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See detailVon Imaginationen himmlischer Erlösung bis zum Pogrom – Der Umgang mit Leprakranken im historischen Überblick.
Uhrmacher, Martin UL

Scientific Conference (2020, February 13)

Die Geschichte der Lepra ist geprägt von Elend, Siechtum und Ausgrenzung bis hin zum Pogrom, aber andererseits auch von religiöser Überhöhung, Privilegierung und beispielhafter Fürsorge. Diese Ambivalenz ... [more ▼]

Die Geschichte der Lepra ist geprägt von Elend, Siechtum und Ausgrenzung bis hin zum Pogrom, aber andererseits auch von religiöser Überhöhung, Privilegierung und beispielhafter Fürsorge. Diese Ambivalenz ist sehr typisch für den Umgang mit Leprakranken, auch Leprose genannt, im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Und sie spiegelt sich auch in Vorurteilen wider, mit denen die an Lepra Erkrankten konfrontiert waren. Das Spektrum reicht hier von Imaginationen himmlischer Erlösung bis hin zur Unterstellung von Sünden und Verbrechen. Der Vortrag beschreibt zunächst Ursprünge und Ausprägungen von Vorurteilen gegenüber Leprakranken beschreiben. Kann man überhaupt von „den Leprosen“ sprechen, die stets als typische Randgruppe der mittelalterlichen Gesellschaft bezeichnet werden? Oder führten Vorurteile in unterschiedlichen zeitlichen und sozialen Kontexten womöglich zur Bildung verschiedener Gruppen? Hierzu werden im zweiten Teil ausgewählte Quellenbeispiele in den Blick genommen. Sie zeigen auf, welche konkreten Auswirkungen bestehende Vorurteile in der Praxis auf die Lebenswelt von Leprakranken hatten. Und sie ermöglichen, der Wandlung von Vorurteilsstrukturen in der long durée nachzugehen. [less ▲]

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See detailLuxemburg - Stadtentwicklung von den Anfängen der Festung im 16. Jahrhundert bis zu ihrer Schleifung 1867
Uhrmacher, Martin UL

in Uhrmacher, Martin; Kass, Steve; Pauli, Sebastian (Eds.) Luxatlas.lu - Ein digitaler und interaktiver historischer Stadtatlas Luxemburgs (2019)

Kurzer Abriss der Stadtgeschichte Luxemburgs von den Anfängen der Festung im 16. Jahrhundert bis zu ihrer Schleifung 1867. Teil des digitalen und interaktiven Stadtatlas Luxemburgs: https://www.luxatlas.lu

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See detailLuxemburg - Stadtentwicklung von den Anfängen bis zum Ende des Mittelalters
Uhrmacher, Martin UL

in Uhrmacher, Martin; Kass, Steve; Pauli, Sebastian (Eds.) Luxatlas.lu - Ein digitaler und interaktiver historischer Stadtatlas Luxemburgs (2019)

Kurzer Abriss der Stadtgeschichte Luxemburgs bis zum Ende des Mittelalters. Teil des digitalen und interaktiven Stadtatlas Luxemburgs: https://www.luxatlas.lu

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See detailLuxatlas.lu - Ein digitaler und interaktiver historischer Stadtatlas Luxemburgs
Uhrmacher, Martin UL; Kass, Steve UL; Pauli, Sebastian

Book published by University of Luxembourg (2019)

Seit Ende 2016 widmet sich das universitäre Forschungsprojekt VILLUX X in Zusammenarbeit mit der Stadt Luxemburg der Erstellung eines digitalen historischen Atlas. Dieser zeigt die städtische Entwicklung ... [more ▼]

