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Peer Reviewed
See detailDie aktuellen Familienkonzepte der Europäischen Kommission und ihre Umsetzung in der Volkszählung 2011 – Ein Erfahrungsbericht aus Luxemburg
Heinz, Andreas UL; Willems, Helmut UL

in DGD-Online-Publikation (2015, March 13), (01/2015), 114-121

In der luxemburgischen Volkszählung 2001 wurde die Haushaltszusammensetzung erhoben, indem abgefragt wurde, in welcher Beziehung jedes Haushaltsmitglied zur Referenzperson steht. Diese Frage ist leicht zu ... [more ▼]

In der luxemburgischen Volkszählung 2001 wurde die Haushaltszusammensetzung erhoben, indem abgefragt wurde, in welcher Beziehung jedes Haushaltsmitglied zur Referenzperson steht. Diese Frage ist leicht zu beantworten und die Methode wird bis heute in zahlreichen Umfragen genutzt. Das Hauptproblem dieser Methode besteht darin, dass nicht erhoben wird, in welcher Beziehung die Nichtreferenzpersonen untereinander stehen. Damit ist die Information über die Haushaltszusammensetzung davon abhängig, wer den Fragebogen ausfüllt: Über ein und denselben Haushalt können unterschiedliche Angaben vorliegen, je nachdem ob die Mutter, der Großvater oder eine sonstige Person den Fragebogen ausfüllt. Diese Methode ist für die familiensoziologische Forschung wenig ergiebig und sie reicht nicht aus, um die Vorgaben der EU für die Volkszählungen 2011 zu erfüllen. Daher wurden zum einen Antwortkategorien ergänzt und zum anderen wurden die Beziehungen von jedem Haushaltsmitglied zu jedem anderen erhoben. Bei der ersten Umsetzung im Jahr 2011 bedeutet dies einen höheren Aufwand für die Aufbereitung der Daten vor der Eingabe sowie für die Einteilung gemäß der EU-Klassifikation. Allerdings ist mit dieser Methode ein deutlich höherer Informationsgehalt verbunden. Des Weiteren ist davon auszugehen, dass der Aufwand für erneute Anwendung im Jahr 2021 deutlich geringer ausfällt, sofern mehr Personen den Fragebogen der Volkszählung online ausfüllen und die EU-Klassifikation beibehalten wird. Inhaltlich eignet sich die EU-Klassifikation sehr gut, um familiensoziologische Fragen zu beantworten. Exemplarisch wird dies anhand unterschiedlichen private Übergänge von der Jugend zum Erwachsenenalter sowie der Übergänge vom mittleren zum höheren Erwachsenenalter der luxemburgischen und portugiesischen Bevölkerung Luxemburgs gezeigt. [less ▲]

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