References of "Uhrmacher, Martin 50003235"
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See detailWann kam die Grenze auf die Karte? Zur Konstruktion von Herrschaftsgebieten zwischen Reich und Frankreich in der Frühen Neuzeit
Uhrmacher, Martin UL

Scientific Conference (2019, September 19)

Feste politische Grenzen, wie man sie heute kennt, die ein Staatsgebiet nach innen wie nach außen umfassend begrenzen, sind im Raum zwischen Maas und Rhein ein Produkt des späten 18. Jahrhunderts. Für ... [more ▼]

Feste politische Grenzen, wie man sie heute kennt, die ein Staatsgebiet nach innen wie nach außen umfassend begrenzen, sind im Raum zwischen Maas und Rhein ein Produkt des späten 18. Jahrhunderts. Für diese Region wird nach dem Ursprung dieser festen Grenzlinien gesucht, die heute ein selbstverständlicher Bestandteil von Karten sind. Seit dem späten 16. Jahrhundert wurden im Westen des Heiligen Römischen Reiches erstmals historische Karten publiziert und im Druck verbreitet, die unser Bild der territorialen Landschaft bis heute prägen. Ab wann aber werden solche Grenzlinien zur Darstellung territorial-räumlicher Verhältnisse verwendet? Und welche Rolle kommt ihnen bei der Konstruktion von Herrschaft im Raum zu? Diesen Fragen widmet sich der Beitrag für die Region zwischen Maas und Rhein. Sie liegt an der Schnittstelle von Germania und Romania und ist durch Einflüsse beiderseits der Sprachgrenze geprägt. [less ▲]

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See detailChallenges and problems in the creation of a historical town atlas on the Internet. "Luxatlas" as case study.
Uhrmacher, Martin UL

Presentation (2019, August 28)

First, an overview of the concept and the current status of the "Luxatlas"-research-project. Followed by a brief presentation of the challenges and problems the research team is facing during the ... [more ▼]

First, an overview of the concept and the current status of the "Luxatlas"-research-project. Followed by a brief presentation of the challenges and problems the research team is facing during the development of an historical town atlas in form of a digital and interactive website. Finally, a presentation of the recently published and freely accessible beta version of the atlas. [less ▲]

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See detailMapping Digital Urban History - Use Case Luxembourg
Kass, Steve UL; Pauli, Sebastian; Uhrmacher, Martin UL

Presentation (2019, July 04)

Since 2016, a research project of the University of Luxembourg (IHIST: Institute for History) in close collaboration with the city of Luxemburg is investigating research in the development of an ... [more ▼]

Since 2016, a research project of the University of Luxembourg (IHIST: Institute for History) in close collaboration with the city of Luxemburg is investigating research in the development of an interactive, dynamic web site, providing insights in the urban development since the beginning of the 19th century at single building level scale. The elaborated historic town Atlas represents a collection of maps and structures (e.g. building, fortress, streets) combined with explanatory texts, chronological tables and images, which all trace the history of the city and illustrate its stages of development. It represents a tool for additional new knowledge with which the historical process of change will be documented diachronically. The target groups are international urban history research and general public. [less ▲]

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Peer Reviewed
See detailEinleitung: Vorstädtische Räume in Spätmittelalter und früher Neuzeit
Uhrmacher, Martin UL

in Uhrmacher, Martin; Thewes, Guy (Eds.) Extra Muros. Vorstädtische Räume in Spätmittelalter und Früher Neuzeit / Espaces suburbains au bas Moyen Âge et à l’époque moderne (2019)

Stadt und Umland sind auf vielfältige Weise miteinander vernetzt. Die durch den „Spatial Turn“ entstandenen Impulse, Geschichte wieder verstärkt in räumlichen Bedingungen zu denken und Veränderungen der ... [more ▼]

Stadt und Umland sind auf vielfältige Weise miteinander vernetzt. Die durch den „Spatial Turn“ entstandenen Impulse, Geschichte wieder verstärkt in räumlichen Bedingungen zu denken und Veränderungen der Raumwahrnehmung intensiver in den Blick zu nehmen, sind das Anliegen des vorliegenden Bandes. Im Fokus stehen u.a. Fragen zur kartographischen Repräsentation, zur Sozialtopographie, zu Inklusions- und Exklusionsprozessen, sowie zur unterschiedlich starken Ausprägung von Zonen städtischen Einflusses. In den Beiträgen werden ausgewählte Städte aus Mittel-, Süd- und Osteuropa beleuchtet, darunter auch Festungsstädte und die in diesem Kontext oft wenig beachteten „Kleinen Städte“. [less ▲]