Seit Ende 2016 widmet sich das universitäre Forschungsprojekt VILLUX X in Zusammenarbeit mit der Stadt Luxemburg der Erstellung eines digitalen historischen Atlas. Dieser zeigt die städtische Entwicklung Luxemburgs seit Beginn des 19. Jahrhunderts in Form von digitalen und interaktiven Karten. In mehreren Zeitschnitten ab den 1820er Jahren lassen sich die tiefgreifenden Wandlungsprozesse der Stadt und ihr Wachstum interaktiv nachvollziehen: Von der engen Festungsstadt des frühen 19. Jahrhunderts bis zur großflächigen, internationalen Metropole des 21. Jahrhunderts. Die Stadtentwicklung ist für diesen Zeitraum in vielen Bereichen noch immer wenig erforscht. Das überrascht, denn Luxemburg hat im Vergleich zu anderen europäischen Städten in den letzten 200 Jahren besonders tiefgreifende Veränderungsprozesse durchlaufen: Von einer mittelgroßen Festungsstadt der frühen Neuzeit, die sich erst nach 1867 von ihrem einengenden Militärkorsett befreien konnte, bis hin zu einer modernen europäischen Hauptstadt des frühen 20. Jahrhunderts. Dann, in der Nachkriegszeit, wurde die Stadt zu einem der drei Hauptverwaltungssitze der Europäischen Union. Und ab den 1970er Jahren entwickelte sie sich darüber hinaus zu einem internationalen Finanzzentrum. Heute ist Luxemburg zweifellos die wirtschaftlich, politisch und kulturell bedeutendste Stadt der Großregion mit einem ausgeprägten kosmopolitischen Flair. Ziel des Luxatlas-Projekts ist es, die Voraussetzungen und Merkmale dieser Entwicklung sowie die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Rahmenbedingungen nachzuzeichnen und zu analysieren. Es sind vor allem raumbezogene Fragstellungen, die dabei in historischer Perspektive mit dem digitalen und interaktiven Stadtatlas in den Blick genommen werden. Der Atlas lässt sich in diesem Sinne definieren als eine Sammlung von Karten, Bildern und erläuternden Texten. Er bündelt und verknüpft relevante Daten von städtischen und nationalen Behörden und Kultureinrichtungen sowie auch von unterschiedlichen Forschungsdisziplinen wie Geschichte und Geographie und stellt diese in überarbeiteter Form den Nutzern zur Verfügung. Luxatlas.lu ermöglicht es, historische Veränderungsprozesse des 19. und 20. Jahrhunderts diachron zu dokumentieren und gleichzeitig traditionelle Entwicklungsvorstellungen in Frage stellen. Zugleich etabliert er neue Methoden und Konzepte zur Standardisierung von Online-Karten und wird somit selbst zu einem Instrument zusätzlichen Erkenntnisgewinns für seine Nutzer. [less ▲]

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See detailLuxatlas.lu: Der erste historische Stadtatlas Luxemburgs - digital und interaktiv.
Uhrmacher, Martin UL; Kass, Steve UL; Pauli, Sebastian

Presentation (2019, November 28)

Presentation of the Luxatlas.lu website, developed by the VILLUX project. This University of Luxembourg project, co-financed by the City of Luxembourg, provides an interactive digital tool that traces the ... [more ▼]

Presentation of the Luxatlas.lu website, developed by the VILLUX project. This University of Luxembourg project, co-financed by the City of Luxembourg, provides an interactive digital tool that traces the history of the city of Luxembourg and illustrates the stages of its development over the last 200 years. The historical town atlas is an innovative research tool to gain knowledge about the urban development, its conditions and characteristics and the underlying economic, social and political conditions. It brings together a collection of maps, explanatory texts, and chronological tables and images, which all trace the history of the city and illustrate the stages of its development. The digital and interactive historical atlas makes available research findings from a variety of disciplines such as history and geography and combines relevant information and data from national authorities and cultural institutions. It therefore provides a better understanding of the historical process of change from the 19th to the 20th centuries, including the histories of buildings, streets, neighbourhoods and urban quarters. The website can be accessed online: https://www.luxatlas.lu [less ▲]

