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See detailSprachstandardisierung unter Mehrsprachigkeitsbedingungen: Das Deutsche in Luxemburg im 19. Jahrhundert
Beyer, Rahel UL; Gilles, Peter UL; Moliner, Olivier et al

in Jahrbuch für germanistische Sprachgeschichte (2014)

Der Beitrag behandelt Aspekte der Standardisierung des Deutschen in Luxemburg während des ‚langen’19. Jahrhunderts. Luxemburg ist durch eine weit zurück reichende Mehrsprachigkeit gekennzeichnet und ... [more ▼]

Der Beitrag behandelt Aspekte der Standardisierung des Deutschen in Luxemburg während des ‚langen’19. Jahrhunderts. Luxemburg ist durch eine weit zurück reichende Mehrsprachigkeit gekennzeichnet und bildet so ein willkommenes Beispiel, um Sprachstandardisierung unter Mehrsprachigkeits-bedingungen zu untersuchen. Sprachstandardisierung, verstanden als Selekti-on, Kodifikation, Implementierung und Ausbau von Normen (Haugen 1966), wurde bisher weitgehend unter nationalsprachlichen oder komparativen Ge-sichtspunkten (vgl. Vandenbussche 2007) betrachtet. Hingegen wurden As-pekte der Mehrsprachigkeit und des Sprachkontakts sowohl in der empiri-schen Beschreibung wie auch in der Theoriebildung kaum berücksichtigt. Um diese Forschungslücke zu füllen, werden diese Faktoren im hier vorgestellten Ansatz zentralgesetzt. [less ▲]

Detailed reference viewed: 314 (43 UL)
See detailDeutsch in Luxemburg. Untersuchungen zur seiner Standardisierung im langen 19. Jahrhundert
Gilles, Peter UL; Ziegler, Evelyn; Beyer, Rahel et al

Book published by University of Luxembourg/IPSE (n.d.)

Luxemburg ist heute verfassungsgemäß dreisprachig: Im Sprachgesetz von 1984 wurde Luxemburgisch als Nationalsprache und Französisch als Sprache der Gesetzgebung festgelegt. Beide fungieren – neben dem ... [more ▼]

Luxemburg ist heute verfassungsgemäß dreisprachig: Im Sprachgesetz von 1984 wurde Luxemburgisch als Nationalsprache und Französisch als Sprache der Gesetzgebung festgelegt. Beide fungieren – neben dem Deutschen – als Verwaltungs- und Gerichtssprache. Im Folgenden steht die Entwicklung des Deutschen im "langen 19. Jahrhundert" im Mittelpunkt. Während für die Standardisierung des Deutschen im 19. Jh. für Deutschland, Österreich und die Schweiz ausführlich erforscht ist, steht eine Einordnung und systematische Untersuchung Luxemburgs noch aus. Dies erscheint umso erforderlicher als sich in dieser Zeit die Emanzipation des Luxemburgischen aus dem Varietätengefüge des Deutschen vollzieht (Gilles 2000). Der Diskurs zur Standardisierung des Deutschen ist thematisch verwoben mit dem einsetzenden Diskurs zur Standardisierung des Luxemburgischen (Newton 2002, Gilles/Moulin 2003). Anders als die Diskurse zum Moselfränkischen/Luxemburgischen, in deren Mittelpunkt die Abgrenzungen von 'Dialekt/Mundart' und 'Hochsprache/Standardsprache' stehen, sind die Stellung und die Abgrenzung des Deutschen in Luxemburg die vorherrschenden Diskursthemen im Zusammenhang mit der Standardisierung des Deutschen. Die folgende Untersuchung widmet sich den zentralen Aspekten der Statusstandardisierung und Korpusstandardisierung (vgl. Deumert/Vandenbussche 2003). Unter Statusstandardisierung wird im Allgemeinen die Entwicklung der sozial-pragmatischen und sozial-symbolischen Stellung sowie die gesellschaftlichen Funktionen einer Sprache verstanden, die über explizite oder implizite sprachenpolitische Maßnahmen gesteuert werden können (vgl. Spolsky 2009). Unter Korpusstandardisierung wird hingegen die sprachsystematische Entwicklung und Vereinheitlichung der linguistischen Struktur verstanden, die in engem Zusammenhang mit der Statusentwicklung steht. [less ▲]

Detailed reference viewed: 33 (5 UL)