Reference : Erhöhte Stresslevel und depressive Symptome bei primärer Hyperhidrose
Scientific congresses, symposiums and conference proceedings : Paper published in a book
Social & behavioral sciences, psychology : Neurosciences & behavior
http://hdl.handle.net/10993/17264
Erhöhte Stresslevel und depressive Symptome bei primärer Hyperhidrose
German
Gross, K. M. []
Schote, A. B. []
Schneider, K. K. []
Schulz, André mailto [University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Integrative Research Unit: Social and Individual Development (INSIDE) >]
Meyer, J. []
2014
Abstractband 40. Tagung "Psychologie und Gehirn"
Verleger, R.
Krämer, U.
Beyer, B.
Schildmann, M.
Tzvi, E.
Wilhoeft, A.
University Press
129
No
Lübeck
Germany
40. Tagung "Psychologie und Gehirn"
19-06-2014 to 21-06-2014
Lübeck
Germany
[en] Unter Hyperhidrose versteht man übermäßiges Schwit-zen in einem Ausmaß, das die Regulation der Körpertemperatur übersteigt. Die Störung gilt bezüglich ihrer Ätiologie, Pathogenese und Genetik als kaum hinrei-chend beforscht. Allerdings übt die Erkrankung Schät-zungen zufolge auf eine Million Menschen in Deutschland mitunter einen erheblichen Leidensdruck aus. Im Mittelpunkt der Studie steht die primäre fokale Hyperhidrose, die meist an Händen, Füßen oder Achseln lokalisiert werden kann und der im Gegensatz zur sekundären Hyperhidrose keine körperliche Erkrankung zugrunde liegt.
In der durchgeführten Studie gelang es, Daten von je-weils 40 gesunden und hyperhidrotischen Probanden zu erheben. Alle Versuchspersonen beantworteten Frage-bogen zu ihrer Erkrankung, zum chronischen Stress sowie zu depressiven und somatischen Symptomen. Zudem wurden allen Probanden Speichelproben zur Analyse des Stresshormons Cortisol entnommen.
Aus einer Varianzanalyse und anschließender Teststär-kenanalyse resultierten folgende Ergebnisse: Die Hyperhidrotiker der Stichprobe zeigten höhere chronische Stresslevel sowie mehr depressive als auch mehr soma-tische Symptome als die Kontrollgruppe. Bemerkenswert ist, dass die Probanden, die vor allem unter den Achseln vermehrt schwitzen, die höchsten Stress- und Depressionslevel aufwiesen. Die sogenannte Cortisol Awakening Response (CAR) gibt Informationen über die Aktivität der Hypophysen-Hypothalamus-Nebennierenrinden-Achse (HHNA) und hat sich als zuverlässiges physiologisches Stresskorrelat erwiesen. Trotz der erhöhten Stresslevel und der erhöhten depres-siven Symptomatik bei Hyperhidrotikern konnte keine Veränderung in der CAR gefunden werden. Dazu muss erklärend hinzugefügt werden, dass die Mehrzahl der Hyperhidrotiker der vorliegenden Stichprobe keinen Stress von pathologischem Wert aufweist. In bisherigen Studien anderer Autoren konnte eine veränderte CAR lediglich bei sehr hoch belasteten Versuchspersonen nachgewiesen werden.
http://hdl.handle.net/10993/17264

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