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See detailDie Erfindung der Grenze. Luxemburg im Spiegel spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Kartographie (15.-17. Jh.)
Uhrmacher, Martin UL

Presentation (2019, November 27)

Der Vortrag widmet sich dem Ursprung fester Grenzlinien auf Karten. Ausgehend von den ersten, noch punktuellen Erwähnungen Luxemburgs auf mittelalterlichen Karten wird der Frage nachgegangen, ab wann ... [more ▼]

Der Vortrag widmet sich dem Ursprung fester Grenzlinien auf Karten. Ausgehend von den ersten, noch punktuellen Erwähnungen Luxemburgs auf mittelalterlichen Karten wird der Frage nachgegangen, ab wann erstmals Grenzlinien zur Darstellung territorial-räumlicher Verhältnisse verwendet wurden und welche Rolle ihnen bei der Konstruktion von Herrschaft im Raum zukommt. Denn die tatsächlichen territorialpolitischen Verhältnisse waren noch bis zum Ende der frühen Neuzeit derart unübersichtlich und verworren, dass eine feste lineare Grenzziehung eigentlich nicht möglich war. Die Territorialkarten des 16. und 17. Jahrhunderts täuschen deshalb eine flächige Staatlichkeit des Herzogtums Luxemburg und der benachbarten Territorien vor, die es so eigentlich nicht gab. Dennoch prägen sie unser Bild der historischen Landschaft bis heute. [less ▲]

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See detailWann kam die Grenze auf die Karte? Zur Konstruktion von Herrschaftsgebieten zwischen Reich und Frankreich in der Frühen Neuzeit
Uhrmacher, Martin UL

Scientific Conference (2019, September 19)

Feste politische Grenzen, wie man sie heute kennt, die ein Staatsgebiet nach innen wie nach außen umfassend begrenzen, sind im Raum zwischen Maas und Rhein ein Produkt des späten 18. Jahrhunderts. Für ... [more ▼]

Feste politische Grenzen, wie man sie heute kennt, die ein Staatsgebiet nach innen wie nach außen umfassend begrenzen, sind im Raum zwischen Maas und Rhein ein Produkt des späten 18. Jahrhunderts. Für diese Region wird nach dem Ursprung dieser festen Grenzlinien gesucht, die heute ein selbstverständlicher Bestandteil von Karten sind. Seit dem späten 16. Jahrhundert wurden im Westen des Heiligen Römischen Reiches erstmals historische Karten publiziert und im Druck verbreitet, die unser Bild der territorialen Landschaft bis heute prägen. Ab wann aber werden solche Grenzlinien zur Darstellung territorial-räumlicher Verhältnisse verwendet? Und welche Rolle kommt ihnen bei der Konstruktion von Herrschaft im Raum zu? Diesen Fragen widmet sich der Beitrag für die Region zwischen Maas und Rhein. Sie liegt an der Schnittstelle von Germania und Romania und ist durch Einflüsse beiderseits der Sprachgrenze geprägt. [less ▲]

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See detailChallenges and problems in the creation of a historical town atlas on the Internet. "Luxatlas" as case study.
Uhrmacher, Martin UL

Presentation (2019, August 28)

First, an overview of the concept and the current status of the "Luxatlas"-research-project. Followed by a brief presentation of the challenges and problems the research team is facing during the ... [more ▼]

First, an overview of the concept and the current status of the "Luxatlas"-research-project. Followed by a brief presentation of the challenges and problems the research team is facing during the development of an historical town atlas in form of a digital and interactive website. Finally, a presentation of the recently published and freely accessible beta version of the atlas. [less ▲]

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See detailMapping Digital Urban History - Use Case Luxembourg
Kass, Steve UL; Pauli, Sebastian; Uhrmacher, Martin UL

Presentation (2019, July 04)

Since 2016, a research project of the University of Luxembourg (IHIST: Institute for History) in close collaboration with the city of Luxemburg is investigating research in the development of an ... [more ▼]

