References of "Bendheim, Amelie 50000721"
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See detailZeichenhafte Überlegenheit. Zur Transgressivität des Stierwunders in der 'Silvesterlegende' Konrads von Würzburg
Bendheim, Amelie UL

in Beiträge zur mediävistischen Erzählforschung (2021), 9

Der Aufsatz befragt das Stierwunder in der ›Silvesterlegende‹ Konrads von Würzburg auf seine Funktion im Glaubensdisput zwischen Christen und Juden. Das Wunder, dessen Kraft sich über sein ... [more ▼]

Der Aufsatz befragt das Stierwunder in der ›Silvesterlegende‹ Konrads von Würzburg auf seine Funktion im Glaubensdisput zwischen Christen und Juden. Das Wunder, dessen Kraft sich über sein zeitrahmenüberschreitendes Potenzial begrün-det, vermag nicht nur christliche Überlegenheit in der erzählten Welt auszustellen, sondern erweist sich auch als offen für eine lebensweltliche, politische Inanspruchnahme. Die Heiligenlegende, die so in nicht unproblematischer Weise zum epochen-geschichtlichen Glaubenskonflikt Stellung zu beziehen vermag, rückt damit in engere Beziehung zu ›klassischen‹ Kreuzzugsepen, als es die Gattung qua Definition vermuten ließe. [less ▲]

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See detailInterdependenzen von Zeitlichkeit, Rahmung und Transgressivität im vormodernen Erzählen. Eine Einleitung
Bendheim, Amelie UL; Hammer, Martin Sebastian

in Beiträge zur mediävistischen Erzählforschung (2021), (9), 1-12

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See detailZeitRahmenÜberschreitungen im vormodernen Erzählen. Themenheft der Beiträge zur mediävistischen Erzählforschung
Bendheim, Amelie UL; Hammer, Martin Sebastian

in Beiträge zur mediävistischen Erzählforschung (2021)

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Peer Reviewed
See detailVormoderne Glückserfahrungen in der virtuellen (Corona-)Realität
Reicher, Ruth UL; Bendheim, Amelie UL

in Mein, Georg; Pause, Johannes (Eds.) Self and Society in the Corona Crisis. Perspectives from the Humanities and Social Sciences. Luxemburg (2021)

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See detailRezension zu: Adel und Mehrsprachigkeit in der Frühen Neuzeit. Ziele, Formen und Praktiken des Erwerbs und Gebrauchs von Fremdsprachen, hg. von Helmut Glück, Mark Häberlein und Andreas Flurschütz da Cruz. Wiesbaden 2019
Bendheim, Amelie UL

in Mitteilungen der Residenzen-Kommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Neue Folge: Stadt und Hof (2020), (9), 89-91

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See detailVormoderne Glückserfahrungen in der virtuellen (Corona-)Realität
Bendheim, Amelie UL; Reicher, Ruth

in Mein, Georg; Pause, Johannes (Eds.) Self and Society in the Corona Crisis. Perspectives from the Humanities and Social Sciences. Luxemburg (2020)

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See detailHoch zu Ross und in der Luft. Didaktische Überlegungen zum Vergleich episodischer Erzählformen im höfischen Roman und im Superhelden-Comic
Bendheim, Amelie UL; Schuh, Dominik

in Sieber, Andrea; Müller, Carla (Eds.) Literarisches Lernen mit Medienverbünden für Kinder und Jugendliche : Abenteuer/«âventiure» als narrativer Zugang in Theorie und Praxis (2020)

Was nützt es, zwei Figurentypen, die beide nicht – zumindest nicht im wörtlichen Sinne – der Gegenwart entspringen, miteinander in Beziehung zu setzen? Warum könnte es in didaktischer Hinsicht lohnenswert ... [more ▼]

Was nützt es, zwei Figurentypen, die beide nicht – zumindest nicht im wörtlichen Sinne – der Gegenwart entspringen, miteinander in Beziehung zu setzen? Warum könnte es in didaktischer Hinsicht lohnenswert sein, Protagonisten der höfischen Epik mit solchen der Superhelden-Comics des 20. Jahrhunderts zu vergleichen? Ausgehend von der Beobachtung, dass Heldenfiguren sich weitgehend losgelöst von ihren Ursprungskontexten großer medialer Präsenz erfreuen und dabei in eine Art kulturellen Heldenkanon eingeordnet erscheinen, soll die hier vorgestellte Sequenz thematisieren, wie das Konzept ‚Held‘ in verschiedenen narrativen Settings realisiert wird und wie dabei auf bestimmte Erzählverfahren zurückgegriffen wird. Anknüpfend an die literaturdidaktische Überlegungen zur Thematisierung von Helden der mittelalterlichen Literatur von Küenzlen/Mühlherr/Sahm soll der Held dabei im Rekurs auf Joseph Campbell als Protagonist eines universellen Erzählschemas aufgefasst werden. Die Figur gerät also nur insofern in den Blick, als sie zentraler Handlungsträger der hier zum Gegenstand gemachten abenteuerlichen Erzählungen ist. Anhand von Beispielen ritterlich-höfischer Heldenerzählungen einerseits und der Darstellung von Comic-Superhelden andererseits soll der Frage nachgegangen werden, wie unterschiedliche Textsorten produktiv gemacht werden können, um episodische Erzählformen, wie das spezifische Schema der âventiure-Fahrt, im gymnasialen Deutschunterricht zu thematisieren. [less ▲]

