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Hartbaum, Verena; Ngo, Anh-Linh; Trüby, Stephan et al

in Arch + (2019), 235

Geradezu seismografisch scheint die Architektur Entwicklungen vorwegzunehmen, die wir gemeinhin mit dem Erstarken der Neuen Rechten in den letzten Jahren in Verbindung bringen, die jedoch so neu nicht ist ... [more ▼]

Geradezu seismografisch scheint die Architektur Entwicklungen vorwegzunehmen, die wir gemeinhin mit dem Erstarken der Neuen Rechten in den letzten Jahren in Verbindung bringen, die jedoch so neu nicht ist, wie Stephan Trüby, der das Projekt „Rechte Räume“ initiiert hat, in seinem Grundlagenbeitrag herausarbeitet. Die architekturpolitische Ideologisierung mit der national­konservativen Wende der sogenannten ­Berlinischen Architektur, auf die ARCH+ bereits 1994 mit dem Heft Von Berlin nach Neuteutonia aufmerksam gemacht hat (siehe auch ARCH+ 219: Klaus Heinrich: Dahlemer Vorlesungen – Karl Friedrich Schinkel / Albert Speer, 2015), geht der neurechten Entwicklung in der Gesellschaft Jahrzehnte voraus. Neu ist an der Neuen Rechten allenfalls die strategische und qualitative Veränderung, die den Rechtsextremismus normalisiert. In ihrem Triumphzug führt die Neue Rechte als Beute die Baukultur als identitätspolitisches Programm mit. Damit dringt sie tief in die bürgerliche Mitte ein, schließlich ist niemand gleich rechts, nur weil er oder sie Rekonstruktionen schön findet. Deswegen war auch unser Aufruf zu einem Rekonstruktions-Watch im Sinne einer ideologischen Wachsamkeit gegenüber dem politischen Subtext solcher Projekte auf heftige Kritik gestoßen von Leuten, die sich nicht dem rechten Milieu zuordnen. Doch damit gehen sie den Rattenfängern auch schon auf dem Leim, die mit Begriffen wie „Schönheit“ und „europäische Stadt“ wirkungsvolle Nebelkerzen zünden. In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass das nebulöse Label der europäischen Stadt von Anfang an anschlussfähig für das identitäre Programm der Neuen Rechten war. Was tun? Die Aufgabe ist es, mit Walter Benjamin gesprochen, „die Geschichte gegen den Strich zu bürsten.“ Das ist das Ziel dieser Ausgabe. [less ▲]

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Peer Reviewed
See detailInto the ground
Hesse, Markus UL

in Arch + (2018), (231), 78-83

How the financialization of property markets and land use puts cities under pressure.

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See detailFallstudie Großherzogtum Luxemburg
Decoville, Antoine; Feltgen, Valerie; Klein, Olivier et al

in Arch + (2018), 231

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Peer Reviewed
See detailIn Grund und Boden
Hesse, Markus UL

in Arch + (2018), (213), 78-83

Es ist ein Gemeinplatz, dass der Prozess der Globalisierung die Lebenswirklichkeiten in Städten ebenso wie deren Entwicklungsperspektiven in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert hat. Der ... [more ▼]

Es ist ein Gemeinplatz, dass der Prozess der Globalisierung die Lebenswirklichkeiten in Städten ebenso wie deren Entwicklungsperspektiven in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert hat. Der Entstehung eines weltweiten Handels- und Produktionsregimes, das sich im vergangenen Jahrhundert erst durch umfassende politische Regulierung richtig entfalten konnte, folgte die Globalisierung von Dienstleistungen. Technologische Innovationen in der Datenverarbeitung ermöglichten aktuelle Trends wie Digitalisierung oder den Trend zur Plattformökonomie. Der steigende Einfluss der Finanzmärkte auf die Realwirtschaft hat diese Tendenzen weiter verschärft. Tradierte Grenzen zwischen Wirtschaftszweigen oder Territorien heben sich auf, globale und lokale Maßstäbe sind zunehmend verwischt. Grund und Boden als prinzipiell nicht mobiles Gut gehen verstärkt als asset, als aktiver Vermögenswert, in die Sphäre der globalen Tauschwirtschaft ein. [less ▲]

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See detailAn architectural history of the question of land ownership
Hertweck, Florian UL

in Arch + (2018), 231

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