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See detailDie Aachener Thomas-Stahlforschung als kulturelles Kampffeld : Fritz Wüst, der Aachener Hütten-Aktien-Verein und die Forschungen der Technischen Hochschule Aachen zur Verbesserung des Thomas-Verfahrens 1901–1918
Krebs, Stefan UL

in Rasch, Manfred; Maas, Jacques (Eds.) Das Thomas-Verfahren in Europa. Entstehung – Entwicklung – Ende (2009)

Auf dem Feld der Thomas-Stahlforschung bestanden zwischen 1901 und 1918 besondere Voraussetzungen für eine enge Wechselwirkung zwischen der Technischen Hochschule Aachen und dem Aachener Hütten-Aktien ... [more ▼]

Auf dem Feld der Thomas-Stahlforschung bestanden zwischen 1901 und 1918 besondere Voraussetzungen für eine enge Wechselwirkung zwischen der Technischen Hochschule Aachen und dem Aachener Hütten-Aktien-Verein in Rothe Erde bei Aachen. Der 1901 nach Aachen berufene Professor Fritz Wüst betrieb mit Nachdruck die Verwissenschaftlichung der Eisenhüttenkunde. Zu seinem Programm gehörten experimentelle Feldstudien, Laborforschung und Theoriebildung. Das Hüttenwerk in Rothe Erde war bis 1918 einer der bedeutendsten deutschen Thomas-Stahlproduzenten. Die räumliche Nähe der beiden Institutionen und gute Kontakte des Betriebsdirektors Fritz Kintzlé zur Hochschule ließen eine fruchtbare Zusammenarbeit erwarten. Ein Blick auf die Beiträge des Aachener Eisenhüttenmännischen Instituts zur Verbesserung des Thomas-Verfahrens zeigt in der Folge jedoch ein anderes Bild. Zwar entstand 1907 mit der Doktorarbeit von Leo Laval eine wegweisende experimentelle Untersuchung des Thomas-Prozesses, jedoch resultierten daraus keine Impulse für weitergehende Forschungsvorhaben. Im Gegenteil – ausgehend von Lavals Arbeit, entwickelte Wüst die durchaus provokante These, dass das Thomas-Verfahren binnen kürze von den Herdfrischverfahren abgelöst werden würde. Dementsprechend fanden am Aachener Institut bis 1918 keine herausragenden Forschungen zum Thomas-Verfahren mehr statt. Zur Erklärung von Wüsts Haltung schließt der Beitrag mit der Deutung der Thomas-Stahlforschung als kulturelles Kampffeld im Sinne von Pierre Bourdieu. [less ▲]

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See detailTechnikwissenschaft als soziale Praxis : Über Macht und Autonomie der Aachener Eisenhüttenkunde 1870–1914
Krebs, Stefan UL

Book published by Franz steiner Verlag (2009)

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See detailVom Heldenkult zur Skandalbewältigung : Überlegungen zur akademischen Erinnerungskultur der RWTH Aachen
Krebs, Stefan UL; Tschacher, Werner

in Geschichte im Westen (2009), 24

Der Beitrag geht von der These aus, dass die akademischen Ehrungen der RWTH Aachen sowie die offiziellen Würdigungen herausragender Persönlichkeiten institutionalisierte Formen der Selbstdarstellung und ... [more ▼]