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See detailExtra Muros. Vorstädtische Räume in Spätmittelalter und Früher Neuzeit / Espaces suburbains au bas Moyen Âge et à l’époque moderne
Uhrmacher, Martin UL; Thewes, Guy

Book published by Böhlau Verlag (2019)

Stadt und Umland sind auf vielfältige Weise miteinander vernetzt. Die durch den „Spatial Turn“ entstandenen Impulse, Geschichte wieder verstärkt in räumlichen Bedingungen zu denken und Veränderungen der ... [more ▼]

Stadt und Umland sind auf vielfältige Weise miteinander vernetzt. Die durch den „Spatial Turn“ entstandenen Impulse, Geschichte wieder verstärkt in räumlichen Bedingungen zu denken und Veränderungen der Raumwahrnehmung intensiver in den Blick zu nehmen, sind das Anliegen des vorliegenden Bandes. Im Fokus stehen u.a. Fragen zur kartographischen Repräsentation, zur Sozialtopographie, zu Inklusions- und Exklusionsprozessen, sowie zur unterschiedlich starken Ausprägung von Zonen städtischen Einflusses. In den Beiträgen werden ausgewählte Städte aus Mittel-, Süd- und Osteuropa beleuchtet, darunter auch Festungsstädte und die in diesem Kontext oft wenig beachteten "kleinen Städte“. [less ▲]

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See detailGoogle My Maps: Ein Tool für die Erstellung einfacher historischer Karten
Uhrmacher, Martin UL

Presentation (2019, April 05)

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See detailKartographische Ressourcen im Internet, ein Überblick
Uhrmacher, Martin UL

Presentation (2019, April 05)

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See detailHistorische Karten aus der Maas-Mosel-Region - Analysemethoden zur Komplexität historischer Grenzen in der Praxis
Uhrmacher, Martin UL

Presentation (2019, April 05)

Grenzen auf historischen Karten sind stets Ausdruck eines Machtanspruchs, den sie räumlich darstellen. Sie bringen den Zusammenhang zwischen Kartographischer und realer Macht in Form von Punkten, Strichen ... [more ▼]

Grenzen auf historischen Karten sind stets Ausdruck eines Machtanspruchs, den sie räumlich darstellen. Sie bringen den Zusammenhang zwischen Kartographischer und realer Macht in Form von Punkten, Strichen oder Linien gewissermaßen auf das Blatt. Kartographie und Grenzen gehören deshalb im Kontext der Territorialpolitik auch untrennbar zusammen. Karten dienen einerseits nach innen einer möglichst präzisen Raumerfassung und somit als wichtige Informationsquelle und Orientierungshilfe für den Landesherrn. Gleichzeitig werden sie aber auch nach außen als Mittel politischer Propaganda und zur Durchsetzung von territorialen Ansprüchen gebraucht. Durch die Analyse kartographischer Quellen wird eine tiefergehende Annäherung an die Charakteristik und Ausprägung von Grenzräumen versucht. Dazu werden exemplarisch zwei Grenzregionen in den Blick genommen: Zum einen die luxemburgisch-französische Grenze des 17. und 18. Jahrhunderts sowie die kurtrierisch-luxemburgische Grenze im späten 18. Jahrhundert. Wie lassen sich Grenzen in dieser Zeit definieren und welche Funktion spielten Karten bei ihrer Festlegung, Ausprägung und Durchsetzung? [less ▲]

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See detailVom Ende des mittelalterlichen Herzogtums bis zur Neugründung als Großherzogtum: Luxemburg zwischen den Grenzbereinigungen des Ancien Régime und der Neuordnung durch den Wiener Kongress (1779 – 1816)
Uhrmacher, Martin UL

Presentation (2019, March 13)

Nach jahrhundertelangen Konflikten zwischen den Königreichen Frankreich und Österreich um das Herzogtum Luxemburg war es 1779 zu einem Ausgleich gekommen, der erstmals neue, begradigte Grenzen exakt ... [more ▼]

