Reference : Wohlstand jenseits des Einkommens. Der „Capabilities“-Ansatz in Bildungs- und Gesund...
Diverse speeches and writings : Article for general public
Social & behavioral sciences, psychology : Sociology & social sciences
http://hdl.handle.net/10993/5360
Wohlstand jenseits des Einkommens. Der „Capabilities“-Ansatz in Bildungs- und Gesundheitswesen bewertet Teilhabe an der Gesellschaft
German
Powell, Justin J W mailto [University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Languages, Culture, Media and Identities (LCMI) >]
Rosenbrock, Rolf []
17-Feb-2009
Der Tagesspiegel
B5
No
International
Berlin
Germany
[en] Capability ; Welfare ; Inclusion ; Community ; Society
[de] Würde sich der Wohlstand einer Gesellschaft am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bemessen, hätte das Emirat Katar international die Nase vorn, gefolgt von Luxemburg und Norwegen. Rang vier würde das Sultanat Brunei auf der Insel Borneo belegen, wo seit 1988 Parteien verboten sind und der Sultan per Dekret regiert. Ganz so einfach sollte man es sich mit der Wohlstandsmessung nicht machen. Um den Reichtum einer Gesellschaft vergleichend zu beurteilen, bedarf es weiterer Kriterien. Die Suche nach dem guten Leben beschäftigt Philosophen seit Platon und Aristoteles. Auch heute mangelt es unter Sozialwissenschaftlern nicht an Theorien der Gerechtigkeit. Der Ökonomie-Nobelpreisträger Amartya Sen und die Rechtsphilosophin und diesjährige A.SK-Preisträgerin Martha Nussbaum haben einen ganz eigenen Maßstab entwickelt, um den Zustand eines Gemeinwesens zu prüfen - weit über ökonomische Kennzahlen hinaus. Kann ein Mensch ein Leben führen, für das er sich aus guten Gründen entschieden hat und das seine Selbstachtung garantiert, fragen sie. Kann er sich bilden, arbeiten und politisch engagieren? Hat er Zugang zum Gesundheitssystem? Steht ihm angemessener Wohnraum zu Verfügung? Verwirklichungschancen (capabilities) haben Sen und Nussbaum ihren Ansatz genannt. Dahinter steckt eine zweifache Annahme: Der Einzelne ist seines Glückes Schmied, aber sein Leben gelingt nur in dem Maße, wie die Gesellschaft ihn dabei unterstützt.
WZB
General public
http://hdl.handle.net/10993/5360
http://www.tagesspiegel.de

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