Since 2016, a research project of the University of Luxembourg (IHIST: Institute for History) in close collaboration with the city of Luxemburg is investigating research in the development of an interactive, dynamic web site, providing insights in the urban development since the beginning of the 19th century at single building level scale. The elaborated historic town Atlas represents a collection of maps and structures (e.g. building, fortress, streets) combined with explanatory texts, chronological tables and images, which all trace the history of the city and illustrate its stages of development. It represents a tool for additional new knowledge with which the historical process of change will be documented diachronically. The target groups are international urban history research and general public. [less ▲]

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See detailExtra Muros. Vorstädtische Räume in Spätmittelalter und Früher Neuzeit / Espaces suburbains au bas Moyen Âge et à l’époque moderne
Uhrmacher, Martin UL; Thewes, Guy

Book published by Böhlau Verlag (2019)

Stadt und Umland sind auf vielfältige Weise miteinander vernetzt. Die durch den „Spatial Turn“ entstandenen Impulse, Geschichte wieder verstärkt in räumlichen Bedingungen zu denken und Veränderungen der ... [more ▼]

Stadt und Umland sind auf vielfältige Weise miteinander vernetzt. Die durch den „Spatial Turn“ entstandenen Impulse, Geschichte wieder verstärkt in räumlichen Bedingungen zu denken und Veränderungen der Raumwahrnehmung intensiver in den Blick zu nehmen, sind das Anliegen des vorliegenden Bandes. Im Fokus stehen u.a. Fragen zur kartographischen Repräsentation, zur Sozialtopographie, zu Inklusions- und Exklusionsprozessen, sowie zur unterschiedlich starken Ausprägung von Zonen städtischen Einflusses. In den Beiträgen werden ausgewählte Städte aus Mittel-, Süd- und Osteuropa beleuchtet, darunter auch Festungsstädte und die in diesem Kontext oft wenig beachteten "kleinen Städte“. [less ▲]

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Peer Reviewed
See detailEinleitung: Vorstädtische Räume in Spätmittelalter und früher Neuzeit
Uhrmacher, Martin UL

in Uhrmacher, Martin; Thewes, Guy (Eds.) Extra Muros. Vorstädtische Räume in Spätmittelalter und Früher Neuzeit / Espaces suburbains au bas Moyen Âge et à l’époque moderne (2019)

Stadt und Umland sind auf vielfältige Weise miteinander vernetzt. Die durch den „Spatial Turn“ entstandenen Impulse, Geschichte wieder verstärkt in räumlichen Bedingungen zu denken und Veränderungen der ... [more ▼]

Stadt und Umland sind auf vielfältige Weise miteinander vernetzt. Die durch den „Spatial Turn“ entstandenen Impulse, Geschichte wieder verstärkt in räumlichen Bedingungen zu denken und Veränderungen der Raumwahrnehmung intensiver in den Blick zu nehmen, sind das Anliegen des vorliegenden Bandes. Im Fokus stehen u.a. Fragen zur kartographischen Repräsentation, zur Sozialtopographie, zu Inklusions- und Exklusionsprozessen, sowie zur unterschiedlich starken Ausprägung von Zonen städtischen Einflusses. In den Beiträgen werden ausgewählte Städte aus Mittel-, Süd- und Osteuropa beleuchtet, darunter auch Festungsstädte und die in diesem Kontext oft wenig beachteten „Kleinen Städte“. [less ▲]

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See detailGoogle My Maps: Ein Tool für die Erstellung einfacher historischer Karten
Uhrmacher, Martin UL

Presentation (2019, April 05)

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See detailHistorische Karten aus der Maas-Mosel-Region - Analysemethoden zur Komplexität historischer Grenzen in der Praxis
Uhrmacher, Martin UL

Presentation (2019, April 05)

Grenzen auf historischen Karten sind stets Ausdruck eines Machtanspruchs, den sie räumlich darstellen. Sie bringen den Zusammenhang zwischen Kartographischer und realer Macht in Form von Punkten, Strichen ... [more ▼]

