaces (Ed.) Construire des identités au Lxembourg. Appropriations subjectives – Projections institutionnelles – Milieux socio-culturels (2011)
Le Luxembourg – un centre financier international, un centre administratif européen, une terre d’immigration ? Cette étude empirique propose quelques approches d’une société jusqu’à présent en grande partie éludée par la recherche scientifique et observe les processus de construction identitaire dans des conditions de globalisation. L’équipe interdisciplinaire des auteurs expose les processus d’appropriation subjective et de projection institutionnelle à l’œuvre dans le domaine des langues, des espaces, des perceptions de soi-même et des autres, mais également dans les cultures du quotidien. Elle identifie pour la première fois des milieux socioculturels du Grand-Duché. Les découvertes faites à l’issue de ce projet de recherche d’une durée de trois ans mettent au jour les ambivalences et les dynamiques d’une société multiculturelle et plurilingue. Dans l’Unité de Recherche IPSE (Identités. Politiques, Sociétés, Espaces) à l’Université du Luxembourg, les chercheurs s’intéressent à des thèmes qui ont une pertinence sociale. L’accent est mis plus particulièrement sur l’analyse de processus de construction d’identités sociales et culturelles.
Cultures du quotidien et identitésin IPSE – Identités, Politiques, Sociétés, Espaces (Ed.) Construire des identités au Lxembourg. Appropriations subjectives – Projections institutionnelles – Milieux socio-culturels (2011)
Le Luxembourg – un centre financier international, un centre administratif européen, une terre d’immigration ? Cette étude empirique propose quelques approches d’une société jusqu’à présent en grande partie éludée par la recherche scientifique et observe les processus de construction identitaire dans des conditions de globalisation. L’équipe interdisciplinaire des auteurs expose les processus d’appropriation subjective et de projection institutionnelle à l’œuvre dans le domaine des langues, des espaces, des perceptions de soi-même et des autres, mais également dans les cultures du quotidien. Elle identifie pour la première fois des milieux socioculturels du Grand-Duché. Les découvertes faites à l’issue de ce projet de recherche d’une durée de trois ans mettent au jour les ambivalences et les dynamiques d’une société multiculturelle et plurilingue. Dans l’Unité de Recherche IPSE (Identités. Politiques, Sociétés, Espaces) à l’Université du Luxembourg, les chercheurs s’intéressent à des thèmes qui ont une pertinence sociale. L’accent est mis plus particulièrement sur l’analyse de processus de construction d’identités sociales et culturelles.
Identity Constructions in Luxembourgin IPSE – Identités, Politiques, Sociétés, Espaces (Ed.) Doing Identity in Luxembourg. Subjective Appropriations – Institutional Attributions – Socio-Cultural Milieus (2011)
Luxembourg – international financial center, European administrative center, destination country for immigration? This empirical study provides insights about a society that has hitherto largely eluded scientific investigation and observes the processes of identity construction in globalised conditions. The interdisciplinary team of authors exposes the processes of subjective appropriations and institutional attributions at work in the fields of languages, spaces, perceptions of self and others as well as everyday cultures, and identifies for the first time socio-cultural milieus in the Grand Duchy. The findings of the three-year research project uncover the ambivalences and dynamics of a multicultural and multilingual society.
Entwicklungen und Strukturen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Großregion SaarLorLuxE-print/Working paper (2011)
In diesen Beitrag werden die über Jahrzehnte hinweg gewachsen Strukturen der internationalen, interregionalen und grenznachbarschaftlichen Kooperation in der Großregion SaarLorLux vorgestellt. Die Betrachtung erfolgt ab den späten 1960er Jahren über die 1990er Jahre, in denen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit an allen EU-Binnengrenzen einen deutlichen Entwicklungsschub erfuhr; bis in die 2000er Jahre, in denen eine spürbare Verfestigung der grenzüberschreitenden Kooperation einsetzt. Die jeweiligen Entwicklungen werden an die entsprechenden Rahmenbedingungen, die unter anderem von Brüssel gesetzt werden, rückgebunden und nach Akteursebenen differenziert.
