Reference : Zusammenhänge zwischen Essverhalten und Interozeption: Der Einfluss von kurzzeitiger ...
Scientific congresses, symposiums and conference proceedings : Paper published in a book
Social & behavioral sciences, psychology : Neurosciences & behavior
http://hdl.handle.net/10993/17273
Zusammenhänge zwischen Essverhalten und Interozeption: Der Einfluss von kurzzeitiger Nahrungsdeprivation auf die Herzschlagdetektion
German
Van Dyck, Zoé mailto [University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Integrative Research Unit: Social and Individual Development (INSIDE) >]
Schulz, André mailto [University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Integrative Research Unit: Social and Individual Development (INSIDE) >]
Vögele, Claus mailto [University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Integrative Research Unit: Social and Individual Development (INSIDE) >]
2014
Abstractband 40. Tagung "Psychologie und Gehirn"
Verleger, R.
Krämer, U.
Beyer, F.
Schildmann, M.
Tzvi, E.
Wilhoeft, A.
University Press
29-30
Yes
Lübeck
Germany
40. Tagung "Psychologie und Gehirn"
19-06-2014 to 21-06-2014
Lübeck
Germany
[en] Einleitung: Eine reduzierte interozeptive Wahrnehmung ist ein wichtiges Kernmerkmal von Essverhalten, das mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Essstörungen und Adipositas einhergeht. Die Wahrnehmung körperinterner Signale von Hunger und Sättigung ist beeinträchtigt und das Essverhalten ist von kognitiver Kontrolle, äußeren Reizen oder auch Affektzuständen gesteuert. Auf der anderen Seite wurde gezeigt, dass die experimentelle Manipulation von Essverhalten durch kurzzeitiges Fasten, die Genauigkeit der Wahrnehmung interozeptiver Signale erhöht.
Ziel: Die vorliegende Studie hatte zum Ziel, den Ein-fluss von Nahrungsentzug auf die verschiedenen Dimen-sionen der Interozeption bei Individuen mit angemesse-nem und unangemessenem Essverhalten zu untersuchen.
Methode: Insgesamt nahmen 46 gesunde Frauen an zwei unterschiedlichen Tagen an der Studie teil. In randomisierter Reihenfolge wurden sie nach 16-stündigem Fasten und nach einem standardisierten Frühstück getestet. Die Genauigkeit der Wahrnehmung
interozeptiver Signale wurde mit Hilfe eines Herzschlagdetektionstests (Schandry) erfasst. Zusätzlich wurde die subjektive Einschätzung der interozeptiven Wahrnehmungsgenauigkeit, sowie intuitives und unangemessenes Essverhalten per Fragebogen erfasst.
Ergebnisse: Die Genauigkeit im Herzschlagdetektions-test war nach kurzzeitigem Fasten erhöht. Außerdem konnte eine verringerte Herzfrequenz festgestellt werden. Emotionale Esser zeigten eine verringerte Herz-schlagdetekionsgenauigkeit und intuitives Essverhalten korrelierte positiv mit interozeptiver Genauigkeit. Es ließ sich kein Zusammenhang zwischen selbstberichteter interozeptiver Wahrnehmung und kardialer interozepti-ver Genauigkeit aufzeigen.Diskussion: Unsere Ergebnisse stehen im Einklang mit vorhergehenden Studien die zeigten, dass kurzzeitiges Fasten die Genauigkeit in Herzwahrnehmungsaufgaben erhöht. Allerdings scheint dieser Anstieg unabhängig zu sein von sympathischer Aktivierung. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass durch Essverhalten die Wahrnehmung von Körpersignalen verändert werden kann. Dies impliziert weitere Untersuchungen dieses Zusammen-hangs bei Essstörungen.
http://hdl.handle.net/10993/17273

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