Reference : Der blasmusikalische Mainstream. Kritische Gedanken zur Entwicklung des Blasmusikwese...
Scientific Presentations in Universities or Research Centers : Scientific presentation in universities or research centers
Arts & humanities : Performing arts
http://hdl.handle.net/10993/36566
Der blasmusikalische Mainstream. Kritische Gedanken zur Entwicklung des Blasmusikwesens, dargestellt am Beispiel Luxemburg, Funktional. Konzertant. Medial. Banal
German
Sagrillo, Damien mailto [University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Identités, Politiques, Sociétés, Espaces (IPSE) >]
5-Sep-2018
International
Militärmusik im Diskurs: Militärmusik und bürgerliche Kultur
4.-5. September 2018
Militärmusikdienst der Bundeswehr
Bonn
Deutschland
[en] Musiwissenschaft ; Militärmusik ; Bürgerliche Musikkultur
[en] Von der Alta Cappella (bzw. den Stadtpfeifern) zum heutigen Blasorchester ist es ein weiter Weg und dies gleich in mehreren Hinsichten. Dazwischen liegen nicht nur Jahrhunderte, sondern auch die Entwicklung neuer Instrumente sowie der Wandel von Ansprüchen, Geschmäckern und Funktionalitäten. Letztere waren von Beginn an geprägt durch zeremonielle, protokollarische und repräsentative Verpflichtungen. Zumindest seit dem durch die Mediamorphose (s. Kurt Blaukopf) eingeleiteten Zeitalter hat der Funktionsbezug von (Blas)musik eine radikale Änderung erfahren. Die Erwartungshaltung von Musikern – hauptsächlich aus dem Amateurbereich – und dessen Publikum machen aus Gestaltern von Konzertprogrammen Getriebene. Konzerte ähneln Fernsehshows mit Glitzer und Nebelmaschinen; Programme hinken dem musikalischen Mainstream hinterher. Zudem hat der fragwürdige Drang der nach wirtschaftlichem Gewinn strebenden Editionshäuser zu immer neuen Stücken den Schreibstil der meisten zeitgenössischen Komponisten vereinheitlicht, verflacht und inhaltsleer werden lassen (nur wenige unter ihnen haben sich einen persönlichen Stil bewahren können), während wertvolle blasmusikalische Tonschöpfungen in verstaubten Archiven ein hoffnungsloses, auf Vergessenheit ausgerichtetes Dasein fristen. Dieser Prozess ist keineswegs geplant, sondern schleichend; er wird als der Sache angemessen hingenommen und selten kritisch hinterfragt.

Der Vortrag zielt nicht nur darauf ab, eine Historiographie dieser Entwicklung anzubieten, sondern auf die Auswüchse, Konsequenzen und Gründe, denen sich Blas- und Militärmusik heute ausgesetzt sehen, zu sprechen kommen. Dabei soll die Entwicklung in Luxemburg keineswegs als Alleinstellungsmerkmal hingestellt, sondern als Beispiel für andere Regionen und Länder herangezogen werden.
Researchers ; Professionals ; Students ; General public
http://hdl.handle.net/10993/36566

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