Nach jahrhundertelangen Konflikten zwischen den Königreichen Frankreich und Österreich um das Herzogtum Luxemburg war es 1779 zu einem Ausgleich gekommen, der erstmals neue, begradigte Grenzen exakt festlegte. Doch bereits wenige Jahre später annektierte die französische Republik nach der Revolution alle linksrheinischen Territorien und gliederte sie als Départements in das französischen Staatsgebiet ein. Nach der Absetzung Napoleons beschloss der Wiener Kongress 1815 eine Neuordnung Europas. In Folge dessen kam es im linksrheinischen Raum zur Neugründung des Großherzogtums Luxemburg als Teil des ebenfalls neu gegründeten Königreichs der Vereinigten Niederlande. Bei der territorialen Neugliederung griff man aber nur an wenigen Stellen auf die Grenzen des alten Herzogtums von 1795 zurück. Statt dessen einigte man sich darauf, dass im Osten die Flussläufe von Mosel, Sauer und Our zukünftig die Grenze bildeten. Diese besteht bis heute fort. [less ▲]

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See detailVillux 10 - The first digital historical atlas of the city of Luxembourg
Kass, Steve UL; Pauli, Sebastian; Uhrmacher, Martin UL

Presentation (2019, February 26)

The aim of the Villux- project is to analyse the urban development of Luxembourg-City. The appropriate tool to deal with these space-related issues is with the help of a historical atlas. Such a historic ... [more ▼]

The aim of the Villux- project is to analyse the urban development of Luxembourg-City. The appropriate tool to deal with these space-related issues is with the help of a historical atlas. Such a historic town atlas can be defined as a collection of explanatory texts, chronological tables, maps and images, which all trace the history of a city and illustrate its stages of development. The presentation will provide insights into the concept of the project and also present first results. [less ▲]

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Peer Reviewed
See detailNeue Staaten – neue Grenzen. Die Rhein-Maas-Mosel-Region zwischen den Grenzbereinigungen des Ancien Régime und der Neuordnung durch den Wiener Kongress (1779 – 1816)
Uhrmacher, Martin UL

in Fickers, Andreas; Franz, Norbert; Laux, Stephan (Eds.) Repression, Reform und Neuordnung im Zeitalter der Revolutionen: Die Folgen des Wiener Kongresses für Westeuropa. (2019)

Neue Staaten – neue Grenzen. Die Großregion zwischen den Grenzbereinigungen des Ancien Régime und der Neuordnung durch den Wiener Kongress (1779 – 1816). Der Beitrag untersucht die Veränderung von Grenzen ... [more ▼]

