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See detailEntwicklung eines Instruments zur Messung der Persönlickeitsvariablen „Zeitnot“.
Klapproth, Florian UL; Strack, Yvonne

Presentation (2007)

In das Bild unserer Gesellschaft der Gegenwart scheint der Mangel an Zeit fest eingebaut zu sein. Betrachtet man zum Beispiel die Werbung, fällt auf, daß der Zweck einer großen Anzahl von Produkten darin ... [more ▼]

In das Bild unserer Gesellschaft der Gegenwart scheint der Mangel an Zeit fest eingebaut zu sein. Betrachtet man zum Beispiel die Werbung, fällt auf, daß der Zweck einer großen Anzahl von Produkten darin besteht, möglichst viel Zeit zu sparen. Man gewinnt den Eindruck, es gäbe für jede Person ein sehr geringes Kontingent an Zeit und eine so große Fülle von Handlungen, die sie ausführen müsse, daß es unbedingt notwendig sei, alles so schnell wie möglich zu erledigen. Trifft diese Sichtweise aber auf jedes Individuum in unserer Gesellschaft zu? Sind wir alle ständig bestrebt, alles so schnell wie möglich zu tun, um möglichst viel Zeit zu sparen? Und in welchen Verhaltensweisen äußert sich dieses Bestreben? Aus den Überlegungen, wie man der Beantwortung dieser Fragestellung näher kommen könnte, entstand die Idee, einen Fragebogen zu entwickeln, mit welchem es möglich ist, das Ausmaß der Zeitnot im Sinne einer Persönlichkeitsvariablen zu messen. Folgende Definition von Zeitnot lag dem Untersuchungsvorhaben zugrunde: Zeitnot soll das Ausmaß bezeichnen, in welchem eine Person ihr Verhalten im Sinne der Zeitersparnis ausrichtet, und sie darunter leidet, wenn sie subjektiv einen Zeitverlust erlebt oder erwartet. Der Fragebogen umfaßt 19 Items im dichotomen Antwortformat mit den Antwortalternativen „trifft zu“ und „trifft nicht zu“. Zur Ermittlung der Item-Kennwerte (Schwierigkeit, Trennschärfe) wurde eine Stichprobe von 107 Personen herangezogen. Faktorenanalytisch konnten Anhaltspunkte für vier Dimensionen des Konstrukts gefunden werden. Die Dimensionen wurden interpretiert als Terminierung (Beispiel-Item: „Wenn ich etwas mache, nehme ich mir vor, es in einer bestimmten Zeit zu schaffen.“), Ungeduld (Beispiel-Item: „Am Bankautomaten werde ich leicht ungeduldig.“), Frustration nach Nichteinhalten des Plans (Beispiel-Item: „Ich ärgere mich, wenn ich nicht alles schaffe, was ich mir vorgenommen habe.“) und Eile (Beispiel-Item: „Ich habe es meistens eilig.“). Die internen Konsistenzen der entsprechenden Subskalen lagen zwischen .69 und .86 (M = .75). [less ▲]

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