Atypische Grenzgänger in der Großregion SaarLorLuxE-print/Working paper (2011)
Die Großregion kennzeichnet sich durch einzigartige Arbeitsmarktverflechtungen zwischen ihren Teilgebieten. Das grenzüberschreitende Pendeln über nationale Grenzen wurde durch den Europäischen Einigungsprozess spürbar erleichtert, in dessen Zuge der Status des Grenzgängers unter sozial- und steuerrechtlichen Gesichtspunkten definiert wurde. Diese Definition unterscheidet jedoch nicht zwischen Grenzgängern, die aus ihrer ‚angestammten Region’ ins benachbarte Ausland pendeln und solchen, die aus dem benachbarten Ausland in die ‚angestammte Region’ an ihren Arbeitsplatz kommen. Das letztgenannte atypische Grenzgängerwesen gewinnt in der Großregion jedoch zunehmend an Bedeutung. Im Kontext der grenzüberscheitenden Wohnort- und atypischen Arbeitnehmermobilität werden in diesem Beitrag die Motive der atypischen Grenzgänger sowie Fragen der räumlichen Organisation von Alltagspraktiken im Zuge des Wohnortwechsels untersucht. Ferner werden Aspekte des sozialen Zusammenlebens am Wohnort beleuchtet und die subjektive Bewertung der Wohnsitzverlagerung dargelegt. Die Betrachtung dieser Teilaspekte erfolgt vergleichend am Beispiel der atypischen Pendelbewegungen an der saarländisch-lothringischen und luxemburgischen Grenze.
Everyday Cultures and Identitiesin IPSE – Identités, Politiques, Sociétés, Espaces (Ed.) Doing Identity in Luxembourg. Subjective Appropriations – Institutional Attributions – Socio-Cultural Milieus (2011)
Luxembourg – international financial center, European administrative center, destination country for immigration? This empirical study provides insights about a society that has hitherto largely eluded scientific investigation and observes the processes of identity construction in globalised conditions. The interdisciplinary team of authors exposes the processes of subjective appropriations and institutional attributions at work in the fields of languages, spaces, perceptions of self and others as well as everyday cultures, and identifies for the first time socio-cultural milieus in the Grand Duchy. The findings of the three-year research project uncover the ambivalences and dynamics of a multicultural and multilingual society.
La perception des travailleurs frontaliers dans les milieux socio-culturels du LuxembourgScientific Conference (2010, September)
Alltagskulturen und IdentitätenScientific Conference (2010, July)
Dieses Buch gibt Einblicke in eine wenig erforschte Gesellschaft und Hinweise auf Identitätskonstruktionen unter globalisierten Bedingungen. Das interdisziplinäre Autorenteam arbeitet subjektive Aneignungs- und institutionelle Zuschreibungsprozesse auf den Gebieten »Sprache«, »Raum«, »Alltagskultur« sowie »Selbst-« und »Fremdbild« heraus und ermittelt erstmals sozio-kulturelle Milieus im Großherzogtum. Der materialreiche Band zeigt Ambivalenzen und Dynamiken in einer multikulturellen und mehrsprachigen Gesellschaft auf.
Wirtschaftliche Transformationsprozesse und sozio-kulturelle Implikationen in der GroßregionScientific Conference (2010, January)
« Doing Grande Région » – Espace entre transgression et construction à l'exemple du frontalierin Crenn, Gaelle; Deshayes, Jean-Luc (Eds.) La construction des territoires en Europe. Luxembourg et Grande Région : Avis de recherches (2010)
Der Grenzgänger als „notwendiges Übel“? Zur Wahrnehmung des Grenzgängerwesens in Luxemburgin Pauly, Michel (Ed.) ASTI 30+. 30 ans de migrations, 30 ans de recherches, 30 ans d’engagements (2010)
Doing Großregion Raum zwischen Transgression und Konstruktion am Beispiel des Grenzgängersin Becker, Lidia; Demeulenaere, Alex; Felbeck, Christine (Eds.) Grenzgänger und Exzentriker. Beiträge zum XXV. Forum Junge Romanistik in Trier (3.-6. Juni 2009) (2010)