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See detailGelücke – Historische Spurensuche in der mittelalterlichen Literatur
Bendheim, Amelie UL

in Forum für Politik, Gesellschaft und Kultur in Luxemburg (2019), (400), 37-40

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Peer Reviewed
See detailguoter, lieber wân. Ästhetische Spielarten der Liebe im Minnesang damals und heute
Bendheim, Amelie UL; Pavlik, Jennifer UL

in Steger, Florian; Fürholzer, Katharina (Eds.) Jahrbuch Literatur und Medizin (2019)

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See detailEinleitung
Bendheim, Amelie UL; Pavlik, Jennifer UL

in Bendheim, Amelie; Pavlik, Jennifer (Eds.) Figurationen von Krankheiten. Chancen und Grenzen der Ästhetisierung (2019)

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See detailFigurationen von Krankheiten. Chancen und Grenzen der Ästhetisierung
Bendheim, Amelie UL; Pavlik, Jennifer UL

Book published by Winter - Jahrbuch Literatur und Medizin; 6 (2019)

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See detailLiebe - Krankheit - Wahn: Lyrische Spielarten im Minnesang
Bendheim, Amelie UL

Speeches/Talks (2018)

„Die Liebe verwundet, die Liebe fesselt, die Liebe macht krank, die Liebe lässt schwach werden.“ Dieser ursprünglich theologisch geprägte Gedanke über die Gewalt der Liebe, lässt sich – auf seinen ... [more ▼]

„Die Liebe verwundet, die Liebe fesselt, die Liebe macht krank, die Liebe lässt schwach werden.“ Dieser ursprünglich theologisch geprägte Gedanke über die Gewalt der Liebe, lässt sich – auf seinen bildlichen Kern reduziert – in zahllosen Varianten in der Weltliteratur aufspüren. Eine besonders auffällige Form scheinen dabei jene Texte zu bieten, die Liebe nicht allein als Auslöser, sondern gar selbst als Krankheit darstellen – zumindest implizit, insofern der Zustand des Verliebtseins mit dem Zustand der Krankheit gleichgesetzt wird. Wohl bekannt sind die körperlichen Symptome dieses Liebeszustandes, die in ihrer klassischen Ausprägung im Erbleichen, Erröten, Zittern, in Sprachlähmung sowie im Bluten aus der Nase bestehen und im Mittelalter als minnesiech bezeichnet werden. Erscheint die Liebeskrankheit im Minnesang noch vornehmlich in metaphorischem Gebrauch (s. das gequälte Herz als Beispiel für den Schmerz der Minne), weisen spätere Wörterbucheinträge (vgl. hierzu die Lemmata ‚Liebesfieber’ oder ‚Jungfernkrankheit’) wiederum auf ein stärker körperlich-physiologisches und auch sexuell-erotisches Verständnis von Liebe hin. Krank macht die Minne nun vor allem – und dem mittelalterlichen medizinischen Duktus der Humoralpathologie folgend – dann, wenn das körperliche Begehren nicht befriedigt werden kann. Der hier skizzierte Vortrag will die Vorstellung von Krankheit in einem größeren semantischen Beziehungsgeflecht in den Blick nehmen, das sich in der mhd. Lyrik in bedeutender Weise hervortut: der Verbindung Liebe – Krankheit – Wahn. Der wân als zentrales Symptom der Minnekrankheit löst – so die hier zu erprobende These –den Geist vom versehrten Körper und definiert damit den Übergang von der körperlichen Krankheit(smetapher) zu einer seelischen Zustandsbeschreibung. Die sprachhistorische Herleitung von mhd. wân vermag diese Beobachtung weiter zu untermauern, insofern der Begriff ein zunächst wertneutrales, semantisch vielfältiges Bedeutungsspektrum impliziert, und sich mit ‚Hoffnung, Zuversicht oder Einbildungskraft’ ins Nhd. übertragen ließe. Im krankhaften Minne-wân öffnen sich Denkräume, denen der Minnesang eine literarische Ausgestaltung verleiht; Minne-wân führt damit nicht nur zu körperlicher Versehrtheit, sondern ist eben auch guoter wân, lieber wân, saelden wân – und damit einer der ersten ‚Testräume’ für die Erprobung gedanklicher Spielarten des lyrischen Ichs in der deutschen Dichtung überhaupt. [less ▲]

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