Grenzen auf historischen Karten sind stets Ausdruck eines Machtanspruchs, den sie räumlich darstellen. Sie bringen den Zusammenhang zwischen Kartographischer und realer Macht in Form von Punkten, Strichen oder Linien gewissermaßen auf das Blatt. Kartographie und Grenzen gehören deshalb im Kontext der Territorialpolitik auch untrennbar zusammen. Karten dienen einerseits nach innen einer möglichst präzisen Raumerfassung und somit als wichtige Informationsquelle und Orientierungshilfe für den Landesherrn. Gleichzeitig werden sie aber auch nach außen als Mittel politischer Propaganda und zur Durchsetzung von territorialen Ansprüchen gebraucht. Durch die Analyse kartographischer Quellen wird eine tiefergehende Annäherung an die Charakteristik und Ausprägung von Grenzräumen versucht. Dazu werden exemplarisch zwei Grenzregionen in den Blick genommen: Zum einen die luxemburgisch-französische Grenze des 17. und 18. Jahrhunderts sowie die kurtrierisch-luxemburgische Grenze im späten 18. Jahrhundert. Wie lassen sich Grenzen in dieser Zeit definieren und welche Funktion spielten Karten bei ihrer Festlegung, Ausprägung und Durchsetzung? [less ▲]

Detailed reference viewed: 53 (3 UL)
See detailKartographische Ressourcen im Internet, ein Überblick
Uhrmacher, Martin UL

Presentation (2019, April 05)

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See detailVom Ende des mittelalterlichen Herzogtums bis zur Neugründung als Großherzogtum: Luxemburg zwischen den Grenzbereinigungen des Ancien Régime und der Neuordnung durch den Wiener Kongress (1779 – 1816)
Uhrmacher, Martin UL

Presentation (2019, March 13)

Nach jahrhundertelangen Konflikten zwischen den Königreichen Frankreich und Österreich um das Herzogtum Luxemburg war es 1779 zu einem Ausgleich gekommen, der erstmals neue, begradigte Grenzen exakt ... [more ▼]

Nach jahrhundertelangen Konflikten zwischen den Königreichen Frankreich und Österreich um das Herzogtum Luxemburg war es 1779 zu einem Ausgleich gekommen, der erstmals neue, begradigte Grenzen exakt festlegte. Doch bereits wenige Jahre später annektierte die französische Republik nach der Revolution alle linksrheinischen Territorien und gliederte sie als Départements in das französischen Staatsgebiet ein. Nach der Absetzung Napoleons beschloss der Wiener Kongress 1815 eine Neuordnung Europas. In Folge dessen kam es im linksrheinischen Raum zur Neugründung des Großherzogtums Luxemburg als Teil des ebenfalls neu gegründeten Königreichs der Vereinigten Niederlande. Bei der territorialen Neugliederung griff man aber nur an wenigen Stellen auf die Grenzen des alten Herzogtums von 1795 zurück. Statt dessen einigte man sich darauf, dass im Osten die Flussläufe von Mosel, Sauer und Our zukünftig die Grenze bildeten. Diese besteht bis heute fort. [less ▲]

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See detailVillux 10 - The first digital historical atlas of the city of Luxembourg
Kass, Steve UL; Pauli, Sebastian; Uhrmacher, Martin UL

Presentation (2019, February 26)

The aim of the Villux- project is to analyse the urban development of Luxembourg-City. The appropriate tool to deal with these space-related issues is with the help of a historical atlas. Such a historic ... [more ▼]

The aim of the Villux- project is to analyse the urban development of Luxembourg-City. The appropriate tool to deal with these space-related issues is with the help of a historical atlas. Such a historic town atlas can be defined as a collection of explanatory texts, chronological tables, maps and images, which all trace the history of a city and illustrate its stages of development. The presentation will provide insights into the concept of the project and also present first results. [less ▲]