Die Beiträge zum XXV. Forum Junge Romanistik Grenzgänger & Exzentriker" bilden den Auftakt der Schriftenreihe Forum Junge Romanistik im Martin Meidenbauer Verlag. Das gegenwärtig an Aktualität gewinnende Phänomen des Grenzgängertums sowie das Subjekt ex centro, also jenseits des gesellschaftlichen Mittelpunktes, erfahren eine facettenreiche Behandlung aus dem Blickwinkel der romanistischen Fachteile Literatur-, Sprach-, Kulturwissenschaft und Fachdidaktik. Zusätzlich zur Welt der Romania wird das Thema "Grenzgänger & Exzentriker" im Sinne der trans- und interdisziplinären Zusammenarbeit etwa aus soziologischer und germanistischer Sicht beleuchtet. Die 27 Beiträge sind in neun Sektionen unterteilt, die den einzelnen Schwerpunkten im Rahmen der Tagungsthematik entsprechen: Trans-gressionen des Raumes; Gender, Sex & Co.; Fachdidaktik; Grenzgänger und Flaneure; Minderheitensprachen und kulturelles Gedächtnis; Pathologisches und Exzeptionelles; Literaturtheorie; Hybridisierung und Theatrales sowie Karibik, Kanada & Afrika. "
Die Grenzgänger als vertraute Fremdein Reckinger, Rachel; Schulz, Christian; Wille, Christian (Eds.) Doing Identity in Luxemburg. Subjektive Aneignungen – institutionelle Zuschreibungen – sozio-kulturelle Milieus (2010)
Dieses Buch gibt Einblicke in eine wenig erforschte Gesellschaft und Hinweise auf Identitätskonstruktionen unter globalisierten Bedingungen. Das interdisziplinäre Autorenteam arbeitet subjektive Aneignungs- und institutionelle Zuschreibungsprozesse auf den Gebieten »Sprache«, »Raum«, »Alltagskultur« sowie »Selbst-« und »Fremdbild« heraus und ermittelt erstmals sozio-kulturelle Milieus im Großherzogtum. Der materialreiche Band zeigt Ambivalenzen und Dynamiken in einer multikulturellen und mehrsprachigen Gesellschaft auf.
Wirtschaftliche Transformationsprozesse und sozio-kulturelle Implikationen in der Großregionin Letopis : Zeitschrift für sorbische Sprache, Geschichte und Kultur (2010), 57(2), 15-30
This paper examines structural and identity changes in the so-called “Macro-region”, which comprises a European cross-border region of cooperation in the South-West of Germany. This macro-region is a cross-border, European area of cooperation where four countries meet: Germany – France – Luxemburg – Belgium. Its core area was dominated in the past by coal mining, as well as the iron and steel industry. However, the coal and steel crises in the 1950s and 1970s caused the disappearance of important key sectors of industry. The development or increase in cross-border movements of labour were linked to the dramatic economic changes in the region. Cross-border commuting was directed more and more towards Luxemburg. As a result the Grand Duchy has – after Switzerland - the most cross-border commuters in the EU. There has as yet been no investigation in Luxemburg of what effect their large presence, representing 44% of the workforce, has on identity creation. This paper provides first indications of a renaissance of national identity structures in the context of cross-border commuting in the Grand Duchy.
Identitätskonstruktionen erforschenin IPSE – Identités, Politiques, Sociétés, Espaces (Ed.) Doing Identity in Luxemburg. Subjektive Aneignungen – institutionelle Zuschreibungen – sozio-kulturelle Milieus (2010)
Luxemburg – internationaler Finanzplatz, europäisches Verwaltungszentrum, Einwanderungsland? Dieses Buch gibt Einblicke in eine wenig erforschte Gesellschaft und Hinweise auf Identitätskonstruktionen unter globalisierten Bedingungen. Das interdisziplinäre Autorenteam arbeitet subjektive Aneignungs- und institutionelle Zuschreibungsprozesse auf den Gebieten »Sprache«, »Raum«, »Alltagskultur« sowie »Selbst-« und »Fremdbild« heraus und ermittelt erstmals sozio-kulturelle Milieus im Großherzogtum. Der materialreiche Band zeigt Ambivalenzen und Dynamiken in einer multikulturellen und mehrsprachigen Gesellschaft auf.
Alltagskulturen und Identitätenin IPSE – Identités, Politiques, Sociétés, Espaces (Ed.) Doing Identity in Luxemburg Subjektive Aneignungen – institutionelle Zuschreibungen – sozio-kulturelle Milieus (2010)
Luxemburg – internationaler Finanzplatz, europäisches Verwaltungszentrum, Einwanderungsland? Dieses Buch gibt Einblicke in eine wenig erforschte Gesellschaft und Hinweise auf Identitätskonstruktionen unter globalisierten Bedingungen. Das interdisziplinäre Autorenteam arbeitet subjektive Aneignungs- und institutionelle Zuschreibungsprozesse auf den Gebieten »Sprache«, »Raum«, »Alltagskultur« sowie »Selbst-« und »Fremdbild« heraus und ermittelt erstmals sozio-kulturelle Milieus im Großherzogtum. Der materialreiche Band zeigt Ambivalenzen und Dynamiken in einer multikulturellen und mehrsprachigen Gesellschaft auf.