Neue Staaten – neue Grenzen. Die Großregion zwischen den Grenzbereinigungen des Ancien Régime und der Neuordnung durch den Wiener Kongress (1779 – 1816). Der Beitrag untersucht die Veränderung von Grenzen und Ihre Entwicklung von sich teils überlagernden und durch Enklaven und Gemeinsherrschaften durchsetzten historisch gewachsenen Grenzsäumen hin zu begradigten, fest definierten und teils naturräumlichen Scheidelinien folgenden Staatsgrenzen. In der heutigen Großregion vollzog sich dieser fundamentale Wandel in nur drei Jahrzehnten: Er gliederte die Region vollkommen neu. Zunächst waren es 1779 mit dem Brüsseler Vertrag nach jahrzehntelangen Verhandlungen endlich zu einem Ausgleich zwischen Österreich und Frankreich gekommen, der die Grenzstreitigkeiten beseitigte und neue, begradigte Grenzen exakt festlegte. Ein ähnlicher Vertrag wurde auch zwischen Österreich und Kurtrier abgeschlossen. Doch die als endgültig geplanten Regelungen bestanden nur wenige Jahre: Infolge der französischen Revolution annektierte die französische Republik am 1. Oktober 1795 die österreichischen Niederlande mit dem Herzogtum Luxemburg und kurz darauf auch Kurtrier und die anderen linksrheinischen Territorien. Alle Staaten wurden aufgelöst und gehörten nun zum französischen Staatsgebiet; Teile der alten Grenzen bestanden als Départementsgrenzen weiter. Nach der Absetzung Napoleons beschloss der Wiener Kongress 1815 eine Neuordnung Europas. Doch im Maas-Moselraum blieben mit Ausnahme Frankreichs alle Territorien und Landesherrschaften, die hier seit dem Früh- und Hochmittelalter bestanden hatten verschwunden. Sie wurden ersetzt durch das neu gegründete Großherzogtum Luxemburg und das ebenfalls neu gegründete Königreich der Vereinigten Niederlande sowie durch die preußische Rheinprovinz, die den gesamten östlichen Teil umfasste. Bei der territorialen Neugliederung griff man nur in Teilen auf die bis 1795 bestehenden Grenzen des alten Herzogtums zurück. In der Schlussakte des Wiener Kongresses behandeln die Artikel 66 bis 69 das Großherzogtum Luxemburg. Hier werden die Grenzen des neuen Staates allerdings nur grob umrissen; detaillierte Regelungen blieben späteren Verträgen vorbehalten. Unstrittig war die Süd- und Westgrenze mit Frankreich; sie entsprach der 1769/79 festgesetzten und bis 1795 gültigen Linie mit Ausnahme des ehemaligen Herzogtums Bouillon als Zugewinn. Vollkommen neu festgelegt wurde jedoch die Ostgrenze: Mit der Schlussakte des Wiener Kongresses waren alle hier an Luxemburg angrenzenden Gebiete an das Königreich Preußen gefallen. In den Verträgen von Aachen (26. Juni 1816) und Kleve (7. Oktober 1816) einigten sich die niederländische und die preußische Seite darauf, dass die Flussläufe von Mosel, Sauer und Our zukünftig die gemeinsame Grenze bildeten. Hier offenbart sich ein grundlegender Wandel im Verständnis und der Genese von Grenzen: Bisher waren territoriale Veränderungen auf Grundlage historisch gewachsener Herrschaftsstrukturen vorgenommen worden. So konnten kleinere Herrschaften aber auch größere Gebietskonglomerate zwar durch Tausch, Verkauf, Abtretung oder - wie durch Frankreich praktiziert - als „Reunionen“ die territoriale Zugehörigkeit wechseln. Dabei wurden jedoch die historisch gewachsenen Grenzen beachtet, sogar noch bei der Einrichtung der französischen Départements 1795. Mit der Wahl des Flußverlaufs von Sauer und Our als Grenze zwischen dem Großherzogtum Luxemburg als Provinz des niederländischen Königreichs und Preußen wurde dieses Prinzip durchbrochen und ein naturräumliches Gliederungselement als neu geschaffene Grenze gewählt. [less ▲]

Detailed reference viewed: 64 (5 UL)
See detailLuaxtlas - A digital and interactive historical atlas of the city of Luxembourg - Beta Version
Uhrmacher, Martin UL; Kass, Steve UL; Pauli, Sebastian et al

Cartographic material (2019)

Since 2016, the university research project VILLUX X, in collaboration with the City of Luxembourg, is working on the creation of a digital historical atlas. This atlas shows the urban development of ... [more ▼]

Since 2016, the university research project VILLUX X, in collaboration with the City of Luxembourg, is working on the creation of a digital historical atlas. This atlas shows the urban development of Luxembourg since the beginning of the 19th century in the form of digital and interactive maps. The profound processes of change in Luxembourg and the growth of the city can be traced interactively in several time sections from the 1820s onwards: From the narrow fortified city of the early 19th century to the large-scale international metropolis of the 21st century. [less ▲]

Detailed reference viewed: 65 (7 UL)
See detailLuxatlas - Vorstellung des Forschungsprojektes und Zielsetzung
Uhrmacher, Martin UL; Kass, Steve UL

in Uhrmacher, Martin; Kass, Steve (Eds.) Luxatlas.lu - Digitaler und interaktiver historischer Stadtatlas Luxemburgs (2019)

Seit Ende 2016 widmet sich das universitäre Forschungsprojekt VILLUX X in Zusammenarbeit mit der Stadt Luxemburg der Erstellung eines digitalen historischen Atlas. Dieser zeigt auf der Webseite http://www ... [more ▼]