Der Beitrag geht von der These aus, dass die akademischen Ehrungen der RWTH Aachen sowie die offiziellen Würdigungen herausragender Persönlichkeiten institutionalisierte Formen der Selbstdarstellung und -verortung darstellen. Das heißt, in ihnen spiegelt sich das (Selbst-)Verständnis der eigenen Geschichte wider. Zugleich geben sie Auskunft darüber, welches Bild von Wissenschaft und Technik der Öffentlichkeit durch die Hervorhebung bestimmter Wissenschaftler, Politiker oder Industrieller vermittelt wurde. Mit Blick auf die NS-Geschichte der Aachener Hochschule ist ferner danach zu fragen, inwiefern die verschiedenen Würdigungen und insbesondere die Auswahl der zu Ehrenden für bestimmte Formen und Phasen des Gedenkens und Erinnerns stehen. Diese Phasen des kollektiven Erinnerns können – mit Norbert Frei u. a. – auch als generationelle Erfahrungsgemeinschaften verstanden werden. Die inzwischen recht zahlreichen Studien zur akademischen Vergangenheitspolitik fokussieren weitgehend die ersten beiden Jahrzehnte nach 1945, während darüber hinausweisende Untersuchungen weitgehend fehlen. Unsere Studie soll daher die Gedenkkultur der RWTH Aachen bis heute behandeln. Die ersten Nachkriegsjahre waren geprägt von einer kollektiven Umdeutung der Hochschulgeschichte zwischen 1933 und 1945. Die damit verbundenen semantischen Umbauten führten zur Produktion zahlreicher akademischer Helden, die dem NS-Regime widerstanden hatten. Der Zeit der großen Meistererzählung über die unpolitischen Ingenieurwissenschaften folgte eine Phase der zunehmenden Sensibilisierung für die Opfer des Nationalsozialismus. Hierfür steht beispielhaft die späte Würdigung der vertriebenen jüdischen Professoren in der Festschrift zum 125-jährigen Bestehen der RWTH Aachen im Jahre 1995. Mit dem im Jubiläumsjahr ausgelösten Skandal um die Doppelidentität des Germanistikprofessors und ehemaligen Rektors Hans Ernst Schneider, alias Hans Schwerte, rückten mit einem Schlag erstmals die NS-Täter als solche in den Vordergrund – nur um gleich wieder im Schatten des Antihelden Schneider/Schwerte zu verblassen. In der Folge unterblieb eine kritische Reflexion über die offizielle Erinnerungskultur der Hochschule: Vielmehr glaubte man, an das Ende der (NS-)Geschichte gelangt zu sein. [less ▲]

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See detailGeburtswehen eines technikwissenschaftlichen Feldes : Das Verhältnis von Eisenhüttenkunde und Stahlindustrie (1907–1909)
Krebs, Stefan UL

in Cepl-Kaufmann, Gertrude; Groß, Dominik; Mölich, Georg (Eds.) Wissenschaftsgeschichte im Rheinland unter besonderer Berücksichtigung von Raumkonzepten (2008)

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See detailSpeer und Er. Und Wir? Deutsche Geschichte in gebrochener Erinnerung
Krebs, Stefan UL; Tschacher, Werner

in Geschichte in Wissenschaft und Unterricht (2007), 58(3), 163-173

Warum ist Albert Speer auch heute noch als der „gute Nazi“ im kollektiven Gedächtnis der Bundesrepublik verankert? Ausgehend von der Kontroverse um die Anwesenheit Speers bei der Posener Gauleitertagung ... [more ▼]

Warum ist Albert Speer auch heute noch als der „gute Nazi“ im kollektiven Gedächtnis der Bundesrepublik verankert? Ausgehend von der Kontroverse um die Anwesenheit Speers bei der Posener Gauleitertagung im Oktober 1943 zeichnet der Aufsatz das Ringen geschichtspolitischer Akteure um die Interpretation der NS-Vergangenheit nach. Dabei wird sichtbar, dass in den letzten Jahrzehnten die historische Forschung den Mythos Speer zerstört und ein neues Bild der Nationalsozialisten gezeichnet hat, aber in den Massenmedien weiterhin überkommene Deutungsmuster des „Dritten Reiches“ überdauern. [less ▲]

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Peer Reviewed
See detail“Leben heißt ein Kämpfer sein.” – Zum Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit am Beispiel der modernen Eisenhüttenkunde an der Technischen Hochschule Aachen
Krebs, Stefan UL

in Berichte zur Wissenschaftsgeschichte (2007), 30(3), 215-229

Der Beitrag geht der Frage nach wie Fritz Wüst, Professor für Eisenhüttenkunde an der Technischen Hochschule Aachen (1901-1921), Akteurskonstellationen konstruierte, um die Machtverhältnisse zu Gunsten ... [more ▼]

Der Beitrag geht der Frage nach wie Fritz Wüst, Professor für Eisenhüttenkunde an der Technischen Hochschule Aachen (1901-1921), Akteurskonstellationen konstruierte, um die Machtverhältnisse zu Gunsten der Aachener Hochschule zu verschieben. Wissenschaft und Öffentlichkeit werden dazu als Ressource füreinander verstanden. Über die Gründung eigener Fachzeitschriften, die Kooperation mit der Industrie und den Interessenverbänden sowie der Berliner Politik mobilisierte Wüst spezifische Öffentlichkeiten für sich und verknüpfte so die Aachener Hüttenkunde vielfältig mit dem sozialen Geflecht des Deutschen Kaiserreiches. Er verstand es, in seinen Vorträgen und Publikationen die Resonanzbedingungen seiner Zeit zu erkennen und für seine Anliegen zu nutzen. So stilisierte er beispielsweise die moderne Eisenhüttenkunde zur Antriebs- und Gestaltungskraft für die Weltmachtambitionen des Deutschen Kaiserreiches. Diese Politik für die Wissenschaft zeigt, wie auf institutioneller und intellektueller Ebene die Verflechtung wissenschaftlicher und politischer Zielsetzungen erfolgte. [less ▲]