Grenzgänger in der Großregion SaarLorLux (1998-2008)E-print/Working paper (2010)
Die Karte zeigt die Grenzgängerströme zwischen den Teilräumen der Großregion. Dabei sind besonders ausgeprägte Einpendelbewegungen an der luxemburgischen Staatsgrenze zu beobachten und viele Grenzgänger, die aus Lothringen in das benachbarte Wallonien, Großherzogtum und Saarland auspendeln. Seit der Jahrtausendwende kommen auch aus den deutschen Bundesländern immer mehr Menschen nach Luxemburg an ihren Arbeitsplatz.
Identitätskonstruktionen in Luxemburgin IPSE – Identités, Politiques, Sociétés, Espaces (Ed.) Doing Identity in Luxemburg. Subjektive Aneignungen – institutionelle Zuschreibungen – sozio-kulturelle Milieus (2010)
Luxemburg – internationaler Finanzplatz, europäisches Verwaltungszentrum, Einwanderungsland? Dieses Buch gibt Einblicke in eine wenig erforschte Gesellschaft und Hinweise auf Identitätskonstruktionen unter globalisierten Bedingungen. Das interdisziplinäre Autorenteam arbeitet subjektive Aneignungs- und institutionelle Zuschreibungsprozesse auf den Gebieten »Sprache«, »Raum«, »Alltagskultur« sowie »Selbst-« und »Fremdbild« heraus und ermittelt erstmals sozio-kulturelle Milieus im Großherzogtum. Der materialreiche Band zeigt Ambivalenzen und Dynamiken in einer multikulturellen und mehrsprachigen Gesellschaft auf.
Grenzüberschreitende Raumkonstruktionen am Beispiel des Grenzgängerwesens in der GroßregionScientific Conference (2009, September)
IDENT – Identités socio-culturelles et politiques identitaires au Luxembourg. ProjektpräsentationPresentation (2009, January)
Eine namenlose Regionin Forum für Politik, Gesellschaft und Kultur in Luxemburg (2009), (288), 30-31
„Ich kann mir unter Großregion den SaarLorLux-Raum vorstellen und Trier noch mit einbezogen.“ – solche und ähnliche Antworten geben Grenzgänger auf die Frage nach der ‚Großregion’. Dabei kommen erstaunliche Gebietszuschnitte zum Vorschein: „Ich würde mal behaupten, dass damit Luxemburg gemeint ist.“ oder „Alles, was so um Trier drumherum gehört.“ Die Zitate zeigen, dass sich die Menschen unterschiedliche Begriffe von der ‚Großregion’ machen, hierfür unterschiedliche Bezeichnungen verwenden und schließlich das verfehlen, was von politischer Seite einmal als ‚Großregion’ definiert wurde. Ferdinand de Saussure folgend sollten das Bezeichnete (politisches Gebiet ‚Großregion’), sein subjektiver Begriff und das Bezeichnende (Name ‚Großregion’) eindeutig zusammengehören. Das gelingt jedoch nicht immer angesichts der vielfältigen Gebietszuschnitte sowie der etwas sperrigen Setzung durch den Gipfel : Großregion Saarland - Lothringen - Luxemburg - Rheinland-Pfalz - Wallonische Region - Französische Gemeinschaft Belgiens - Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens.
Grenzgänger im Großherzogtum Luxemburgin Geographische Rundschau (2009), 60(Heft 1), 36-42
Ortstermin an der Moselbrücke zur Rush Hour zwischen dem rheinland-pfälzischen Wellen und dem luxemburgischen Grevenmacher: Hunderte Grenzpendler quälen sich im stop and go-Tempo in Richtung Westen zu ihren Arbeitsplätzen im Großherzogtum. Diese Momentaufnahme steht nicht nur für die Engpässe in der regionalen Verkehrsinfrastruktur. Sie symbolisiert auch die Attraktivität des Luxemburger Arbeitsmarktes für Erwerbstätige aus dem angrenzenden Ausland. Der Kleinstaat hat sich daher rasant zum wichtigsten Zielgebiet der grenzüberschreitenden Arbeitskräfteströme in der Großregion entwickelt....
