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See detailBessere Verhaltensinhibition nach Stress bei Jung und Alt – eine EKP Studie
Dierolf, Angelika UL; Hessas, Eve; Schoofs, Daniela et al

in Kathmann, Norbert (Ed.) Programmheft PuG 2016; Abstractband PuG2016 (2016)

Ein Großteil der kognitiven Fertigkeiten, vor allem im Bereich der exekutiven Funktionen, nimmt mit zunehmendem Alter ab. Dabei sind insbesondere diejenigen Funktionen betroffen, welche auf dem ... [more ▼]

Ein Großteil der kognitiven Fertigkeiten, vor allem im Bereich der exekutiven Funktionen, nimmt mit zunehmendem Alter ab. Dabei sind insbesondere diejenigen Funktionen betroffen, welche auf dem präfrontalen Cortex basieren. Dieser gilt als besonders stress-sensitiv. Im Humanbereich sind Stresseffekte auf exekutive Funktionen, speziell Verhaltensinhibition, bisher wenig erforscht worden. Die vorliegende EEG Studie untersuchte den gemeinsamen Einfluss von Alter und Stress auf Verhaltensinhibition und deren neuronale Korrelate. Dazu wurden 49 junge und alte Männer mittels des Trier Social Stress Test (TSST) gestresst oder durchliefen eine Kontrollprozedur bevor sie ein Go Nogo Paradigma bearbeiteten. Der TSST führte in beiden Altersgruppen gleichermaßen zu einem signifikanten Cortisolanstieg. Junge und alte Probanden machten nach dem TSST weniger Fehler in Nogo Durchgängen. Die Analyse der ereigniskorrelierten Potentiale zeigte, dass Alter und Stress die neuronalen Korrelate (N2, P3) veränderte. Während ältere Probanden generell eine reduzierte N2 und P3 im Vergleich zu jungen Probanden aufwiesen, führte Stress in beiden Altersgruppen zu einer vergrößerten N2. Hinsichtlich der P3 zeigten junge gestresste Probanden eine reduzierte P3 Amplitude, während Stress in älteren Probanden eine Vergrößerung der Amplitude bewirkte. Zudem führte Stress tendenziell in beiden Gruppen zu kürzeren Latenzen, insbesondere bei jungen Probanden. Entgegen der weit verbreitenden Annahme, dass Stress zu Einbußen in exekutiven Funktionen führt, zeigen die Ergebnisse eine stressinduzierte Verbesserung der inhibitorischen Kontrolle in beiden Altersklassen. Allerdings scheinen zum Teil unterschiedliche Mechanismen dafür in jungen und alten Probanden dafür verantwortlich zu sein. [less ▲]

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