Detailed reference viewed: 94 (14 UL)
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Peer Reviewed
See detailNeue Staaten – neue Grenzen. Die Rhein-Maas-Mosel-Region zwischen den Grenzbereinigungen des Ancien Régime und der Neuordnung durch den Wiener Kongress (1779 – 1816)
Uhrmacher, Martin UL

in Fickers, Andreas; Franz, Norbert; Laux, Stephan (Eds.) Repression, Reform und Neuordnung im Zeitalter der Revolutionen: Die Folgen des Wiener Kongresses für Westeuropa. (2019)

Neue Staaten – neue Grenzen. Die Großregion zwischen den Grenzbereinigungen des Ancien Régime und der Neuordnung durch den Wiener Kongress (1779 – 1816). Der Beitrag untersucht die Veränderung von Grenzen ... [more ▼]

Neue Staaten – neue Grenzen. Die Großregion zwischen den Grenzbereinigungen des Ancien Régime und der Neuordnung durch den Wiener Kongress (1779 – 1816). Der Beitrag untersucht die Veränderung von Grenzen und Ihre Entwicklung von sich teils überlagernden und durch Enklaven und Gemeinsherrschaften durchsetzten historisch gewachsenen Grenzsäumen hin zu begradigten, fest definierten und teils naturräumlichen Scheidelinien folgenden Staatsgrenzen. In der heutigen Großregion vollzog sich dieser fundamentale Wandel in nur drei Jahrzehnten: Er gliederte die Region vollkommen neu. Zunächst waren es 1779 mit dem Brüsseler Vertrag nach jahrzehntelangen Verhandlungen endlich zu einem Ausgleich zwischen Österreich und Frankreich gekommen, der die Grenzstreitigkeiten beseitigte und neue, begradigte Grenzen exakt festlegte. Ein ähnlicher Vertrag wurde auch zwischen Österreich und Kurtrier abgeschlossen. Doch die als endgültig geplanten Regelungen bestanden nur wenige Jahre: Infolge der französischen Revolution annektierte die französische Republik am 1. Oktober 1795 die österreichischen Niederlande mit dem Herzogtum Luxemburg und kurz darauf auch Kurtrier und die anderen linksrheinischen Territorien. Alle Staaten wurden aufgelöst und gehörten nun zum französischen Staatsgebiet; Teile der alten Grenzen bestanden als Départementsgrenzen weiter. Nach der Absetzung Napoleons beschloss der Wiener Kongress 1815 eine Neuordnung Europas. Doch im Maas-Moselraum blieben mit Ausnahme Frankreichs alle Territorien und Landesherrschaften, die hier seit dem Früh- und Hochmittelalter bestanden hatten verschwunden. Sie wurden ersetzt durch das neu gegründete Großherzogtum Luxemburg und das ebenfalls neu gegründete Königreich der Vereinigten Niederlande sowie durch die preußische Rheinprovinz, die den gesamten östlichen Teil umfasste. Bei der territorialen Neugliederung griff man nur in Teilen auf die bis 1795 bestehenden Grenzen des alten Herzogtums zurück. In der Schlussakte des Wiener Kongresses behandeln die Artikel 66 bis 69 das Großherzogtum Luxemburg. Hier werden die Grenzen des neuen Staates allerdings nur grob umrissen; detaillierte Regelungen blieben späteren Verträgen vorbehalten. Unstrittig war die Süd- und Westgrenze mit Frankreich; sie entsprach der 1769/79 festgesetzten und bis 1795 gültigen Linie mit Ausnahme des ehemaligen Herzogtums Bouillon als Zugewinn. Vollkommen neu festgelegt wurde jedoch die Ostgrenze: Mit der Schlussakte des Wiener Kongresses waren alle hier an Luxemburg angrenzenden Gebiete an das Königreich Preußen gefallen. In den Verträgen von Aachen (26. Juni 1816) und Kleve (7. Oktober 1816) einigten sich die niederländische und die preußische Seite darauf, dass die Flussläufe von Mosel, Sauer und Our zukünftig die gemeinsame Grenze bildeten. Hier offenbart sich ein grundlegender Wandel im Verständnis und der Genese von Grenzen: Bisher waren territoriale Veränderungen auf Grundlage historisch gewachsener Herrschaftsstrukturen vorgenommen worden. So konnten kleinere Herrschaften aber auch größere Gebietskonglomerate zwar durch Tausch, Verkauf, Abtretung oder - wie durch Frankreich praktiziert - als „Reunionen“ die territoriale Zugehörigkeit wechseln. Dabei wurden jedoch die historisch gewachsenen Grenzen beachtet, sogar noch bei der Einrichtung der französischen Départements 1795. Mit der Wahl des Flußverlaufs von Sauer und Our als Grenze zwischen dem Großherzogtum Luxemburg als Provinz des niederländischen Königreichs und Preußen wurde dieses Prinzip durchbrochen und ein naturräumliches Gliederungselement als neu geschaffene Grenze gewählt. [less ▲]