„Pratiquer la Grande Région. Questions d’approche du phénomène du travailleur frontalier“.Conference given outside the academic context (2008)
Grenzgänger zwischen Regionalität und Globalität Spuren kultureller Flexionen in der Großregion SaarLorLuxin Amann, Wilhelm; Mein, Georg; Parr, Rolf (Eds.) Periphere Zentren oder zentrale Peripherien? Kulturen und Regionen Europas zwischen Globalisierung und Regionalität (2008)
Fremder Alltag? Transnationale soziale Räume von Grenzgängern in der Großregion SaarLorLuxin Interculture Journal (2008), 7(6), 27-52
Increasing processes of globalization, which reach people’s everyday life more and more, make new and individual scopes of action possible and real. The latter bring about configurations of the social and territorial dimensions of human action which break up the traditional comprehension of societal spaces. The concept of the transnational social space is helpful to overcome the unity of territorial and social space and to study social figurations anchored in different national states. The present article aims at the specific context of border regions, respectively cross-border labour markets, with special focus on the construction of a transnational social space. Hence, following the social geography centred on subjects and actions, some conditions and impacts of the cross-border commuter phenomenon in the Greater Region SaarLorLux, widely based on the empiric research of the author, will be discussed.
Zum Modell des transnationalen sozialen Raums im Kontext von Grenzregionen. Theoretisch-konzeptionelle Überlegungen am Beispiel des Grenzgängerwesensin Europa Regional (2008), 16(2), 74-84
Given the continuing processes of globalisation, social networks that can be categorised as being above the national level are coming to the fore. They are also making constant headway as research topics in the human and social sciences by calling analytical concepts into question that are still geared towards “rooted” life conditions. For instance, there is a move away from statistical, homogenising and closed models of society, culture and space to more open and dynamic concepts that can provide important motivation for questions and their way they theoretically approach these issues on the small-space level of neighbouring border regions. This article will address the model of a transnational social space and discuss it in the framework of cross-border social interconnections between European border regions. It will start off by explaining the types of mobility that transmigrants and cross-border commuters have and then empirically and exemplarily linking this to a study made on cross-border commuters in the large-scale SaarLorLux region. The model to be presented here has been developed in the context of migration research and it focuses on permanent social connections that go beyond national states and constitute new connections of socialisation, even though its conception and analytical methods mostly remain dedicated to static thinking and to the national state. Given these facts, this article attempts to outline the central desiderata and potential development vistas for the research on transnational social relationships in border regions.
Identität und Arbeitsmarkt: Zur Ambivalenz des Grenzgängerdiskursesin Forum für Politik, Gesellschaft und Kultur in Luxemburg (2007), (271), 48-50
Bereits seit Beginn der 80er Jahre übersteigt die Arbeitskräftenachfrage in Luxemburg das lokale Arbeitskräfteangebot und die Unternehmen greifen auf Grenzpendler aus den Nachbarregionen zurück. Im Juni dieses Jahres wurden knapp 133.400 Grenzgänger gezählt, von denen über die Hälfte aus Frankreich kommt (51%), gefolgt von Belgien (26%) und Deutschland (23%). Sie stellen gut 42,5% der im Großherzogtum beschäftigten Arbeitnehmer – im Jahr 1980 lag ihr Anteil noch bei 9%. Während die wachsenden Einpendlerzahlen die Arbeitsmärkte der Nachbarregionen entlasten und die konjunkturelle Entwicklung im Großherzogtum vorantreiben, macht sich in Luxemburg mancherorts Unmut breit.
Interkulturelle Herausforderungen in saarländisch-lothringischen Wirtschaftsbeziehungen. Bestandsaufnahmen – Analysen – PerspektivenBook published by AV Akademikerverlag (2007)
Deutschland und Frankreich sind seit den 1960er Jahren wichtige Handelspartner, wobei im Raum Saarland-Lothringen eine Verdichtung grenzüberschreitender Wirtschaftskontakte auszumachen ist. Das Grenzgebiet ist Ausgangspunkt dieser Publikation, um interkulturelle Problemfelder der deutsch-französischen Wirtschaftsbeziehungen zu analysieren und adäquate Handlungsansätze zu entwickeln. Der Autor bringt zunächst Theorie und Methodik der Interkulturellen Kommunikation mit seinem empirischen Vorgehen in Verbindung und erläutert interkulturelle Herausforderungen, die Wirtschaftsstrukturen, Ausbildungssysteme, Sozialisations- und Kommunikationsstile in Deutschland und Frankreich einschließen. Auf dieser Grundlage erarbeitet er ein interkulturelles Qualifikationsprofil, das sich an den Erkenntnissen der Kooperationsforschung sowie der Internationalisierung von Berufsbildung orientiert. Weiterführend werden Möglichkeiten zur Integration des Profils in die Aus- und Weiterbildungssysteme aufgezeigt.
