Reference : Grenze als soziale Praxis. Überlegungen zum Potential der Praxistheorien für die kult...
Scientific Presentations in Universities or Research Centers : Scientific presentation in universities or research centers
Social & behavioral sciences, psychology : Sociology & social sciences
Multilingualism and Intercultural Studies
http://hdl.handle.net/10993/28831
Grenze als soziale Praxis. Überlegungen zum Potential der Praxistheorien für die kulturwissenschaftlichen Border Studies
German
Wille, Christian mailto [University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Identités, Politiques, Sociétés, Espaces (IPSE) >]
3-Nov-2016
International
Komplexe Grenzen: Dimensionen – Dynamiken – Technologien
3/4 November 2016
Viadrina Center B/ORDERS IN MOTION, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Frankfurt (Oder)
Germany
[de] Border Studies ; Praxistheorie
[de] Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Grenzen hat Konjunktur. Dies hat nicht nur zahllose empirische Fallstudien zur Folge, ebenso eine dynamische Entwicklung von Konzepten und Denkmodellen, die Grenz(raum)phänomene umfassend erfassen sollen. Dabei zu beobachten ist, dass bewährte Prinzipien der kulturwissenschaftlich orientierten Border Studies oft lediglich neu benannt werden und tatsächliche Innovationen noch ausstehen. In dem Vortrag wird daher der Versuch unternommen, die Praxistheorien aus einer Border-Perspektive zu erschließen und ihr Potential für die kulturwissenschaftliche Grenz(raum)forschung zu diskutieren. Die Praxistheorien, wie sie seit über einem Jahrzehnt in der Kultursoziologie intensiv debattiert werden, erlauben Grenzen in ihren sozialen (Re-)Produktionsprozessen in unterschiedlichen Dimensionen zu untersuchen. Als heuristische Werkzeuge berücksichtigen sie die körperlich-materiale Dimension menschlicher Aktivität und setzen keinen kollektiv geteilten oder territorial determinierten Konsens der Sinndeutung voraus. Vielmehr sehen sie die Unberechenbarkeit des Sozialen vor und interessieren sich für Praxislogiken, d.h. für die in (grenzüberschreitenden) Aktivitäten wirksamen und zugleich hervorgebrachten Wissensordnungen. Weiter bietet die Verdichtung von sozialen Praktiken zu (grenzüberschreitenden) Praxisformationen einen vielversprechenden Ansatzpunkt, um Konzepte wie ‚Grenzlandgesellschaft’ oder ‚Diaspora’ sowohl konzeptionell als auch empirisch ‚anders’ zu fassen. Die im Vortrag vorgestellten Überlegungen bilden die erste Annäherung an eine mögliche praxistheoretische Reformulierung der kulturwissenschaftlich orientierten Border Studies.
Researchers ; Students
http://hdl.handle.net/10993/28831

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