Reference : Die Verlustlisten des Ersten Weltkriegs als historisches namengeographisches Korpus
Parts of books : Contribution to collective works
Arts & humanities : Languages & linguistics
http://hdl.handle.net/10993/40520
Die Verlustlisten des Ersten Weltkriegs als historisches namengeographisches Korpus
German
Flores Flores, W. Amaru []
Gilles, Peter mailto [University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Identités, Politiques, Sociétés, Espaces (IPSE) >]
In press
Sammelband 'Namengeographie'
De Gruyter
Reihe Germanistische Linguistik
Yes
[en] onomastics ; First World War ; corpus linguistics
[en] Für die großflächige, deutschlandweite Kartierung und Analyse der Familiennamen (FamilienN, im Folgenden steht „N“ für Name(n)) stellt bis heute die nach Postleitzahlen gegliederte Datenbank der Telefonanschlüsse, wie sie im Telefonbuch der Deutschen Telekom von 2005 verzeichnet sind die Datenbasis des Projekts 'Deutscher Familiennamenatlas' dar. Im Folgenden werden wir eine neue umfangreiche Datenbasis der deutschen FamilienN vorstellen, die die bisherige um eine historische Dimension erweitern wird. Es handelt sich um die Datenbank der Verlustlisten der Kriegsteilnehmer des Ersten Weltkriegs, die mit ihren rund 7,7 Millionen Namenträgern aus allen Gebieten des damaligen Deutschen Reichs die gesamte FamilienN-Landschaft des ausgehenden 19. Jh. umfassen. Mit dieser neuen Datenbasis wird es möglich sein, die heutige FamilienN-Landschaft mit derjenigen vor 130 Jahren zu vergleichen und damit zum ersten Mal die regionale Festigkeit bzw. Veränderung der FamilienN zu erforschen. Unberührt von den großen europäischen Migrationswellen des 20. Jh. und erst am Beginn der durch die Industrialisierung beschleunigten Urbanisierung, repräsentieren die Verlustlisten die Namenverteilung einer im Vergleich zu heute deutlich weniger mobilen, überwiegend ländlichen Gesellschaft. Über diese neue Kartierungsgrundlage hinaus leisten die Verlustlisten wertvolle Dienste bei der Etymologisierung, bei sprachgeschichtlichen, dialektologischen oder graphematischen Fragestellungen sowie für die Migrationsforschung.
http://hdl.handle.net/10993/40520

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Flores_Gilles mit Bildern - eingereicht.pdfAuthor preprint13.11 MBView/Open

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