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Arts & humanities : Languages & linguistics
http://hdl.handle.net/10993/9065
Mehrsprachige Strategien in unterschiedlichen Kontexten- zwischen Dschungel und Baumschule?
German
Ehrhart, Sabine mailto [University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Languages, Culture, Media and Identities (LCMI) >]
2012
1, 2, 3 : meine Sprache, deine Sprache, unsere Sprache ? Mehrsprachigkeit aus deutscher Perspektive
Jungbluth, Konstanze
Jańczac, Barbara
Niemeyer Verlag, Imprint De Gruyter
Linguistische Arbeiten
31-44
Yes
[de] In Luxemburg existieren gleichzeitig – nebeneinander her und vielfach auch im regen Wechselspiel – eine individuelle Mehrsprachigkeit der Einzelperson und eine kollektive Vielsprachigkeit der Gesamtgesellschaft. Für diese enge und in Europa relative seltene Verknüpfung habe ich den Begriff “Multiplurilinguismus” geschaffen (Ehrhart 2010a). Im folgenden Artikel sollen Ansätze aufgezeigt werden, die versuchen, mit den durch das Zusammenleben von einer Vielzahl von Sprachen entstehenden komplexen Kommunikationssituationen behutsam und konfliktbewusst umzugehen. Besonders interessant ist dabei, wie mehrsprachige Strategien aus „natürlichen“ Kontaktsituationen wie dem Spracherwerb auch auf den institutionellen Rahmen beim Sprachenlernen angewandt werden können. Im umgekehrten Sinne ist eine Übertragung vom reflektierten Lernen auf natürliche Prozesse ebenfalls möglich. Diese Verknüpfung möchte ich mit dem Titel „Dschungel oder Baumschule?“ ausdrücken, ich verstehe darunter einen Kontext von expliziten und impliziten Strategien der Aneignung von Sprachen im kollektiven Rahmen. Nach einer kurzen Beschreibung des Luxemburger Schulalltags wird diese Betrachtung durch die ethnografisch ausgerichteten Beobachtungen unserer Forschungsgruppe LACETS an der Universität Luxemburg vertieft, in der wir die Unterrichtspraxis in den Schulen des Landes verfolgen. Aufgrund unserer Beobachtungen versuchen wir in der Folge durch die Diskussion mit Erziehern, Lehrern, Schülern, Schülereltern, Sprachplanern, Lehramtskandidaten und in der Lehrerbildung Tätigen Perspektiven für eine sinnvolle Sprachenplanung im Erziehungssystem zu entwickeln. Dabei orientieren wir uns an der Sprachökologie: sie zeigt Ansätze und Strategien zum Umgang mit sprachlicher und kultureller Vielfalt, die eine prozesshafte und mehrschichtige Identitätsbildung zum Ausgangspunkt haben und damit die Integrationsdebatte wesentlich bereichern. Die verschiedenen Schritte einer Aktionsforschung von der Beobachtung und Analyse bis hin zu Vorschlägen für eine nachhaltige Zukunftsplanung stellen damit die Grundstruktur dieses Beitrags dar.
http://hdl.handle.net/10993/9065

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