Interkulturelle Herausforderungen in saarländisch-lothringischen Wirtschaftsbeziehungen. Bestandsaufnahmen - Analysen - PerspektivenBook published by VDM Verlag (2007)
Deutschland und Frankreich sind seit den 1960er Jahren wichtige Handelspartner, wobei im Raum Saarland-Lothringen eine Verdichtung grenzüberschreitender Wirtschaftskontakte auszumachen ist. Das Grenzgebiet ist Ausgangspunkt dieser Publikation, um interkulturelle Problemfelder der deutsch-französischen Wirtschaftsbeziehungen zu analysieren und adäquate Handlungsansätze zu entwickeln. Der Autor bringt zunächst Theorie und Methodik der Interkulturellen Kommunikation mit seinem empirischen Vorgehen in Verbindung und erläutert interkulturelle Herausforderungen, die Wirtschaftsstrukturen, Ausbildungssysteme, Sozialisations- und Kommunikationsstile in Deutschland und Frankreich einschließen. Auf dieser Grundlage erarbeitet er ein interkulturelles Qualifikationsprofil, das sich an den Erkenntnissen der Kooperationsforschung sowie der Internationalisierung von Berufsbildung orientiert. Weiterführend werden Möglichkeiten zur Integration des Profils in die Aus- und Weiterbildungssysteme aufgezeigt.
Die Großregion SaarLorLux - Une communauté de destinin Mendgen, Eva (Ed.) Im Reich der Mitte / Le berceau de la Civilisation européenne. Savoir-faire / savoir-vivre (2007)
Apprendre à parler affaires: Quelle compétence? Interkulturelle deutsch-französische Wirtschaftskompetenz als Herausforderung für das berufliche Schulwesen. Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung im Saarland und in Baden-Württemberg.in Französisch Heute (2007), (1), 70-80
Im Zuge einer immer weiter gehenden Globalisierung, vor allem auch im Bereich der Wirtschaftsbeziehungen, wird verstärkt interkulturelle Kompetenz eingefordert. Die Betrachtung deutsch-französischer Wirtschaftsbeziehungen und ihrer Akteure, welche die Autorin vornimmt, "verdeutlicht die Notwendigkeit des Erwerbs interkultureller Kompetenz - ein Faktorenbündel an Fähigkeiten, zu dem auch und gerade in Wirtschaftsbeziehungen mit Frankreich Französischkenntnisse gehören". Der Beitrag umreißt die Fähigkeit der interkulturellen Kompetenz näher und macht sie für den deutsch-französischen Kontext greifbar. Dazu behandelt er deutsch-französische Grenzräume als Kernzonen interkultureller Wirtschaftskommunikation, die Praxis deutsch-französischer Wirtschaftskommunikation, die Aus- und Weiterbildung grenzüberschreitend tätiger Wirtschaftsakteure und Perspektiven interkultureller Wirtschaftskompetenz in deutsch-französischen Grenzräumen.
Der Arbeitsmarkt der Großregion bis 2020. Perspektiven für das Saarland, Lothringen, Luxemburg, Rheinland-Pfalz, die Wallonie und die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens.Book published by Bertelsmann (2006)
Die Großregion ist einer der größten Mobilitätsräume in Europa - in einem Land wohnen und im anderen Land arbeiten gehört hier zum Alltag. Die Entwicklung dieses besonderen Arbeitsmarkts hat die Interregionale Arbeitsmarktbeobachtungsstelle kontinuierlich analysiert und stellt ihre Ergebnisse in der zweisprachigen Studie vor. Angesichts der absehbaren demographischen Verschiebungen werden Handlungsmöglichkeiten für die Stabilisierung des Erwerbspersonenpotenzials aufgezeigt und die Zukunftsaufgaben für eine grenzüberschreitende Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik in der Großregion formuliert. Die in deutscher und französischer Sprache anschaulich dargestellten Ergebnisse der IBA-Arbeiten entstanden in Zusammenarbeit mit den Statistischen Ämtern der Großregion sowie mit Experten aus den Teilräumen.