Seit Ende 2016 widmet sich das universitäre Forschungsprojekt VILLUX X in Zusammenarbeit mit der Stadt Luxemburg der Erstellung eines digitalen historischen Atlas. Dieser zeigt auf der Webseite http://www.luxatlas.lu die städtische Entwicklung Luxemburgs seit Beginn des 19. Jahrhunderts in Form von digitalen und interaktiven Karten. In mehreren Zeitschnitten ab den 1820er Jahren lassen sich die tiefgreifenden Wandlungsprozesse der Stadt und ihr Wachstum interaktiv nachvollziehen: Von der engen Festungsstadt des frühen 19. Jahrhunderts bis zur großflächigen, internationalen Metropole des 21. Jahrhunderts. [less ▲]

Detailed reference viewed: 92 (1 UL)
See detailEin Atlas der Stadtgeschichte Luxemburgs - digital und interaktiv. Ein Werkstattbericht
Uhrmacher, Martin UL; Kass, Steve UL

Scientific Conference (2018, October 18)

Seit 2016 widmet sich ein Forschungsprojekt der Universität, in Zusammenarbeit mit der Stadt Luxemburg, der Erstellung eines historischen Atlas. Dieser wird die städtische Entwicklung seit Beginn des 19 ... [more ▼]

Seit 2016 widmet sich ein Forschungsprojekt der Universität, in Zusammenarbeit mit der Stadt Luxemburg, der Erstellung eines historischen Atlas. Dieser wird die städtische Entwicklung seit Beginn des 19. Jahrhunderts in Form von digitalen und interaktiven Karten im Internet darstellen. Fünf Zeitschnitte sind vorgesehen, um die tiefgreifenden Wandlungsprozesse Luxemburgs zu analysieren und zugleich auch spannend und anschaulich zu präsentieren: Von der Festungsstadt, die das militärische Korsett erst nach 1867 ablegen konnte, über eine moderne europäischen Hauptstadt des frühen 20. Jahrhunderts bis hin zu einem der Hauptverwaltungssitze der EU und einem internationalen Finanzzentrum. Ein Jahr vor der offiziellen Veröffentlichung des Atlas werden erste Ergebnisse präsentiert. Dies ermöglicht einen Einblick in die historische Forschungsarbeit sowie in die digitale Aufbereitung alter Karten für die Publikation im Internet. [less ▲]

Detailed reference viewed: 43 (6 UL)
See detailDie Sprache der Karten - Kartensprachen
Uhrmacher, Martin UL

Presentation (2018, October 11)

Detailed reference viewed: 18 (7 UL)
Peer Reviewed
See detailDie Erfindung der Grenze. Zur Konstruktion von Herrschaftsgebieten auf Regionalkarten des 16. Jahrhunderts im Westen des Reiches.
Uhrmacher, Martin UL

Scientific Conference (2018, September 28)

Im Spätmittelalter war das Reich durch Prozesse der Territorialisierung geprägt. Vor allem in den größeren Landesherrschaften wurde versucht, der Zersplitterung von Rechten und Besitzungen ... [more ▼]

