Reference : Die Borderline-Persönlichkeitsstörung: Emotionale Dysregulation aufgrund verminderter...
Scientific congresses, symposiums and conference proceedings : Paper published in a book
Social & behavioral sciences, psychology : Neurosciences & behavior
http://hdl.handle.net/10993/17263
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung: Emotionale Dysregulation aufgrund verminderter interozeptiver Körperwahrnehmung?
German
Müller, L. E. []
Schulz, André mailto [University of Luxembourg > Faculty of Language and Literature, Humanities, Arts and Education (FLSHASE) > Integrative Research Unit: Social and Individual Development (INSIDE) >]
Izurieta, N. []
Ölkers-Ax, R. []
Herpertz, S. C. []
Bertsch, K. []
2014
Abstractband 40. Tagung "Psychologie und Gehirn"
Verleger, R.
Krämer, U.
Beyer, F.
Schildmann, M.
Tzvi, E.
Wilhoeft, A.
University Press
29
Yes
Lübeck
Germany
40. Tagung "Psychologie und Gehirn"
19-06-2014 to 21-06-2014
Lübeck
Germany
[en] Die Fähigkeit, körpereigene Signale wahrzunehmen (interozeptive Körperwahrnehmung), ist grundlegend für die Wahrnehmung und Regulation eigener Emotionen. Eines der Hauptmerkmale von Patienten der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) ist eine ausgeprägte emoti-onale Dysregulation, die sich in einer erhöhten Sensitivi-tät und Reaktivität insbesondere für soziale Reize, Schwierigkeiten bei der Kontrolle eigener Emotionen sowie einem verzögerten Abklingen emotionaler Erregung zeigt. Darüber hinaus haben BPS-Patienten Schwierigkeiten, ihre eigenen Emotionen wahrzuneh-men und affektive Zustände adäquat zu differenzieren. Ziel der Studie war daher die Untersuchung der interozeptiven Körperwahrnehmung von BPS-Patienten.
Hierzu wurde erstmals das HEP (heartbeat-evoked-potential) bei BPS-Patienten (N=29) abgeleitet und mit dem einer gesunden Kontrollgruppe (N=30) verglichen. Das HEP gilt als ein Indikator für die kortikale Aktivität während der interozeptiven Wahrnehmung. Hierfür wurde während eines 5 minütigen Spontan-EEGs (60 Elektroden) bei geschlossenen Augen simultan die EKG-Aktivität abgeleitet. Aus früheren Studien ist bekannt, dass Personen mit einer guten interozeptiven Körperwahrnehmung eine höhere HEP-Amplitude aufweisen als Personen mit schlechter interozeptiver Körperwahrnehmung.
Im Vergleich zu den gesunden Personen, zeigten die BPS-Patienten im Latenzfenster 450-600 ms nach der EKG-R-Zacke eine signifikant kleinere HEP-Amplitude p = . , ω²= . ). ar ber hinaus korrelierte das HEP signifikant negativ mit der Borderline-Symptomschwere einer Person, der selbstberichteten emotionalen Regula-tionsfähigkeit und dem Verständnis für eigene Emotio-nen.
Wir gehen davon aus, dass die kleinere HEP-Amplitude der BPS-Patienten auf eine schlechtere interozeptive Körperwahrnehmung hinweist. Weiterhin scheint die schlechte interozeptive Körperwahrnehmung mit der BPS-Symptomschwere sowie der Schwierigkeit, eigene Emotionen wahrzunehmen, assoziiert zu sein. Eine schlechtere interozeptive Körperwahrnehmung könnte demnach eine mögliche Ursache für die emotionale Dysregulation dieser Patientengruppe sein.
http://hdl.handle.net/10993/17263

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