Arbeitskräftemobilität in Grenzregionen. Das Beispiel der Großregion SaarLorLuxin Dokumente : Zeitschrift für den deutsch-französischen Dialog = Documents : revue du dialogue franco-allemand (2006), (2), 43-48
Soziokulturelle Dimensionen grenzüberschreitender Arbeitnehmermobilität am Beispiel der Großregion SaarLorLuxin Interkulturell und global : Forum für interkulturelle Kommunikation, Erziehung, Bildung und globales Lernen (2006), (3/4), 93-101
Des travailleurs sans frontières. L'exemple de la Grande Région SaarLorLuxin Dokumente : Zeitschrift für den deutsch-französischen Dialog = Documents : revue du dialogue franco-allemand (2006)
Im eigenen Land wohnen, beim Nachbarn arbeiten? Zur Komplexität und Vielschichtigkeit des Grenzgängerwesens in der Großregion am Beispiel deutscher Grenzgänger und von Grenzgängern mit Wohnsitz in Deutschlandin Dimensions socio-économiques de la mobilité transfrontalière - actes du séminaire transfrontalier EURES-OIE (2006)
Grenzüberschreitende Arbeitnehmermobilität ist ein zentrales Merkmal der Großregion. Seit den 1970er Jahren wächst ihre Bedeutung für Wirtschaft und Arbeitsmarkt, gleichwohl ist das Grenzgängerphänomen in seiner Komplexität und Vielgestaltigkeit noch nicht hinreichend dokumentiert. Die Interregionale Arbeitsmarktbeobachtungsstelle startete daher in 2004 das Interreg IIIC (RRM e-BIRD)-Projekt «Grenzgänger und grenzüberschreitender Arbeitsmarkt in der Großregion», das verschiedene Implikationen grenzüberschreitender Arbeitnehmermobilität behandelt. Dabei werden besonders neue Formen des Grenzgängerwesens berücksichtigt wie etwa «atypische» 2 oder «virtuelle» 3 Grenzgänger, die Fragen des grenzüberschreitenden Arbeitsmarkts komplex gestalten. Nach einer allgemeinen Darstellung der Grenzgängerströme in der Großregion werden in diesem Beitrag Aspekte des atypischen Grenzgängerwesens am Beispiel deutscher Grenzgänger bzw. mit Wohnsitz in Deutschland erläutert.
SaarLorLux von A bis Z. Wegweiser für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der GroßregionBook published by Nomos (2006)
Durch den fortschreitenden Integrationsprozess und die stetige Verfestigung eines Europas der Regionen gewinnen regionale Solidargemeinschaften an Bedeutung. Ein Vorzeigebeispiel dafür ist die Großregion SaarLorLux, die auf eine lange Tradition der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zurückblickt. Heute zeichnet sich der europäische Kernraum durch ein breites Spektrum grenzüberschreitender Kooperationen aus, die von politischen Institutionen, Verbänden und Vereinen, von privaten Initiativen, aber auch von Unternehmen und nicht zuletzt von Einzelpersonen getragen werden. Zunehmend mehr Akteure sind in zunehmend mehr interregionale Netze eingebunden. Damit ist es sehr schwieriger geworden, im „interregionalen Dschungel SaarLorLux“ den Überblick zu behalten – und Orientierungshilfen fehlten bislang. Diese Lücke schließt das erste Handbuch für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Großregion SaarLorLux. Ein interregionales Autorenteam entwickelte die praktische Publikation aus der Großregion für die Großregion.