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See detailDas Schöne und der Krieg : Zur filmischen Ästhetisierung des Ersten Weltkrieges gestern und heute
Fengler, Silke; Krebs, Stefan UL

in Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte (2007), 9

The paper explores the medial construction and aestheticising of the war, examining current TV documentaries on the First World War. The first part consists in a detailed film- and picture analysis of ... [more ▼]

The paper explores the medial construction and aestheticising of the war, examining current TV documentaries on the First World War. The first part consists in a detailed film- and picture analysis of wartime film material. The second part examines how TV authors work with this material. These two inquiries constitute the basis of a conclusive synthesis, which examines continuities and breaks in the narration these pictures transport. This paper offers a contribution to the discussion on the treatment of pictures in the media and in historical science. Inherent in this research is also the principal question of whether the little picture- and film material we have determines our view of the First World War. Are the images of World War One not rather reread and reassembled in the course of contemporary discourse? [less ▲]

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See detailWar and the Beautiful : On the Aestheticizing of the First World War in Film Yesterday and Today
Fengler, Silke; Krebs, Stefan UL

in Heil, Reinhard (Ed.) Tensions and Convergences : Technological and Aesthetic Transformations of Society (2007)

Our lecture explores the medial construction and aestheticising of the war, examining current TV documentaries on the First World War. Two time planes are here intertwined: on the first level we see how ... [more ▼]

Our lecture explores the medial construction and aestheticising of the war, examining current TV documentaries on the First World War. Two time planes are here intertwined: on the first level we see how the film medium during World War One lends to the industrialised war events a new aesthetic dimension. In the second, contemporary level, this film material is reassembled and charged with additional significance. Both temporal levels are inseparably intertwined with one another – both construct the modern mythos of the “clean” war. In contemporary TV documentaries the aesthetic of mechanised war is endowed with an additional function that transcends the former. It ties in with a widespread tendency in German mnemonic culture of perceiving the Germans primarily as victims. World War One was not – as is so often asserted – the “first mediatised war“. Already in the American Civil War, as well as in subsequent wars, intensive photo coverage was developed, ever more frequently with the work of amateur photographers. Photographs of war action became ubiquitous. Nevertheless, a qualitative developmental leap did occur in film portrayal during the First World War. At that time, war reports resorted repeatedly to traditional iconographic stylistic devices and pictorial aesthetic conventions of war photography: the weapon still life, “general’s-eye-views“ of the battle field, heroic soldiers, war as “picnic”; especially the non-functional film reports, though, remained rigid, and with a multitude of artificial scenes, delivered a hardly realistic view of combat events. However, the fictional portrayal of war in movies supervened, and by writing over real war experiences with played out scenarios, gradually blurred the distinction between fiction and reality, transforming war into entertainment. The TV documentaries we examined resort to wartime pictorial material, though in their recombination of the film sequences following our contemporary video-aesthetic, with a high pictorial content, quick cuts and dramatic production. This aesthetic is closely oriented towards our contemporary images of the modern, engineered war. Our first part consists in a detailed film- and picture analysis of wartime film material. In our second part, we examine how TV authors work with this material. Our focus here will be on the aestheticising of technological artefacts in war events and the stylising of scientific war research as symbols of modern warfare. These two inquiries constitute the basis of a conclusive synthesis, which examines continuities and breaks in the narration these pictures transport. The lecture offers a contribution to the discussion on the treatment of pictures in the media and in historical science. Inherent in this research is also the principal question of whether the little picture- and film material we have determines our view of the First World War. Are not the images of World War One not rather reread and reassembled in the course of contemporary discourse? [less ▲]

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See detail“Im Sinne der rassischen Erneuerung unseres Volkes” : Albert Huyskens, die Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde und das Aachener Stadtarchiv 1933–1944
Krebs, Stefan UL; Tschacher, Werner

in Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins. Aachener Geschichtsverein (2007), 109