Im Spätmittelalter war das Reich durch Prozesse der Territorialisierung geprägt. Vor allem in den größeren Landesherrschaften wurde versucht, der Zersplitterung von Rechten und Besitzungen entgegenzuwirken und Herrschaft zu verdichten. Im Westen des Reiches blieb man jedoch auf dem Weg zum Territorialstaat zumeist noch weit von einer flächigen Durchsetzung von Herrschaft entfernt. Die territorialen Verhältnisse lassen sich häufig als Gemengelage aus sich überlagernden Herrschaftsrechten, Hochgerichtsbezirken, Gemeinherrschaften, umstrittenen Gebieten oder anderen Abhängigkeiten beschreiben. Eine kartographische Erfassung dieser komplexen und mehrdimensionalen räumlichen Strukturen war mit den Mitteln der damaligen Zeit nicht möglich. Der Aufschwung einer zunehmend wissenschaftlich geprägten Kartographie ab der Mitte des 15. Jahrhunderts erlaubte es den Landesherren, kartographischer Darstellungen als Instrumente von Macht und Herrschaft zu nutzen: einerseits als Grundlage für die politische und wirtschaftliche Entwicklung des Territoriums, andererseits als Medium zur Verbreitung territorialer Ansprüche und zur Inszenierung von Herrschaft. Aus diesem Grund wurden einige der bekanntesten zeitgenössischen Kartographen mit der räumlichen Darstellung einzelner Fürstentümer beauftragt, bspw. Martin Waldseemüller durch Herzog René II. von Lothringen. Diese Aufgaben stellten die Kartographen vor große Probleme, denn noch gab es keine geeigneten Mittel, mit denen die politischen und territorialen Verhältnisse im Kartenbild auch nur annähernd widergegeben werden konnten. Eine Analyse ausgewählter Karten zeigt, welche verschiedenen Strategien angewandt wurden, um den fragmentarischen Besitz der Auftraggeber in seiner Gesamtheit als geschlossenes Herrschaftsgebiet erst zu konstruieren. Diese Experimentierphase endete Mitte des 16. Jahrhunderts mit der Etablierung von Grenzen in Form von Linien als allgemein gültiger Konvention, obwohl Territorialgrenzen im Sinne einer umfassenden Scheidelinie zwischen zwei Territorien in dieser Zeit nicht existierten. Der Vortrag widmet sich einer Fragestellung, die in Folge des spatial turn zwar wieder verstärkt in den geschichtswissenschaftlichen Fokus gelangte, aber in vieler Hinsicht noch nicht gründlich genug aufgearbeitet ist. Es gilt, historische Karten als vielschichtige, Schrift und Bild vereinende Wissensträger verstärkt auf Ihre Funktion bei der Ausbildung von politischen Räumen und Einheiten in den Blick zu nehmen. Denn sie müssen stets als bewusste Konstruktionen und keinesfalls als Versuch eines - gemessen an den jeweiligen technischen Möglichkeiten - quasi photographischen Abbildes der Realität verstanden und interpretiert werden. Die mit den Karten vermittelten und durch deren Druck auch weit verbreiteten Inszenierungen von geschlossenen Territorialstaaten erwiesen sich zudem als sehr wirkmächtig und prägend, teilweise bis zum Ende des Alten Reiches. Den zugrundeliegenden Strukturen und Prozessen wird im Rahmen des Vortrags besondere Aufmerksamkeit geschenkt. [less ▲]

Detailed reference viewed: 41 (4 UL)
See detailA digital and interactive historical atlas of the city of Luxembourg.
Uhrmacher, Martin UL; Kass, Steve UL

Scientific Conference (2018, September 20)

Detailed reference viewed: 42 (5 UL)
See detailVom Schwarzen Tod und lebenden Toten. Historische Figurationen von Pest und Lepra.
Uhrmacher, Martin UL

Presentation (2018, March 13)

Pest und Lepra gehören zu den schrecklichsten Krankheiten der Geschichte. Die Erfahrung mit diesen Seuchen hat sich tief ins kollektive Gedächtnis eingegraben und wirkt bis heute nach. Und das, obwohl ... [more ▼]

Pest und Lepra gehören zu den schrecklichsten Krankheiten der Geschichte. Die Erfahrung mit diesen Seuchen hat sich tief ins kollektive Gedächtnis eingegraben und wirkt bis heute nach. Und das, obwohl beide Krankheiten schon lange aus Europa verschwunden sind. Die Lepra seit ca. 300 Jahren und die Pest seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Dennoch üben Pest und Lepra in unserer Gesellschaft bis heute eine starke Faszination von Schauer, Grusel und Schrecken aus. Gerne und häufig werden Pest- und Lepramotive deshalb in der Literatur verwendet, aber auch ungleich plakativer in Romanen, in Film und Fernsehen sowie auch in Computerspielen. Der Vortrag widmet sich den historischen Figurationen von Lepra und Pest, ihren historischen Wurzeln und Ausprägungen. Wie reagierten die Gesellschaften auf die Bedrohung durch die Seuchen? Mit welchen Methoden wurde versucht, die schicksalhaften und unerklärlichen Krankheitserfahrungen verständlich zu machen und zu kategorisieren? Welche Bilder und Metaphern lassen sich greifen? Eine besondere Rolle spielen dabei ästhetische Dimensionen von Krankheitsdarstellungen, wie an vielen Beispielen gezeigt wird. [less ▲]

Detailed reference viewed: 150 (7 UL)