SaarLorLux von A bis Z. Wegweiser für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der GroßregionBook published by Nomos (2006)
Durch den fortschreitenden Integrationsprozess und die stetige Verfestigung eines Europas der Regionen gewinnen regionale Solidargemeinschaften an Bedeutung. Ein Vorzeigebeispiel dafür ist die Großregion SaarLorLux, die auf eine lange Tradition der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zurückblickt. Heute zeichnet sich der europäische Kernraum durch ein breites Spektrum grenzüberschreitender Kooperationen aus, die von politischen Institutionen, Verbänden und Vereinen, von privaten Initiativen, aber auch von Unternehmen und nicht zuletzt von Einzelpersonen getragen werden. Zunehmend mehr Akteure sind in zunehmend mehr interregionale Netze eingebunden. Damit ist es sehr schwieriger geworden, im „interregionalen Dschungel SaarLorLux“ den Überblick zu behalten – und Orientierungshilfen fehlten bislang. Diese Lücke schließt das erste Handbuch für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Großregion SaarLorLux. Ein interregionales Autorenteam entwickelte die praktische Publikation aus der Großregion für die Großregion: Dr. Bernd Groß (Saarbrücken) und die Co-Autoren Christian Wille (Saarbücken), Claude Gengler (Luxemburg) und Patrick Thull (Metz) konzipierten „SaarLorLux von A bis Z“ als einen Wegweiser in die grenzüberschreitende Kooperationspraxis und geben damit nützliche Hilfestellungen, um sich im grenzüberschreitenden Alltag zurechtzufinden. Das Handbuch gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil zeichnet ein umfassendes Porträt des grenzüberschreitenden Raums (Alltag, Tourismus, Arbeitsmarkt, Sprache, Kultur usw.) und zeigt die verschiedenen Aspekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit auf. Im Mittelpunkt steht dabei die Projektpraxis, die durch zahlreiche Projektbeispiele aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen transparent gemacht wird. Auch gehen die Autoren mit kritischem Blick auf verschiedene Kooperationshemmnisse ein. Den zweiten Teil des Handbuchs bildet ein umfangreiches Glossar mit zentralen Schlüsselbegriffen aus der Kooperationspraxis. Von A wie „Abi-Bac“ bis Z wie „Zweckverband“ geben die sorgfältig aufbereiteten Stichworte Einblicke in alles Wissenswerte rund um SaarLorLux und können wie in einem Lexikon nachgeschlagen werden. Ergänzt wird das Handbuch durch wichtige Internetadressen zur weiteren Information. Die Publikation richtet sich an grenzüberschreitend tätige Akteure und Institutionen auf politisch-administrativer Ebene, Stiftungen, Verbände, Schulen und Hochschulen, grenzüberschreitend tätige Unternehmen, aber auch an interessierte Privatpersonen. Durch die Übersetzung des Handbuchs ins Französische wird der grenzüberschreitende Wegweiser demnächst auch in Lothringen, Luxemburg und in Wallonien erhältlich sein.
Deutsch-Französische Grenzräume als interkulturelle Schnittstellen. Wirtschaftliche Zusammenarbeit im Raum Saarland-Lothringenin Dokumente : Zeitschrift für den deutsch-französischen Dialog = Documents : revue du dialogue franco-allemand (2005), (1), 24-28
Nationale Grenzen verlieren durch die zunehmende Verflechtung europäischer Volkswirtschaften ihre trennende Wirkung, und die Zahl der Geschäftskontakte über Länderund Kulturgrenzen hinweg wächst stetig. Eine transnationale Wirtschaftswelt öffnet aber nicht nur neue Handlungsräume, sie erfordert auch die Fähigkeit, mit Angehörigen anderer Kulturen kommunizieren und zusammenarbeiten zu können....
(Neue) Unübersichtlichkeit im Großherzogtumin Forum für Politik, Gesellschaft und Kultur in Luxemburg (2005), (251), 15-19
2006 ist das Europäische Jahr der Arbeitskräftemobilität. Mobile Arbeitnehmer gewinnen also nicht nur in der Großregion an Bedeutung, auch auf Europäischer Ebene nimmt man sich verstärkt dieses Themas an. Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Beschäftigung befassen sich im SaarLorLux-Raum bereits seit Jahrzehnten intensiv mit Arbeitskräftemobilität. Dabei stehen das Grenzgängerwesen und überwiegend Arbeitsmarktfragen sowie Mobilitätshemmnisse im Zentrum. Die Diskussionen weiten sich aber auch auf benachbarte Themengebiete aus und Grenzgänger befinden sich zunehmend im Fokus der Raum- und Verkehrsplanung, der Immobilienmärkte, des Einzelhandels oder des nicht unumstrittenen Diskurses einer Europäischen Modellregion SaarLorLux...
Reden wie Deutsche in Frankreich. Kultur prägt Kommunikationin Interkulturell und global : Forum für interkulturelle Kommunikation, Erziehung, Bildung und globales Lernen (2005), (3/4), 219-222