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Peer Reviewed
See detailOn the Anticipation of Ethical Conflicts between Humans and Robots in Japanese Mangas
Krebs, Stefan UL

in International Review of Information Ethics (2006), 6

The following contribution examines the influence of mangas and animes on the social perception and cultural understanding of robots in Japan. Part of it is the narrow interaction between pop culture and ... [more ▼]

The following contribution examines the influence of mangas and animes on the social perception and cultural understanding of robots in Japan. Part of it is the narrow interaction between pop culture and Japanese robotics: Some examples shall serve to illustrate spill-over effects between popular robot stories and the recent development of robot technologies in Japan. The example of the famous Astro boy comics will be used to help investigate the ethical conflicts between humans and robots thematised in Japanese mangas. With a view to ethical problems the stories shall be subsumed under different categorical aspects. [less ▲]

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See detailIm Fernsehen nichts Neues : Zur filmischen Ästhetisierung des Ersten Weltkrieges – Ein Forschungsbericht
Fengler, Silke; Krebs, Stefan UL

in Moderne. Kulturwissenschaftliches Jahrbuch (2006), 2

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Peer Reviewed
See detailIn Celluloidgewittern : Die mediale Konstruktion von Wissenschaft und Technik als Paradigma des Ersten Weltkrieges
Fengler, Silke; Krebs, Stefan UL

in Technikgeschichte (2005), 72(3), 227-241

Der Beitrag setzt sich kritisch mit der Inszenierung (und Bewertung der Rolle?) von Wissenschaft und Technik im Ersten Weltkrieg in populärwissenschaftlichen deutschen TV-Dokumentationen auseinander. Er ... [more ▼]

Der Beitrag setzt sich kritisch mit der Inszenierung (und Bewertung der Rolle?) von Wissenschaft und Technik im Ersten Weltkrieg in populärwissenschaftlichen deutschen TV-Dokumentationen auseinander. Er leistet einen Beitrag zur Diskussion um den Umgang mit Bildern in der Geschichtswissenschaft und ihrer Verwendung zur medialen Konstruktion von Vergangenheit. Die problematische Kernaussage der TV-Dokumentatoren – natur- und ingenieurwissenschaftliche Forschung und Entwicklung neuer Waffensysteme sowie die industrielle Massenfertigung von Rüstungsgütern und ihr ungehemmter Einsatz hätten der Kriegsführung eine völlig neue, moderne Dimension, wird im ersten Teil anhand aktueller Forschungsergebnisse zum Ersten Weltkrieg kritisch beleuchtet. Dabei zeigt sich, dass Wissenschaft und Technik tatsächlich nur einen Teilaspekt des vielschichtigen, normativ aufgeladenen Phänomens der Moderne darstellen, die Filmemacher also mit einem verengten Modernitätsbegriff arbeiten. (Das eigentliche Wesen des Ersten Weltkriegs – die Gleichzeitigkeit moderner und rückständiger Elemente – gerät in den Dokumentationen aus dem Blick?) Der zweite Teil des Beitrags beschäftigt sich mit der Inszenierungsform (mit den Modalitäten der Inszenierung? mit der Art und Weise der Inszenierung?) zeitgenössischen Bildmaterials und fragt nach möglichen Ursachen für die von den TV-Autoren gewählte Darstellungs- und Erzählform. Die Entscheidung der Filmemacher, ihre Erzählung anhand einer durchgehenden Illustrierung mit zeitgenössischem Bildmaterial zu entwickeln, hat gravierende Folgen für die Erzählinhalte: eine ausführliche Bildanalyse zeigt, dass die Autoren der inneren Logik zeitgenössischer Filmaufnahmen und den darin eingravierten Diskursen in weiten Teilen folgen. Die Bildauswahl und –kommentierung verzichtet auf eine quellenkritische Analyse, was die oben erwähnte verkürzte (verzerrte?) Darstellung des Ersten Weltkrieges zur Folge hat. Rekombinationen zeitgenössischer Aufnahmen tragen auch dazu bei, eine – von heutigen ästhetischen Konzepten geprägte – Idee des modernen Krieges zu perpetuieren. Und schließlich knüpft die spezifische Darstellungs- und Erzählform über den Ersten Weltkrieg an aktuelle Strömungen der bundesdeutschen Erinnerungskultur an. [less ▲]

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