Reference : Interozeption und Stress: die Psychophysiologie der bi-direktionalen Kommunikation au...
Scientific congresses, symposiums and conference proceedings : Paper published in a book
Social & behavioral sciences, psychology : Neurosciences & behavior
http://hdl.handle.net/10993/32001
Interozeption und Stress: die Psychophysiologie der bi-direktionalen Kommunikation auf der Hirn-Körper-Achse
German
Schulz, André mailto [University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Integrative Research Unit: Social and Individual Development (INSIDE) >]
2017
Abstractband 43. Tagung Psychologie und Gehirn
Schächinger, H.
41
Yes
International
43. Tagung Psychologie und Gehirn
15-06-2017 to 17-06-2017
DGPA und DGPs Fachgruppe Biologische Psychologie und Neuropsychologie
Trier
Germany
[en] Gehirn und Körper tauschen permanent Informationen aus.
Interozeption, die Wahrnehmung von Körperprozessen, ist
ein wichtiges Beispiel für aufsteigende Informationsübermittlung
vom Körper zum Gehirn. Stress wiederum kann als
prototypisch für absteigende Informationen vom Gehirn
zum Körper gesehen werden. Eine Veränderung der
Kommunikation auf der Hirn-Körper-Achse kann zur
Entstehung körperlicher Symptome bei psychischen
Störungen führen. Neueste Theorien zu Interozeption
weisen darauf hin, dass es sich nicht um ein uniformes
Konstrukt handelt, sondern in die Facetten ‚Bewusstheit‘
(Awareness), ‚Sensibilität‘ (Sensibility), ‚Genauigkeit‘
(Accuracy) und ZNS-Repräsentation afferenter Körpersignale
separiert werden kann. Körperliche Symptome können
aus der selektiven Veränderung weniger Facetten entstehen.
Stress kann differenziert werden in psychologische
(selbstberichteten Stress), sowie physiologische Komponenten,
wie die Aktivität der beiden physiologischen
Stressachsen, des autonomen Nervensystems und der
HPA-Achse. In diesem Symposium werden erstmals
Erkenntnisse zum Zusammenhang von Interozeption und
Stress auf allen Beobachtungsebenen integriert. Zunächst
werden Zusammenhänge von akuter Stressreaktivität und
–Erholung mit ‚Interozeptiver Genauigkeit‘ bei gesunden
Probanden diskutiert (van Dyck/Luxemburg). Anschließend
werden Erkenntnisse zu chronischem Stress, ‚Interozeptiver
Bewusstheit‘ und gesundheitlichen Beschwerden bei
Angestellten präsentiert (Trojan/Landau). Danach wird die
ZNS-Repräsentation von Körpersignalen und ‚Interozeptive
Genauigkeit‘ bei Kindern und Jugendlichen besprochen
(Mai/Ulm), da sich das Jugendalter als entwicklungsbedingte
Phase besonderer Stressvulnerabilität erweist. Im der
folgenden Studie wird ‚Interozeptive Genauigkeit‘, Stressbelastung
und –reaktivität bei Erwachsenen mit einer
Trennungserfahrung der Eltern im Kindesalter als Stressor
untersucht (Schaan/Luxemburg). Abschließend werden
Daten zu ZNS-Repräsentation von Körpersignalen und
HPA-Achsenaktivität bei posttraumatischer Belastungsstörung
präsentiert (Müller/Heidelberg). Letztlich wird eine
Synthese der Einzelbefunde in eine erweiterte Theorie zu
Interozeption und Stress diskutiert.
http://hdl.handle.net/10993/32001

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