Reference : Sammelrezension zum Thema: Schulische Inklusion in den USA und Canada
Scientific journals : Book review
Social & behavioral sciences, psychology : Education & instruction
http://hdl.handle.net/10993/19058
Sammelrezension zum Thema: Schulische Inklusion in den USA und Canada
German
Powell, Justin J W mailto [University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Education, Culture, Cognition and Society (ECCS) >]
2014
Erziehungswissenschaftliche Revue
13
6
Magdalena Johnson: Schulische Inklusion in den USA – ein Lehrbeispiel für Deutschland? Eine Analyse der Vermittlung von Ansätzen der Inklusion durch die Zusammenarbeit mit einem outside change agent. Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2013. 244 S.; ISBN 978-3-7815-1892-6; 32,00 EUR.
Andreas Köpfer: Inclusion in Canada. Analyse inclusiver Unterrichtsprozesse, Unterstützungsstrukturen und Rollen am Beispiel kanadischer Schulen in den Provinzen New Brunswick, Prince Edward Island und Québec. Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2013. 290 S.; ISBN 978-3-7815-1917-6; 34,00 EUR
No
International
1613-0677
[de] Schulische Inklusion ; Sonderpädagogik ; Ländervergleich
[en] Nordamerika ; Kanada ; United States
[de] Die massive, globale Bildungsexpansion hat kein Land unberührt gelassen. Zudem wachsen stetig die Zahlen der als sonderpädagogisch förderbedürftig wahrgenommenen Kinder und Jugendlichen. Obwohl in vielen Ländern immer mehr dieser Schülerinnen und Schüler in Regelklassen unterrichtet werden, ist ihr Anteil in separaten Klassen oder Einrichtungen nicht rückläufig. Trotz vielfältiger Reformvorhaben auf unterschiedlichen Ebenen des Bildungssystems werden Schülerinnen und Schüler mit wahrgenommenem Förderbedarf weiterhin stigmatisiert und segregiert. Gleichzeitig wird Bildung zunehmend als Menschenrecht verstanden, das in dem Leitgedanken „Bildung für Alle“ (Education for All) und der zumindest rhetorisch zur globalen Norm gewordenen „inclusive education“ zum Ausdruck kommt. Diese spannungsreichen Entwicklungen variieren geographisch in verschiedenen Dimensionen und in mannigfacher Hinsicht erheblich. Die Thematik sonderpädagogischer Förderung – und damit auch inklusive Bildung – ist seit jeher von Ambivalenzen und Konflikten durchsetzt. Beide werden in den aktuellen weltweiten Debatten evident. Es wird eine Bandbreite an Förderorten bereitgestellt und nach Lösungen für die sich zunehmend stellende Frage nach der optimalen individuellen Förderung jede/r Schüler/in gesucht. Vor diesem Hintergrund bieten die vorgelegten Dissertationen zu Reformen zu inklusiveren Schulen in den USA von Magdalena Johnson und in Kanada von Andreas Köpfer den deutschsprachigen Leserinnen und Lesern wichtige Quellen für die wissenschaftliche und bildungspolitische Auseinandersetzung entlang von Ländern, die schon länger versuchen, die schulische Segregation zu reduzieren; oft mit Erfolg. Einerseits liefern beide Bücher ein tiefgreifendes Verständnis der oft verkürzt dargestellten Entwicklungen Nordamerikas im Bereich der inklusiven, schulischen Bildung. Andererseits berichten diese Studien über wesentliche Wandlungsprozesse in der sonderpädagogischen Förderung – vor allem auf Schulebene in bestimmten US-Bundesstaaten bzw. kanadischen Provinzen – in nationalen Kontexten, die oft pauschal als vorbildhaft gelten. Die beiden analysierten föderalen Bildungssysteme Nordamerikas bieten wertvolle Vergleichsmöglichkeiten. Dies insbesondere für die in Deutschland aufflammende Debatte nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention 2009 und im Zuge der (meist schleppenden) Umsetzung inklusiver Bildungsreformen.
Researchers ; Professionals ; Students ; General public
http://hdl.handle.net/10993/19058

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Powell2014_SammelrezensionSchulischeInklusionNordamerika_EWR13(2014)6.pdfPublisher postprint144.95 kBView/Open

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