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See detailLuxatlas - A digital and interactive historical atlas of the city of Luxembourg - Beta Version
Uhrmacher, Martin UL; Kass, Steve UL; Pauli, Sebastian et al

Cartographic material (2019)

Since 2016, the university research project VILLUX X, in collaboration with the City of Luxembourg, is working on the creation of a digital historical atlas. This atlas shows the urban development of ... [more ▼]

Since 2016, the university research project VILLUX X, in collaboration with the City of Luxembourg, is working on the creation of a digital historical atlas. This atlas shows the urban development of Luxembourg since the beginning of the 19th century in the form of digital and interactive maps. The profound processes of change in Luxembourg and the growth of the city can be traced interactively in several time sections from the 1820s onwards: From the narrow fortified city of the early 19th century to the large-scale international metropolis of the 21st century. [less ▲]

Detailed reference viewed: 108 (10 UL)
See detailLuxatlas - Vorstellung des Forschungsprojektes und Zielsetzung
Uhrmacher, Martin UL; Kass, Steve UL

in Uhrmacher, Martin; Kass, Steve (Eds.) Luxatlas.lu - Digitaler und interaktiver historischer Stadtatlas Luxemburgs (2019)

Seit Ende 2016 widmet sich das universitäre Forschungsprojekt VILLUX X in Zusammenarbeit mit der Stadt Luxemburg der Erstellung eines digitalen historischen Atlas. Dieser zeigt auf der Webseite http://www ... [more ▼]

Seit Ende 2016 widmet sich das universitäre Forschungsprojekt VILLUX X in Zusammenarbeit mit der Stadt Luxemburg der Erstellung eines digitalen historischen Atlas. Dieser zeigt auf der Webseite http://www.luxatlas.lu die städtische Entwicklung Luxemburgs seit Beginn des 19. Jahrhunderts in Form von digitalen und interaktiven Karten. In mehreren Zeitschnitten ab den 1820er Jahren lassen sich die tiefgreifenden Wandlungsprozesse der Stadt und ihr Wachstum interaktiv nachvollziehen: Von der engen Festungsstadt des frühen 19. Jahrhunderts bis zur großflächigen, internationalen Metropole des 21. Jahrhunderts. [less ▲]

Detailed reference viewed: 104 (3 UL)
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See detailLuxatlas.lu - Methodik
Uhrmacher, Martin UL; Kass, Steve UL

in Uhrmacher, Martin; Kass, Steve; Pauli, Sebastian (Eds.) Luxatlas.lu - Ein digitaler und interaktiver historischer Stadtatlas Luxemburgs (2019)

Beschreibung des methodischen Vorgehens bei der Erstellung des digitalen historischen Stadtatlas Luxemburgs => luxatlas.lu

Detailed reference viewed: 18 (2 UL)