Reference : Psychologische Schuldfähigkeitsbegutachtung bei sogenannter schwerer anderer seelisch...
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Social & behavioral sciences, psychology : Treatment & clinical psychology
Law, criminology & political science : Criminology
http://hdl.handle.net/10993/17976
Psychologische Schuldfähigkeitsbegutachtung bei sogenannter schwerer anderer seelischer Abartigkeit - eine Begutachtungsheuristik auf empirischer Grundlage
German
Schmidt, Alexander F. mailto [University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Integrative Research Unit: Social and Individual Development (INSIDE) >]
2008
Studien und Materialien zum Straf- und Massregelvollzug
Centaurus
241
Herbolzheim
Germany
[en] Angesichts der Häufigkeit und Tragweite der Schuldfähigkeitsbegutachtung bei sogenannter schwerer anderer seelischer Abartigkeit (SASA) ist eine wissenschaftlich fundierte Methodenentwicklung Grundvoraussetzung psychowissenschaftlicher Sachverständigentätigkeit. Das Fehlen empirisch fundierter Schuldfähigkeitsmerkmale für das vierte Eingangsmerkmal führt in der Praxis häufig dazu, dass auf in beliebiger Form kombinierte, idiosynkratisch geprägte Lehrmeinungen und Erfahrungswerte zurückgegriffen wird. Dies beeinträchtigt die Rechtssicherheit in einem Feld, in dem Menschen weitreichenden Entscheidungen bezüglich der ihnen zuzumutenden Maßnahmen unterworfen sind.
Vor diesem Hintergrund ist es Anliegen dieses Buches, ein empirisch basiertes gutachterliches Vorgehen der psychologischen Schuldfähigkeitsbegutachtung bei SASA vorzustellen, das mit der forensischen Praxis vereinbar ist. Dabei wird zunächst einführend auf die rechtlichen Rahmenbedingungen, bisher entwickelte entscheidungsorientierte Begutachtungsheuristiken sowie Mindeststandards eingegangen. Das neu vorgestellte Vorgehen zur Schuldfä-higkeitsbegutachtung bei SASA wird dabei über ein Vulnerabilitäts-Stress-Modell konzipiert, innerhalb dessen Bewältigungsfähigkeiten eine zentrale Rolle spielen. Dies wird aus einer persönlichkeitspsychologischen Rahmentheorie im Spannungsfeld von Saluto- und Pathoge-nese abgeleitet und anhand entsprechender Hypothesen überprüft. Auf der konkreten Begu-tachtungsebene wird ein zwei-axiales Begutachtungssystem vorgestellt, das sowohl situati-onsübergreifende als auch tatbezogene Erlebens- und Verhaltensweisen berücksichtigt. Proto-typen schuld- und vermindert schuldfähiger Straftäter sowie eine zugehörige Begutachtungs-heuristik auf empirischer Grundlage werden dargestellt.
Das Buch stellt in Fortführung der Forschungstätigkeit zu diesem Thema umfassendes empiri-sches Material zur Überprüfung und Absicherung der vorgestellten Heuristik für die Schuld-fähigkeitsbegutachtung bei SASA zur Verfügung. Es stellt ein hilfreiches forensisches Arbeits- und Forschungsmittel für Psychologen, Psychiater und Juristen dar.
http://hdl.handle.net/10993/17976

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